Volksbad Berlin: Kostenloser Pool an der Volksbühne öffnet ab 7. August – Tickets ab Dienstag

Das Volksbad Berlin startet am 7. August 2026 mit einem außergewöhnlichen Sommerprojekt im Herzen der Hauptstadt. Direkt vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz entsteht für acht Wochen ein 25 Meter langes öffentliches Freibad, das Besucherinnen und Besucher kostenlos und ohne Ausweispflicht nutzen können. Bis zum 1. Oktober wird der Platz damit zu einer urbanen Schwimmoase, die Erfrischung, Begegnung und Kultur auf ungewöhnliche Weise verbindet. Kostenlose Zeitfenstertickets sind ab Dienstag, 4. August, im Webshop der Volksbühne erhältlich und werden jeweils drei Tage vor dem gewünschten Badetag freigeschaltet.
Ob ihr an heißen Sommertagen mitten in Berlin ein paar Bahnen ziehen, eure Kraultechnik verbessern oder einfach mit Freundinnen, Freunden und der Nachbarschaft entspannen möchtet – das Volksbad bietet ein einmaliges Erlebnis unter freiem Himmel. Hinter dem Projekt steht die neue Intendanz der Volksbühne, die den Rosa-Luxemburg-Platz bewusst in einen offenen Treffpunkt für alle Berlinerinnen, Berliner und Gäste der Stadt verwandeln möchte. Renewz.de erklärt, was hinter dem Volksbad steckt, wie ihr kostenlos an ein Ticket kommt, welche Öffnungszeiten und Regeln gelten und wie ihr das temporäre Freibad am besten erreicht.
Was ist das Volksbad am Rosa-Luxemburg-Platz
Das Volksbad ist ein temporäres öffentliches Freibad, das für rund acht Wochen direkt vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte aufgebaut wird. Herzstück der Anlage ist ein 25 Meter langes Schwimmbecken – also ein Becken in klassischer Kurzbahnlänge, wie man sie aus Wettkampf- und Trainingsschwimmbädern kennt. Statt einer Bühne oder eines Podiums gibt es diesmal ein Schwimmbecken und eine Pommesbude, und die Straße vor dem monumentalen Portal des Hauses verwandelt sich in eine 25 Meter lange Schwimmbahn mitten in Mitte.
Der Grundgedanke ist so einfach wie ungewöhnlich: Ein Theater öffnet nicht seinen Saal, sondern den Platz davor – und lädt die ganze Stadt zum Baden ein. Das Volksbad versteht sich ausdrücklich als offener Ort für alle, die kommen möchten: Schülerinnen und Schüler, Rentnerinnen und Rentner, Nachbarinnen und Nachbarn, Wasserbegeisterte und Theaterliebhaberinnen. Der Zugang erfolgt gratis und ohne Ausweispflicht. Damit unterscheidet sich das Projekt bewusst von vielen kommerziellen Freizeitangeboten in der Stadt: Niemand muss sich ausweisen, niemand muss Eintritt zahlen.
Ergänzt wird das reine Schwimmangebot durch ein ganzes Programm rund um das Becken. Vorgesehen sind unter anderem Schwimmunterricht für Kinder, spezielle Badetage für verschiedene Gemeinschaften sowie ein Diskurs- und Vermittlungsprogramm, das den Ort nicht nur als Badestelle, sondern als Versammlungsraum begreift. So soll rund um das Wasser ein offener Treffpunkt für Nachbarinnen und Nachbarn, Theaterinteressierte und alle entstehen, die sich mitten in der Stadt abkühlen möchten. Zur Anlage gehören neben dem Becken auch eine Liege- und Aufenthaltszone sowie eine Pommesbude – das Volksbad soll also nicht nur ein Ort zum schnellen Bahnenziehen sein, sondern ein Platz, an dem man verweilt, sich trifft und den Sommer genießt.
Der Name ist Programm und ein bewusstes Wortspiel: Aus der „Volksbühne" wird für acht Wochen das „Volksbad". Damit knüpft das Projekt an die lange Tradition des Volksbades an – jener öffentlichen Bäder, die seit dem 19. Jahrhundert breiten Bevölkerungsschichten Zugang zu Hygiene, Bewegung und Erholung verschafften. Genau diese Idee eines Bades für alle wird hier für einen Sommer neu belebt, allerdings an einem Ort, an dem man ein Freibad zuletzt vermuten würde: auf einem der zentralsten Plätze der Stadt, direkt vor einem der bekanntesten Theatergebäude Berlins.
