Sturmtief bringt Schnee und Glätte: DWD warnt vor erheblichen Einschränkungen am Freitag

Ein ausgeprägtes winterliches Sturmtief zieht am Freitag über Berlin und Brandenburg hinweg und sorgt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes für Schnee, Glätte und erhebliche Verkehrsrisiken, berichtet Renewz unter Berufung auf berlin.de. Die Meteorologen rechnen mit anhaltendem Schneefall, zeitweise gefrierendem Regen sowie kräftigem Ostwind, der die Situation zusätzlich verschärfen kann.
Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sprach in Potsdam von einer außergewöhnlich angespannten Wetterlage. Das Tiefdruckgebiet bringe winterliche Niederschläge in einer Intensität, die in dieser Kombination mit Wind nur selten auftrete. Besonders problematisch seien die eingeschränkte Sicht und die Gefahr von Schneeverwehungen, die Straßen und Verkehrswege kurzfristig blockieren können.
Für Freitag, den 9. Januar 2026, veröffentlichte der DWD zwei amtliche Wetterwarnungen sowie eine Unwetter-Vorbabinformation. Bereits ab den frühen Morgenstunden gilt eine Warnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Erwartet werden Schneemengen von bis zu 15 Zentimetern. In Verbindung mit teils stürmischen Böen können sich Verwehungen bilden, die zu massiven Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr führen. Zudem besteht vielerorts erhöhte Glättegefahr. Ob die Wetterlage offiziell als Unwetter eingestuft wird, war zunächst noch offen.
Die Warnungen gelten ab 3 Uhr morgens und sollen nach aktueller Prognose bis Samstag um 3 Uhr andauern. Der Deutsche Wetterdienst rät dringend dazu, Aufenthalte im Freien sowie nicht notwendige Fahrten zu vermeiden. Bürgerinnen und Bürger sollten zudem ihr Umfeld informieren und insbesondere gefährdete Personen auf mögliche Risiken aufmerksam machen.
Die Auswirkungen des Glatteises zeigen sich bereits im Berliner Unfallkrankenhaus. Dort werden derzeit zahlreiche Verletzte nach Stürzen auf vereisten Wegen behandelt. Seit mehreren Tagen kämen Patienten mit Knochenbrüchen, Platzwunden am Kopf oder Schädel-Hirn-Traumata in die Notaufnahme, erklärte Sprecherin Angela Kijewski. Die hohe Zahl an Behandlungen führe zu längeren Wartezeiten. Sie riet dazu, jedes vermeidbare Risiko zu unterlassen und empfahl den Einsatz von Schuhspikes, um die Standfestigkeit zu verbessern. Zudem appellierte sie an die Bevölkerung, Nachbarn zu unterstützen und insbesondere älteren Menschen Besorgungen abzunehmen.
Auch der Flugverkehr bleibt von der Wetterlage nicht verschont. Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) teilte mit, dass zwar umfangreiche Vorbereitungen auf den starken Schneefall getroffen worden seien, dennoch aber mit Beeinträchtigungen gerechnet werde. Der massive Wintereinbruch betreffe mehrere Flughäfen in Deutschland. Abflüge könnten sich verzögern, Flugpläne durcheinandergeraten und einzelne Verbindungen durch die Airlines gestrichen werden. Passagiere werden gebeten, den Status ihrer Flüge regelmäßig zu prüfen und bei der An- und Abreise zusätzliche Zeit einzuplanen.
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