Tulpensonntag 2026: Welche Straßen sind gesperrt und wo kann man noch einkaufen

Am Sonntag, dem 15. Februar 2026, wird das öffentliche Leben in den deutschen Karnevalshochburgen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, massiv eingeschränkt. Aufgrund der traditionellen „Veedelszöch“ und Stadtteilumzüge werden in Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz hunderte Straßenzüge bereits ab 06:00 Uhr morgens für den Individualverkehr komplett gesperrt. Da dieser Tag auf einen Sonntag fällt, bleibt der reguläre Einzelhandel gemäß dem Ladenschlussgesetz geschlossen; lediglich Bahnhöfe und Tankstellen bieten eine Notversorgung an. Die Behörden warnen vor rigorosen Abschleppmaßnahmen entlang der Zugwege, um die Sicherheit der Umzugsteilnehmer zu gewährleisten. Darüber berichtet die Redaktion von Renewz.de.
Massive Straßensperrungen: Wo das Auto am 15. Februar stehen bleiben muss
In den Zentren der Karnevalshochburgen wird der Autoverkehr am Tulpensonntag fast vollständig zum Erliegen kommen. Die Sperrungen dienen dem Schutz der Umzugswege und der Millionen von Zuschauern, die an den Straßenrändern erwartet werden.
- Köln: Die gesamte Innenstadt innerhalb der Ringe ist betroffen. Besonders gesperrt sind die Gebiete rund um den Chlodwigplatz, die Severinstraße und den Bereich Neumarkt/Hohe Straße. Die Sperrungen beginnen meist um 07:30 Uhr und dauern bis in die späten Abendstunden.
- Düsseldorf: Hier wird die Königsallee („Kö“) für das traditionelle Straßentreiben komplett für Fahrzeuge abgeriegelt. Auch in den Stadtteilen wie Niederkassel und Gerresheim kommt es wegen lokaler Umzüge zu temporären Vollsperrungen der Hauptverkehrsstraßen.
- Parkverbote: Entlang der markierten Zugwege gilt ein absolutes Halteverbot. Fahrzeuge, die am 15. Februar ab 06:00 Uhr dort parken, werden ohne Vorwarnung abgeschleppt. Die Kosten für das Abschleppen belaufen sich 2026 auf ca. 280 € bis 350 €.
Einkaufen am Tulpensonntag: Was hat in Deutschland geöffnet
Da der Tulpensonntag 2026 ein regulärer Sonntag ist, greifen in Deutschland die strengen Ladenschlussgesetze. Ein verkaufsoffener Sonntag ist in den meisten Karnevalsstädten aufgrund des hohen Sicherheitsaufkommens nicht genehmigt worden.
- Supermärkte & Discounter: Läden wie ALDI, LIDL, REWE oder EDEKA bleiben landesweit geschlossen.
- Bahnhöfe & Flughäfen: Geschäfte für den Reisebedarf (z.B. REWE To Go im Kölner Hbf oder Shops im Düsseldorfer Flughafen) haben geöffnet. Hier ist jedoch mit extremem Andrang durch Karnevalstouristen zu rechnen.
- Bäckereien: Viele lokale Bäcker dürfen sonntags für 3 bis 5 Stunden öffnen (meist bis 11:00 Uhr).
- Apotheken: Nur Notdienstapotheken sind offen. Die nächstgelegene Notapotheke finden Sie unter www.aponet.de.
Logistik-Check: Transport und Gebühren am 15. Februar 2026
Für Besucher und Anwohner ist die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) am Tulpensonntag zwingend erforderlich, da Parkplätze in den Innenstädten faktisch nicht vorhanden sind.
Übersicht: Verkehr und Kosten
| Dienstleistung / Vorfall | Status am 15.02.2026 | Geschätzte Kosten / Tarif |
| ÖPNV (KVB/Rheinbahn) | Verstärkter Takt (alle 5-10 Min) | Regulärer VRR/VRS-Tarif |
| Abschleppgebühr | Sofortige Vollstreckung | 280 € - 350 € |
| Taxi-Verfügbarkeit | Stark eingeschränkt in Zentren | Standardtarif + Wartezeit |
| P+R Parkplätze | Geöffnet (Stadtrand) | Meist kostenlos / Tagesticket |
Verhaltenstipps und Informationsquellen
Um Bußgelder und Stress zu vermeiden, sollten sich Anwohner und Besucher digital informieren. Die Städte bieten Echtzeit-Karten der Sperrungen an.
- Apps nutzen: Installieren Sie die App NINA oder KATWARN, um Warnungen zu Straßensperrungen oder Überfüllungen direkt auf das Smartphone zu erhalten.
- Webseiten prüfen: Aktuelle Listen der gesperrten Straßen finden Sie unter www.koeln.de/verkehr oder www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement.
- Navigationssysteme: Anbieter wie Google Maps oder Waze aktualisieren die Sperrungen oft erst mit Verzögerung. Verlassen Sie sich am Tulpensonntag primär auf die physische Beschilderung vor Ort.
Für Menschen, die sich derzeit in Deutschland aufhalten, bedeutet der Tulpensonntag eine logistische Herausforderung. Die strikte Trennung zwischen Feierzonen und gesperrten Verkehrsraum erfordert eine präzise Planung, insbesondere wenn dringende Erledigungen anstehen. Während das öffentliche Leben in den Karnevalsregionen fast vollständig auf das Brauchtum ausgerichtet ist, bleibt die Grundversorgung über Bahnhöfe und Tankstellen gesichert, sofern man die gesperrten Innenstädte großräumig umfährt.
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