Wer steckt hinter der Idee
Das Volksbad ist die erste große öffentliche Aktion der neuen Intendanz an der Volksbühne. Mit dem Projekt startet Matthias Lilienthal seine Amtszeit als künstlerischer Leiter des Hauses – und zwar bewusst nicht mit einer klassischen Premiere im Saal, sondern mit einer urbanen Intervention direkt auf dem Platz vor dem Theater. Lilienthal ist kein Unbekannter im Berliner Kulturbetrieb: Er war bereits früher an der Volksbühne tätig und leitete unter anderem für einige Zeit das Hebbel am Ufer (HAU). Zuletzt prägte er als Intendant die Münchner Kammerspiele. Mit dem Volksbad setzt er von der ersten Woche an ein Zeichen dafür, wie er das Haus verstanden wissen will: als offenen, zugänglichen und mit der Stadt verbundenen Ort.
Lilienthal selbst rahmt das Bad nicht nur als kuriose Sommeraktion, sondern als bewusste Setzung mit einer Botschaft. Für ihn kann schon das gegenseitige Bespritzen mit Wasser eine theatralische Qualität annehmen – Baden wird so zum kollektiven, fast performativen Erlebnis. Gleichzeitig ist das Projekt eine erste programmatische Aussage: In einer Stadt, in der in den letzten Jahrzehnten öffentliche Infrastruktur systematisch abgebaut und öffentliche Orte zunehmend kommerzialisiert und kontrolliert wurden, will das Volksbad ein herzliches „Hallo" an die Nachbarschaft senden und daran erinnern, was öffentliche Räume leisten können.
Inspiriert ist das Volksbad zudem von der künstlerischen Arbeit rund um schwimmende Performances, die es an der Volksbühne bereits gab. Die Beschäftigung mit Wasser als Bühnenelement – mit Performerinnen und Performern im Becken – lieferte einen wichtigen Impuls dafür, das Wasser nun aus dem Inneren des Hauses nach draußen, auf den Platz und mitten in die Stadt zu tragen. Zum Ende der Badesaison am Rosa-Luxemburg-Platz und zum Auftakt der ersten regulären Spielzeit ist zudem angekündigt, dass ein Team rund um schwimmende Performances vor dem Haus den Übergang von der Badesaison zum Theaterbetrieb gestaltet. Das Bad ist damit kein isoliertes Gimmick, sondern eingebettet in eine größere künstlerische Erzählung des Hauses.
Auch stadtpolitisch ist die Botschaft klar: Das Volksbad rückt die Frage nach öffentlichen Bädern und funktionierender Infrastruktur in den Blick. Berlin diskutiert seit Jahren über sanierungsbedürftige Bäder, über zu wenige Schwimmflächen und über den Verlust von Orten, an denen Menschen unabhängig von Herkunft und Geldbeutel zusammenkommen können. Indem das Volksbad ein Becken mitten auf einen zentralen Platz stellt, macht es diese Debatte auf einen Schlag sichtbar – und lädt zugleich ganz praktisch zum Mitmachen ein.
Wo genau befindet sich das Volksbad
Das Volksbad befindet sich direkt vor dem Portal der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Berliner Bezirk Mitte. Die Straße unmittelbar vor dem Haupteingang des Theaters wird dafür in eine 25 Meter lange Schwimmbahn verwandelt. Kulisse ist die markante, sozialistisch-klassizistische Architektur der Volksbühne, eines der bekanntesten und ikonischsten Theatergebäude der Stadt. Der Rosa-Luxemburg-Platz gehört zu den zentralen Plätzen Berlins und ist bestens an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden – wer in Berlin unterwegs ist, erreicht das Volksbad daher aus praktisch allen Stadtteilen unkompliziert.
Die Lage mitten in Mitte ist dabei nicht nur praktisch, sondern Teil der Idee: Das Bad soll kein abgelegener Rückzugsort sein, sondern ein sichtbarer, öffentlicher Punkt im Herzen der Stadt, an dem Menschen zusammentreffen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden.
Öffnungszeiten des Volksbads
Das Volksbad ist vom 7. August bis zum 1. Oktober geöffnet. In diesem Zeitraum gelten feste Öffnungszeiten, die nach Wochentagen gestaffelt sind. Wichtig ist vor allem: An mehreren Tagen der Woche bleibt das Bad geschlossen, sodass sich eine kurze Planung vor dem Besuch lohnt.
