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Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Berlin, Potsdam und Brandenburg und wo kann man sie sehen?

Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Berlin, Potsdam und Brandenburg und wo kann man sie sehen?

August 11, 2026
Monika Schmidt
Sonnenfinsternis 2026 in Berlin, Potsdam und Brandenburg: genaue Uhrzeit am 12. August, rund 85 Prozent Bedeckung, beste Sicht, Schutzbrille, Beobachtungsorte und wichtige Sicherheitstipps.

Die Sonnenfinsternis 2026 wird am Mittwochabend, 12. August, über Berlin, Potsdam und Brandenburg als tiefe partielle Sonnenfinsternis sichtbar: In Berlin beginnt der Mond gegen 19:15 Uhr, sich vor die Sonne zu schieben, gegen 20:08 Uhr wird mit rund 85 Prozent Bedeckung der stärkste sichtbare Effekt erreicht, kurz danach verschwindet die tief stehende Sonne bereits am westlichen Horizont. Eine totale Sonnenfinsternis gibt es in der Hauptstadtregion nicht. Die Zone der Totalität verläuft weiter westlich über Teile der Arktis, Grönland, Island und Spanien. Für Berlin und Brandenburg bedeutet das dennoch eine außergewöhnlich starke partielle Finsternis, bei der nur noch ein schmaler Teil der Sonnenscheibe sichtbar bleibt, berichtet die Redaktion von Renewz.de.

Entscheidend für Beobachter ist nicht nur das Wetter, sondern vor allem ein freier Blick nach Westen: Häuser, Bäume und selbst niedrige Hügel können die Sonne kurz vor dem Maximum verdecken, weil das gesamte Ereignis unmittelbar vor Sonnenuntergang stattfindet. Die Stiftung Planetarium Berlin nennt für die Hauptstadt einen Beginn um 19:15 Uhr, den Höhepunkt um 20:08 Uhr und Sonnenuntergang gegen 20:37 Uhr. Dabei werden bis zu rund 85 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt.

Sonnenfinsternis 2026 in Berlin: Um wie viel Uhr beginnt sie und wann ist das Maximum

Für Berlin ist der zeitliche Ablauf besonders klar. Nach den Angaben der Stiftung Planetarium Berlin beginnt die partielle Sonnenfinsternis am Mittwoch, 12. August 2026, gegen 19:15 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt berührt der Mond aus Sicht der Erde erstmals sichtbar den Rand der Sonne. Anschließend wächst die dunkle Mondscheibe über fast eine Stunde weiter in die Sonnenscheibe hinein. Das Maximum wird gegen 20:08 Uhr erreicht. Dann sind in Berlin rund 85 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche verdeckt. Kurz danach nähert sich die Sonne bereits sehr schnell dem Horizont. Gegen 20:37 bis 20:38 Uhr geht sie unter.

Timeanddate berechnet für Berlin den Beginn um 19:15 Uhr, das Maximum um 20:08 Uhr und ein rechnerisches Ende um etwa 20:38 Uhr. Die angegebene Finsternisgröße beträgt dort 0,874. Die Totalität selbst ist in Berlin ausdrücklich nicht sichtbar.

OrtBeginn der partiellen FinsternisMaximumSichtbares EndeBesonderheit
Berlinca. 19:15 Uhrca. 20:08 Uhrca. 20:37–20:38 Uhrrund 85 % Bedeckung
Potsdam19:15–19:16 Uhrca. 20:08 UhrSonnenuntergang ca. 20:39 Uhrrund 85 % Bedeckung
Brandenburg an der Haveletwa 19:13–19:15 Uhrkurz nach 20 Uhrvor bzw. mit Sonnenuntergangtiefe partielle Finsternis
Cottbus19:16 Uhr20:09 Uhrca. 20:31 Uhrrund 85 % Bedeckung
Brandenburg insgesamtab etwa 19:13 Uhrkurz nach 20 Uhrje nach Ort beim Sonnenuntergangkeine Totalität

Für Cottbus werden beispielsweise 19:16 Uhr als Beginn und 20:09 Uhr als Maximum angegeben. Die Finsternis endet dort aufgrund des früheren Sonnenuntergangs schon gegen 20:31 Uhr. Für das Land Brandenburg insgesamt nennt Timeanddate einen Beginn der partiellen Phase ab etwa 19:13 Uhr; die Totalität ist im gesamten Bundesland nicht sichtbar.

