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Tennisschläger wählen: 5 technische Tipps gegen Schmerzen, Fehler

Tennisschläger wählen: 5 technische Tipps gegen Schmerzen, Fehler

Juli 14, 2025
Monika Schmidt
Wie du den richtigen Tennisschläger findest: 5 technische Tipps, Testmöglichkeiten ab 1 €, häufige Fehler und passende Modelle für jedes Spielniveau.

Die Wahl des richtigen Tennisschlägers beeinflusst Leistung, Technikentwicklung und Gesundheit – und ist daher weit mehr als Geschmackssache. Ob Anfängerin, Jugendspieler oder ambitionierter Clubspieler: Jede Zielgruppe braucht ein angepasstes Modell. Ein zu leichter oder zu kopflastiger Schläger kann langfristig zu Schulterproblemen, Tennisarm oder Handgelenksbeschwerden führen.

Viele Freizeitspieler:innen orientieren sich beim Kauf an bekannten Marken oder Profi-Vorbildern, etwa Carlos Alcaraz mit Babolat oder Novak Djokovic mit HEAD, ohne zu wissen, dass deren Modelle für Turnierbedingungen gebaut sind – und nicht für den Wochenendplatz.

RENEWZ.de zeigt in dieser Übersicht, welche Schlägerkriterien (Gewicht, Balance, Saitenbild) für Kinder, Anfänger, Fortgeschrittene, Turnierspieler und Hobbyspieler wirklich zählen – und warum eine fundierte Auswahl Verletzungen vorbeugen kann.

Übersicht: Welcher Schläger für welches Niveau

SpielertypAlter / NiveauGewichtBalancepunktRahmenhärteSaitenbildZiel des Schlägers
1. Kinder (6–13)U10–U14230–260 g~330 mmweich16x19Leicht, gelenkschonend, Spielspaß
2. Anfängerin (14+)Freizeit, 0–2 Jahre265–275 g325–330 mmmittelweich16x19Fehlerverzeihung, Komfort, Spin lernen
3. Fortgeschrittene2–4 Jahre Training275–285 g320–325 mmmittelfest16x19Stabilität, Rückmeldung, Technikaufbau
4. ClubspielerinTurnier/Hobbyteam285–295 g≤ 320 mmfest16x19 oder 18x20Kontrolle unter Druck, präzises Spiel
5. Turnierspielerin / LKLK 1–12 / WTA Niveau300–315 g≤ 310 mmsehr fest18x20maximale Präzision, direkter Ballkontakt

Erläuterungen zu den Kategorien

1. Kinder (6–13 Jahre)

Kinder benötigen ein möglichst leichtes Modell mit kindgerechter Balance und kürzerem Griff. Wichtig sind geringe Vibration, sichere Kontrolle und Spaß am Spiel. Modelle mit 230–260 g und weichem Rahmen vermeiden Fehlhaltungen und Überlastungen im Wachstum.

2. Anfängerinnen (14+)

Spielerinnen, die mit Tennis beginnen, profitieren von fehlerverzeihenden, komfortablen Schlägern. Das Gewicht darf nicht zu hoch sein, aber sollte genug Masse bieten, um den Ball stabil über das Netz zu bringen. Das Ziel ist hier: Technikaufbau ohne Überlastung.

3. Fortgeschrittene Freizeitspielerinnen

Wer regelmäßig spielt (2–3× Woche), braucht ein Modell, das Rückmeldung über die Schlagtechnik gibt. Schläger zwischen 275–285 g mit neutralem Balancepunkt ermöglichen stabilen Ballkontakt, fördern Spin und zeigen Fehler klar.

4. Club- und Teamspielerinnen

In Liga- oder Turnierumgebungen steigen Tempo, Druck und Anforderung an Präzision. Ein härterer Rahmen und mehr Gewicht erhöhen die Kontrolle, senken aber den Komfort. Spielerinnen sollten hier technisch stabil sein und gezielt arbeiten.

5. Leistungsspielerinnen / Profis

Wer auf LK-Niveau oder höher spielt, braucht vollständige Kontrolle und unmittelbare Ballrückmeldung. Diese Schläger sind schwer, eng besaitet und kaum fehlerverzeihend – aber sie geben Elite-Spielerinnen die Kontrolle, die sie im Wettkampf brauchen.