Konkret sieht der Badebetrieb so aus:
- Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag: von 12:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
- Donnerstag: von 13:00 bis 21:00 Uhr geöffnet – an diesem Tag beginnt der Badebetrieb also eine Stunde später und endet dafür eine Stunde später.
- Montag, Sonntag und an Feiertagen: kein Badebetrieb, das Volksbad bleibt an diesen Tagen geschlossen.
Wer also spontan am Wochenende vorbeikommen möchte, sollte den Samstag im Blick behalten – am Sonntag ist das Becken nicht in Betrieb. Auch der Montag als klassischer „Ruhetag" vieler Kulturbetriebe bleibt hier badefrei. An den geöffneten Tagen stehen jeweils rund acht Stunden Badezeit zur Verfügung, aufgeteilt in Zeitfenster, in denen die Besucherinnen und Besucher das Becken und die Aufenthaltszone nutzen können.
Tickets für das Volksbad: kostenlos, aber mit Zeitfenster
Der Besuch des Volksbads ist grundsätzlich kostenlos. Damit aber alle Gäste ausreichend Platz zum Schwimmen und Verweilen haben, wird der Zugang nicht einfach über eine offene Tür geregelt, sondern über Zeitfenstertickets gesteuert. Das bedeutet: Ihr bucht vorab ein kostenloses Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster, das euch anschließend zwei Stunden Aufenthalt im Volksbad ermöglicht – inklusive Schwimmen im Becken und Verweilen in der Aufenthaltszone. Die Buchung läuft online über den Webshop der Volksbühne. Die Freischaltung der Slots beginnt am 4. August. Danach werden die Zeitfenster fortlaufend immer drei Tage vor dem jeweiligen Badetag veröffentlicht. Wer also an einem bestimmten Tag baden möchte, sollte rechtzeitig – idealerweise, sobald die Slots für den gewünschten Tag freigeschaltet werden – online nachsehen und buchen. Gerade an heißen Sommertagen und an Wochenenden ist mit hoher Nachfrage zu rechnen, sodass beliebte Zeitfenster schnell vergriffen sein können. Die wichtigsten Eckdaten zum Ticket im Überblick:
- Preis: kostenlos – das Volksbad ist ein kostenloses öffentliches Schwimmbad auf Zeit.
- Buchung: online im Webshop der Volksbühne.
- Start der Buchung: ab 4. August.
- Veröffentlichung der Slots: jeweils drei Tage vor dem gewünschten Badetag.
- Gültigkeit: ein Zeitfensterticket berechtigt zu einem zweistündigen Aufenthalt im Bad und in der Aufenthaltszone.
- Ausweispflicht: keine – der Zugang ist ausdrücklich gratis und ohne Ausweispflicht.
Auch wenn kein Ausweis nötig ist, empfiehlt es sich, das gebuchte Zeitfensterticket (etwa auf dem Smartphone) griffbereit zu haben, um den Einlass reibungslos zu gestalten. Da die Slots begrenzt sind, ist das Ticket letztlich das entscheidende Instrument, um Überfüllung zu vermeiden und allen Badegästen genug Raum zu geben.
Wie bekomme ich ein Ticket? Schritt für Schritt
Für alle, die zum ersten Mal ein Zeitfensterticket buchen möchten, hier die grundlegende Vorgehensweise zusammengefasst:
- Badetag auswählen: Überlegt zuerst, an welchem Tag ihr baden möchtet – und prüft, ob an diesem Tag überhaupt Badebetrieb ist. Denkt daran, dass montags, sonntags und an Feiertagen geschlossen ist.
- Freischaltung abwarten: Die Zeitfenster werden jeweils drei Tage vor dem Badetag veröffentlicht. Für einen Samstag heißt das beispielsweise, dass die Slots einige Tage vorher online gehen. Wer flexibel ist, hat bessere Chancen.
- Webshop der Volksbühne aufrufen: Die Buchung läuft ausschließlich online über den offiziellen Webshop des Theaters. Dort findet ihr die verfügbaren Zeitfenster für die freigeschalteten Tage.
- Zeitfenster wählen und buchen: Sucht euch ein passendes Zwei-Stunden-Fenster aus und schließt die kostenlose Buchung ab.