Die Unterschiede zwischen Berlin, Potsdam und den umliegenden Orten betragen damit nur wenige Minuten. Für die praktische Beobachtung ist die Wahl des Standorts wesentlich wichtiger als eine Fahrt von einem Ort zum anderen. Wer einen freien westlichen Horizont hat, besitzt deutlich bessere Chancen als jemand, der zwar geografisch ein oder zwei Minuten günstiger steht, dessen Blick aber durch Gebäude oder Wald versperrt wird.

Warum die Sonnenfinsternis in Berlin so niedrig am Horizont steht

Der Zeitpunkt macht die Sonnenfinsternis am 12. August für Berlin besonders. Das Ereignis findet nicht mittags statt, wenn die Sonne hoch über der Stadt steht, sondern unmittelbar vor Sonnenuntergang.

Das bedeutet: Je näher das Maximum um 20:08 Uhr rückt, desto niedriger steht die Sonne. Schon einzelne Häuserreihen können deshalb entscheidend sein. Ein Standort zwischen hohen Gebäuden in Mitte, Prenzlauer Berg, Charlottenburg oder Kreuzberg kann astronomisch völlig ungeeignet sein, obwohl der Himmel darüber wolkenlos ist.

Wer beobachten möchte, sollte deshalb nicht einfach nach einem bekannten Aussichtspunkt suchen, sondern nach einem Ort mit möglichst freiem Blick Richtung Westen bis Nordwesten.

Besonders geeignet können große Freiflächen, offene Wiesen, breite Uferbereiche und erhöhte Plätze sein. Entscheidend ist immer die konkrete Blickrichtung am Abend.

Sonnenfinsternis in Potsdam 2026: AIP lädt zur Beobachtung nach Babelsberg

In Potsdam gibt es am 12. August eine besonders naheliegende Möglichkeit, das Ereignis mit astronomischer Begleitung zu erleben. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, AIP, veranstaltet auf seinem Campus Babelsberg ein öffentliches Programm zur partiellen Sonnenfinsternis. Die Veranstaltung ist für 12. August 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr angekündigt und findet am Campus Babelsberg, An der Sternwarte 16, 14482 Potsdam, statt. Vorgesehen sind Vorträge sowie Sonnenbeobachtungen.

Das AIP beschreibt die Veranstaltung als kleines Programm mit Vorträgen und gemeinsamer Beobachtung. Im Rahmen der Langen Nacht der Astronomie sollen Besucher zunächst Informationen aus der Sonnenphysik erhalten und anschließend die Finsternis gemeinsam beobachten.

Für Potsdam selbst nennt das Institut folgenden Ablauf: Der Mond beginnt um 19:15 Uhr, vor die Sonne zu treten. Die größte Verdunkelung wird gegen 20:08 Uhr erreicht und beträgt etwa 85 Prozent. Die Sonne geht gegen 20:38 Uhrunter, sodass das tatsächliche Ende der Finsternis dort nicht mehr vollständig sichtbar ist.

Eine zweite angekündigte Potsdamer Beobachtungsmöglichkeit befindet sich nach Angaben regionaler Berichte auf der Habichtwiese in Potsdam-Bornstedt, wo eine vom URANIA-Planetarium Potsdam organisierte Beobachtung vorgesehen ist.

Für Potsdamer bedeutet das: Man muss nicht zwingend nach Berlin fahren. Die geometrischen Bedingungen sind praktisch gleich, und Potsdam bietet mit seinem astronomischen Forschungsumfeld sogar mehrere fachlich begleitete Möglichkeiten.

Wo kann man die Sonnenfinsternis 2026 in Berlin beobachten?

Die größte öffentliche astronomische Veranstaltung der Hauptstadt findet im Zeiss-Großplanetarium statt. Dort wird am 12. August die bundesweite Lange Nacht der Astronomie 2026 veranstaltet. Nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin läuft das Programm von 17 Uhr bis 1 Uhr, der Eintritt zu Veranstaltung und Programmpunkten ist kostenlos.

Die Sonnenfinsternis steht dabei im Mittelpunkt des frühen Abends. Von 18 bis 21 Uhr ist ein Live-Angebot zur Sonnenfinsternis vorgesehen. Im Foyer soll ein Livestream auf einer LED-Wand laufen; zwischen 19 und 21 Uhr ist zusätzlich die offizielle Live-Sendung der Langen Nacht der Astronomie im Kinosaal angekündigt. Darüber hinaus gibt es astronomische Vorträge und Workshops.