5 wichtige Tipps zur Schlägerwahl – aus Trainersicht

1. Nicht nur nach Gewicht gehen

Ein leichter Schläger wirkt bequem – doch zu wenig Masse destabilisiert den Schlag und fördert technische Fehler. Insbesondere Spieler:innen unter 275 g verlieren Kontrolle bei gegnerischem Tempo. Ideal sind 275–285 g für fortgeschrittene Freizeitspieler:innen.

2. Balance ist entscheidender als viele denken

Ein kopflastiger Schläger fühlt sich „schnell“ an, belastet aber unbewusst Handgelenk und Ellenbogen. Modelle mit Balancepunkt unter 325 mm sind deutlich schonender – besonders für alle, die mehr Kontrolle als rohe Power suchen.

3. Rahmenhärte liefert Feedback

Weiche Rahmen kaschieren technische Mängel, harte Rahmen machen sie sichtbar. Wer besser werden will, sollte ein Modell mit mindestens 65 RA wählen – das verbessert die Treffgenauigkeit messbar. Feedback trainiert automatisch.

4. Saitenbild beeinflusst Spielstil

16x19-Besaitung unterstützt Spin und ist fehlertolerant – ideal für Anfänger und Fortgeschrittene. Wer präzise Linien spielt, bevorzugt 18x20. Die Saitenspannung sollte nicht über 26 kg liegen, sonst steigt das Risiko für den „Tennisarm“.

5. Vor dem Kauf testen – unbedingt

Schlägerwahl ist individuell – was für Profis funktioniert, kann für Hobbyspieler:innen ungeeignet sein. Daher: testen, vergleichen, analysieren. Und keine Entscheidung nach Farben oder „Coach-Empfehlung“ treffen, sondern nach Handgefühl und Technik.

Wer spielt womit? Profi-Beispiele aus der Tour

  • Carlos Alcaraz – Babolat Pure Aero VS
    Kontrollierter Spin, enge Besaitung, für explosive Konter.
  • Jannik Sinner – HEAD Speed MP 2024
    Balance aus Power und Präzision, härterer Rahmen, neutraler Punkt.
  • Iga Świątek – Tecnifibre Tempo 298 IGA
    Entwickelt für schnelle Topspinspielweise mit maximaler Kontrolle.
  • Aryna Sabalenka – Wilson Blade 98 16x19
    Hart, direkt, kraftvoll – keine Fehlerverzeihung, aber Präzisionswaffe.

Profis wählen gezielt nach Spielstil – nicht nach Marke. Ein Spin-orientierter Grundlinienspieler braucht andere Spezifikationen als eine Allcourt-Spielerin mit Netzspiel.

Tennisschläger testen? Tennis-Point macht’s möglich

Tennis-Point bietet einen klar strukturierten Mietservice in ganz Deutschland:

  • Kosten: 1 € pro Schläger, bis zu 3 gleichzeitig
  • Dauer: 1 Woche
  • Voraussetzung: Wohnsitznachweis (z. B. Meldebescheinigung) und Ausweis
  • Rückvergütung: Beim späteren Kauf eines Schlägers innerhalb eines Monats wird die Leihgebühr angerechnet
  • Sortiment: alle gängigen Marken (Wilson, Head, Babolat, Yonex etc.)

Das ist besonders hilfreich für Spieler:innen, die noch unsicher sind oder zwischen zwei Modellen schwanken. Ideal für Trainingswochen oder intensive Testtage vor Turnieren.

Ein Tennisschläger ist mehr als nur Ausrüstung – er ist dein verlängerter Arm, dein Taktgeber und manchmal auch dein Schutzschild gegen Frust auf dem Platz. Die Wahl des passenden Modells beeinflusst nicht nur dein Spiel, sondern auch deine Gesundheit und Motivation. Wer Technik ernst nimmt, sollte das Material genauso ernst nehmen.

Und ja – wie man so sagt: Einen Tennisschläger zu finden, ist wie den richtigen Partner zu wählen. Man kann viele ausprobieren, manche sehen gut aus, andere sind zu schwer – aber wenn du den richtigen in der Hand hast, merkst du es sofort. Bleibt nur eins: testen, spüren, vergleichen – und dann endlich… aufs Match konzentrieren, nicht auf die Schmerzen.

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Foto von renewz.de

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