- Ticket bereithalten: Haltet das Ticket zum Badetag bereit. Plant genügend Zeit für Anreise, Umziehen und Duschen ein, damit ihr euer Zeitfenster optimal nutzen könnt.
Da die Nachfrage vor allem an heißen Tagen groß sein dürfte, lohnt es sich, frühzeitig zu buchen und gegebenenfalls auf weniger nachgefragte Zeitfenster – etwa früh am Nachmittag oder am späten Abend unter der Woche – auszuweichen.
Regeln und Sicherheit im Volksbad
Auch wenn das Volksbad ein ungewöhnlicher, spielerischer Ort ist, gelten selbstverständlich klare Sicherheitsregeln. Das Becken hat eine Tiefe von 1,3 Metern. Das ist eine Tiefe, in der viele Erwachsene noch stehen können, die aber für kleinere Kinder und für Menschen, die nicht schwimmen können, bereits zu tief sein kann. Entsprechend wichtig ist die Beachtung der Sicherheitshinweise vor Ort.
Für Kinder sowie für Besucherinnen und Besucher, die nicht schwimmen können, gilt: Der Aufenthalt im Wasser ist nur unter Einhaltung der jeweiligen Sicherheitsregeln möglich. Das bedeutet in der Praxis, dass insbesondere Kinder nicht unbeaufsichtigt ins Becken dürfen und dass die Anweisungen des Personals konsequent zu befolgen sind. Vor Ort sind Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Einsatz, die den Badebetrieb überwachen und im Notfall eingreifen können. Sie sind die zentrale Sicherheitsinstanz und ihren Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten. Die wichtigsten Sicherheitsaspekte im Überblick:
- Beckentiefe: 1,3 Meter – für kleine Kinder und Nichtschwimmer potenziell zu tief.
- Kinder und Nichtschwimmer: dürfen nur unter Einhaltung der Sicherheitsregeln ins Wasser; Aufsicht ist entscheidend.
- Aufsicht: Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sind während des Badebetriebs vor Ort.
- Verhalten: Den Anweisungen des Aufsichtspersonals ist stets zu folgen.
Auch wenn das Volksbad bewusst niedrigschwellig und einladend gestaltet ist, ersetzt es nicht die grundlegende Eigenverantwortung: Wer nicht sicher schwimmen kann oder mit Kindern kommt, sollte sich vor dem Sprung ins kühle Nass mit den vor Ort ausgehängten Regeln vertraut machen und im Zweifel das Personal ansprechen.
Ausstattung: Umkleiden, Toiletten, Schließfächer und mehr
Damit der Badebesuch komfortabel abläuft, ist das Volksbad mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet. Für die Besucherinnen und Besucher stehen Umkleiden, Toiletten und Schließfächer bereit. So könnt ihr euch vor Ort umziehen, eure Wertsachen sicher verstauen und die sanitären Einrichtungen nutzen, ohne dass ihr auf eine vollständige Freibad-Infrastruktur in der Nähe angewiesen wärt. Gerade an einem so zentralen Ort mitten in der Stadt ist das ein wichtiger Punkt, denn er macht aus dem Becken erst ein vollwertiges, alltagstaugliches Bad.
Zur Anlage gehört außerdem eine Aufenthalts- beziehungsweise Liegezone, in der ihr euch zwischen den Schwimmrunden ausruhen, sonnen und mit anderen ins Gespräch kommen könnt. Und weil zu einem echten Freibad-Feeling für viele auch das passende Essen gehört, gibt es vor Ort eine Pommesbude – ein kleines, aber sympathisches Detail, das den Charakter des Volksbads als geselligen Sommerort unterstreicht. Was ihr zum Badebesuch selbst mitbringen solltet, ergibt sich aus der üblichen Freibad-Logik: Badekleidung, Handtuch, gegebenenfalls Sonnenschutz für die Zeit in der Aufenthaltszone und – je nach persönlicher Vorliebe – ein kleines Vorhängeschloss oder Ähnliches, falls ihr eure Sachen zusätzlich sichern möchtet. Da das Bad kostenlos ist und über die genannte Grundausstattung verfügt, bleibt der Aufwand für einen spontanen Besuch überschaubar.
