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Warum Vitamin D gefährlich sein kann – Ärzte schlagen Alarm

Warum Vitamin D gefährlich sein kann – Ärzte schlagen Alarm

Juli 21, 2025
Monika Schmidt
Vitamin D ist lebenswichtig – doch zu viel kann schaden. Ärzte warnen vor Bluthochdruck, Nierenschäden und Herzproblemen bei Überdosierung.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das wesentlich zur Immunabwehr, zum Kalziumstoffwechsel und zur Muskel- und Herzfunktion beiträgt. Es wird größtenteils durch Sonnenlicht in der Haut gebildet – ein stabiler Spiegel ist besonders für ältere Menschen und Personen mit wenig Sonnenkontakt wichtig.

In einer Welt, in der das Gesundheitsbewusstsein ständig wächst, spielen Nahrungsergänzungsmittel eine zentrale Rolle. Doch nicht alle Präparate bringen den erhofften Nutzen – einige können sogar gefährlich sein. Renewz.de berichtet unter Berufung auf das spanische Magazin Marca, welcher Vitalstoff den Blutdruck unerwartet beeinflussen kann: Vitamin D.

Vitamin D ist ein essenzielles fettlösliches Vitamin, das für zahlreiche physiologische Prozesse im menschlichen Körper unverzichtbar ist. Es reguliert den Kalzium- und Phosphathaushalt, stärkt das Immunsystem, unterstützt die Muskelfunktion und ist entscheidend für die Knochengesundheit. Ein Mangel kann zu Osteomalazie, Osteoporose, Muskelschwäche und erhöhter Infektanfälligkeit führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit dunkler Hautfarbe, Menschen, die selten dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, sowie Schwangere und chronisch Kranke. Da der Körper Vitamin D hauptsächlich über UVB-Strahlung in der Haut synthetisiert, ist die Ernährung nur eine ergänzende Quelle. Natürliche Vitamin-D-Lieferanten sind fettreiche Fische wie Lachs, Makrele und Hering, Eigelb, Leber, UV-bestrahlte Pilze und angereicherte Lebensmittel wie Margarine und bestimmte Pflanzendrinks.

Wo liegt das Risiko? Widersprüchliche Daten über Vitamin D und Blutdruck

Studien zur Wirkung von Vitamin D auf den menschlichen Körper sind zum Teil widersprüchlich.

Einerseits gibt es Forschungen, die zeigen, dass Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel tendenziell einen höheren Blutdruck haben. Das legt nahe, dass der Mangel selbst – und nicht die Ergänzung – ein Risikofaktor ist.

Andererseits zeigen Studien, dass Menschen, die regelmäßig Vitamin-D-Präparate einnehmen, nur geringe Vorteileoder gar keine spürbaren Veränderungen beim Blutdruck feststellen.

Es wurde festgestellt, dass Vitamin D in spezifischen Fällen – etwa wenn jemand bereits unter Hypertonie leidet und gleichzeitig einen dokumentierten Mangel an Vitamin D hat – helfen kann, den Blutdruck zu senken. Aber: Selbst dann gibt es keine 100%ige Garantie, dass die Supplementierung tatsächlich wirkt.

Wie sollte man Vitamin D richtig einnehmen? Empfehlungen von Experten

Trotz potenzieller Risiken kann die Einnahme von Vitamin D sicher und sinnvoll sein – sofern sie auf ärztlichem Rat basiert.

Laut Experten der Mayo Clinic spielt Vitamin D eine zentrale Rolle für die Knochengesundheit. Ohne ausreichenden Spiegel wird das Skelett weich, dünn und brüchig, was das Risiko für Osteoporose erheblich steigert.

Wer nicht genügend Vitamin D durch Sonnenlicht oder Nahrung erhält, könnte auf ein Präparat angewiesen sein. In moderater Dosierung gilt Vitamin D als unbedenklich.

Allerdings warnen Fachleute: Eine Überdosierung kann schädlich – in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich – sein. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitverlust und ungewollter Gewichtsverlust
  • Muskelschwäche
  • Verlangsamtes Denken oder Verwirrung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bildung von Nierensteinen
  • Nierenschäden bis hin zur Insuffizienz

Diese Symptome entstehen meist durch eine sogenannte Hyperkalzämie, also einen gefährlich hohen Kalziumspiegel im Blut.

Vitamin D ist zweifellos wichtig für den Körper – aber nicht harmlos. Wer zu Nahrungsergänzung greift, sollte dies nur tun:

  • Nach Rücksprache mit einem Arzt
  • Nach einem Bluttest
  • Und in der richtigen Dosierung

Eigenmedikation bei Vitaminen kann – trotz guter Absicht – genau das Gegenteil bewirken.

Vitamin D ist wichtig – aber in der richtigen Menge und nur für die, die es wirklich brauchen. Besonders ältere Menschen, Schwangere oder Personen mit wenig Sonnenlichtexposition können von einer gezielten Supplementierung profitieren. Doch auch hier gilt: Die Dosis macht das Medikament – und die Grenze zur Belastung ist schmal. Lassen Sie daher regelmäßig Ihren Vitamin-D-Spiegel ärztlich überprüfen und nehmen Sie Ergänzungsmittel nur nach Rücksprache ein. Bei Unwohlsein oder Unsicherheit zögern Sie nicht, medizinischen Rat einzuholen. Ihre Gesundheit verdient Sorgfalt. Bleiben Sie informiert – und bleiben Sie gesund.

Bleiben Sie informiert! Lesen Sie auch: Warum Vitamin B1 Lebenswichtig Ist – Und Warum Sein Mangel Oft Übersehen Wird

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