Anreise: So kommt ihr am besten zum Volksbad
Der Rosa-Luxemburg-Platz ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, weshalb die Anreise mit Bus und Bahn ausdrücklich empfohlen wird. Für die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bieten sich mehrere Optionen an:
- U-Bahn: Die Linie U2 hält direkt am Rosa-Luxemburg-Platz – das ist die naheliegendste und bequemste Verbindung.
- S-Bahn: Über den nahegelegenen Alexanderplatz seid ihr ebenfalls schnell vor Ort; von dort ist es nur ein kurzer Weg.
- Bus: Die Buslinien 200 und 142 bringen euch in die unmittelbare Nähe.
- Straßenbahn: Mit den Tramlinien M2 und M8 erreicht ihr den Platz ebenfalls gut.
Wer mit dem Fahrrad kommt, findet vor Ort ausreichend Fahrrad-Parkplätze. Von der Anreise mit dem Auto wird dagegen abgeraten, da es in der Nachbarschaft nur sehr begrenzt Parkmöglichkeiten gibt. Angesichts der zentralen Lage und der guten ÖPNV-Anbindung ist das Auto ohnehin selten die praktischste Wahl – Bahn, Tram und Rad sind hier deutlich stressfreier.
Für wen lohnt sich der Besuch
Das Volksbad richtet sich bewusst an ein möglichst breites Publikum. Es ist offen für alle, die kommen möchten – von Schülerinnen und Schülern über Rentnerinnen und Rentner bis zu Nachbarinnen, Nachbarn, Wasserbegeisterten und Theaterliebhaberinnen. Damit spricht das Projekt sehr unterschiedliche Gruppen an:
- Alle, die sich abkühlen wollen: An heißen Berliner Sommertagen ist ein kostenloses Becken mitten in der Stadt ein kleines Geschenk. Wer nach der Arbeit oder zwischendurch schnell abtauchen möchte, ist hier richtig.
- Ambitionierte Schwimmerinnen und Schwimmer: Die 25-Meter-Bahn eignet sich gut, um ein paar Bahnen zu ziehen und die eigene Technik – etwa das Kraulen – zu verbessern.
- Familien mit Kindern: Unter Beachtung der Sicherheitsregeln und mit der nötigen Aufsicht bietet das Bad auch Familien einen ungewöhnlichen Ausflugsort. Für Kinder gibt es zudem Schwimmunterricht.
- Nachbarschaft und Community: Über die speziellen Badetage für verschiedene Gemeinschaften und das Diskursprogramm wird das Volksbad zu einem Treffpunkt, der weit über das reine Schwimmen hinausgeht.
- Kultur- und Theaterinteressierte: Wer die Volksbühne und ihre neue Intendanz kennenlernen möchte, erlebt hier einen ungewöhnlichen ersten Auftritt des Hauses – Kultur, die buchstäblich auf die Straße geht.
Gerade diese Mischung macht den Reiz des Projekts aus: Es ist kein exklusiver Ort für eine bestimmte Zielgruppe, sondern ein bewusst offener Raum, an dem sich ganz unterschiedliche Menschen begegnen können.
Das Volksbad als kulturelles und stadtpolitisches Statement
Über den unmittelbaren Badespaß hinaus ist das Volksbad ein bewusst gesetztes Statement. Die neue Intendanz versteht das Becken als erste urbane Intervention und als sommerliche Einladung an die ganze Stadt. In einer Metropole, in der öffentliche Infrastruktur in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts abgebaut und öffentliche Orte zunehmend kommerzialisiert und kontrolliert wurden, setzt das Volksbad einen Kontrapunkt: einen kostenlosen, offenen, für alle zugänglichen Ort mitten im Zentrum. Damit rückt das Projekt auch die Frage nach dem Zustand der Berliner Bäder und der städtischen Infrastruktur in den Fokus. Der Mangel an öffentlichen Schwimmbädern, sanierungsbedürftige Anlagen und die soziale Bedeutung von Orten, an denen Menschen unabhängig von Herkunft und Einkommen zusammenkommen, sind Themen, die viele Berlinerinnen und Berliner unmittelbar betreffen. Indem ein Theater ein Becken auf einen seiner zentralsten Plätze stellt, wird diese Debatte sicht- und erlebbar – nicht als abstrakte Diskussion, sondern als konkretes Angebot zum Mitmachen.
Zugleich verweist das Volksbad auf die künstlerische Handschrift des Hauses. Der Gedanke, dass schon das gemeinsame Planschen und Bespritzen mit Wasser eine theatralische Qualität haben kann, verbindet den Alltag des Badens mit der Idee von Performance und gemeinschaftlichem Erleben. Wasser wird hier nicht nur als Element der Abkühlung verstanden, sondern als Medium, das Menschen zusammenbringt. So wird aus einem Freibad ein Ort, an dem Kultur, Stadtgesellschaft und Alltag ineinandergreifen.
Nicht zuletzt ist das Volksbad auch ein symbolischer Neuanfang. Es markiert den Auftakt einer neuen Ära an der Volksbühne und ein „Hallo" an die Nachbarschaft – ein einladendes, unkompliziertes Signal, dass sich das Haus öffnen und mit der Stadt in Beziehung treten will. Zum Ende der Badesaison und zum Beginn der ersten regulären Spielzeit ist zudem ein Übergang angekündigt, bei dem ein Team rund um schwimmende Performances den Wechsel vom Bad zum Theaterbetrieb gestaltet. Das Bad ist damit nicht das Ende, sondern der Anfang eines größeren Programms.
Häufige Fragen zum Volksbad Berlin (FAQ)
Was kostet der Eintritt ins Volksbad? Der Eintritt ist kostenlos. Das Volksbad ist ein kostenloses öffentliches Schwimmbad auf Zeit. Nötig ist lediglich ein kostenloses Zeitfensterticket, das online im Webshop der Volksbühne gebucht wird.
Ab wann kann ich Tickets buchen? Die Buchung startet am 4. August. Die Zeitfenster werden anschließend jeweils drei Tage vor dem gewünschten Badetag freigeschaltet.
Wie lange darf ich bleiben? Ein Zeitfensterticket berechtigt zu einem Aufenthalt von zwei Stunden – sowohl im Becken als auch in der Aufenthaltszone.
Wann hat das Volksbad geöffnet? Geöffnet ist vom 7. August bis 1. Oktober. Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 12:00 bis 20:00 Uhr, Donnerstag von 13:00 bis 21:00 Uhr. Montags, sonntags und an Feiertagen findet kein Badebetrieb statt.
Wie tief ist das Becken? Das Becken ist 1,3 Meter tief. Kinder und Nichtschwimmer dürfen nur unter Einhaltung der Sicherheitsregeln ins Wasser; vor Ort sind Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Einsatz.
Muss ich einen Ausweis vorzeigen? Nein. Der Zugang ist gratis und ohne Ausweispflicht. Ein gebuchtes Zeitfensterticket solltet ihr aber bereithalten.
Gibt es Umkleiden und Schließfächer? Ja. Für die Besucherinnen und Besucher stehen Umkleiden, Toiletten und Schließfächer bereit.
Wie komme ich am besten hin? Am einfachsten mit den Öffentlichen: U2 bis Rosa-Luxemburg-Platz, S-Bahn bis Alexanderplatz, Bus 200 oder 142, Tram M2 oder M8. Fahrradstellplätze sind vorhanden; von der Anreise mit dem Auto wird wegen begrenzter Parkplätze abgeraten.
Das Volksbad an der Volksbühne ist eines der ungewöhnlichsten Sommerangebote, die Berlin in diesem Jahr zu bieten hat: ein kostenloses 25-Meter-Becken mitten in Mitte, offen für alle, ohne Ausweispflicht und eingebettet in ein kulturelles Programm, das weit über das Schwimmen hinausreicht. Vom 7. August bis 1. Oktober verwandelt sich der Rosa-Luxemburg-Platz in einen öffentlichen Badeort, der Nachbarschaft, Kultur und Stadtgesellschaft zusammenbringt. Wer dabei sein möchte, sollte sich vor allem eines merken: Die kostenlosen Zeitfenstertickets gibt es ab dem 4. August online im Webshop der Volksbühne, und die Slots werden jeweils drei Tage vor dem Badetag freigeschaltet. Wer flexibel plant, rechtzeitig bucht und die Öffnungszeiten im Blick behält, kann sich diesen Sommer ein besonderes Erlebnis sichern – schwimmen, verweilen und Berlin von einer neuen, erfrischenden Seite erleben, mitten im Herzen der Stadt.
Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in Deutschland und der Welt:Wie Funktioniert Der RE1-Ersatzverkehr Zwischen Berlin Und Frankfurt (Oder) Bis Zum 15. August 2026