Für die reine Beobachtung unter freiem Himmel gilt aber: Wer einen großen, freien Westhorizont findet, benötigt nicht zwingend ein Planetarium. Berlin verfügt über mehrere ausgedehnte offene Flächen, die grundsätzlich gute Sichtachsen bieten können. Entscheidend bleibt, vor Ort zu prüfen, ob Häuser, Baumreihen oder Gelände den tief stehenden westlichen Himmel verdecken.

Geeignet können beispielsweise große Freiflächen wie das Tempelhofer Feld, offene Bereiche des Tiergartens, erhöhte Punkte mit Westblick sowie breite Uferabschnitte sein. Bei solchen Orten handelt es sich jedoch nicht automatisch um offiziell organisierte Beobachtungsplätze. Wer dort selbst beobachtet, ist auch selbst für geeigneten Augenschutz verantwortlich.

Wie stark wird die Sonnenfinsternis 2026 in Berlin und Brandenburg?

In Berlin werden nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin bis zu rund 85 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Das ist deutlich mehr als bei vielen partiellen Finsternissen, die in Deutschland in den vergangenen Jahren sichtbar waren.

Dabei sollte allerdings zwischen zwei Begriffen unterschieden werden: Finsternisgröße und Bedeckungsgrad sind astronomisch nicht exakt dasselbe. Timeanddate gibt für Berlin beispielsweise eine Magnitude von 0,874 an. Diese Zahl beschreibt vereinfacht, wie weit der Monddurchmesser bei maximaler Finsternis über den Sonnendurchmesser geschoben ist. Der tatsächlich verdeckte Flächenanteil wird separat angegeben.

Für die Alltagserfahrung ist dieser Unterschied weniger entscheidend. Sichtbar wird eine sehr schmale verbleibende Sonnensichel.

Deutschland liegt am 12. August außerhalb der Totalitätszone. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erklärt, dass die Finsternis im ganzen Bundesgebiet nur partiell zu sehen ist. Je weiter südlich und westlich der Beobachtungsort liegt, desto größer kann der Bedeckungsgrad ausfallen; im Südwesten Deutschlands werden Werte von bis zu etwa 90 Prozent erreicht.

Berlin und Brandenburg liegen etwas weiter nordöstlich und kommen auf ungefähr 85 Prozent.

Das ist bereits genug, um das Sonnenlicht sichtbar zu verändern. Trotzdem bleibt die Sonne gefährlich hell. Auch wenn nur ein kleiner Teil ihrer Fläche sichtbar bleibt, darf dieser Rest nicht ohne Schutz betrachtet werden.

Ist die Sonnenfinsternis 2026 in Berlin total?

Nein. Das ist einer der wichtigsten Punkte für Leser, die nach totale Sonnenfinsternis Berlin, totale Sonnenfinsternis Deutschland 2026 oder ähnlichen Begriffen suchen.

Global handelt es sich am 12. August 2026 tatsächlich um eine totale Sonnenfinsternis. Die Totalitätszone ist jedoch nur ein relativ schmaler Streifen auf der Erde. Sie verläuft unter anderem über Grönland, Island und Spanien. Berlin, Potsdam und Brandenburg liegen deutlich außerhalb dieser Zone.

In Berlin wird die Sonne daher zu keinem Zeitpunkt vollständig vom Mond bedeckt. Das ist sicherheitsrelevant. Während einer echten Totalität darf die vollständig bedeckte Sonne innerhalb der sehr kurzen Totalitätsphase unter bestimmten Umständen ohne Filter betrachtet werden. Diese Situation tritt in Berlin jedoch überhaupt nicht ein.

Die Sonnenfinsternis ist hier vom Anfang bis zum Sonnenuntergang partiell. Das bedeutet: Die Sonnenfinsternis-Brille bleibt während jeder direkten Beobachtung notwendig.

Sonnenfinsternis-Brille 2026: Welche Schutzbrille ist wirklich geeignet

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat vor der Sonnenfinsternis ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur geeignete Schutzbrillen für den direkten Blick in die Sonne verwendet werden sollen. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. Eine Sonnenfinsternis-Brille sieht auf den ersten Blick wie eine einfache Pappbrille aus, verwendet aber hochwirksame Spezialfilter.

Eine geeignete Brille sollte für den direkten Blick in die Sonne bestimmt und nach den einschlägigen europäischen Sicherheitsanforderungen gekennzeichnet sein. Das BfS empfiehlt, auf eine entsprechende EU-konforme Kennzeichnung und einen unbeschädigten Filter zu achten.

Vor der Benutzung sollte die gesamte Filterfläche kontrolliert werden. Kratzer, kleine Löcher, Risse oder beschädigte Stellen können die Schutzwirkung beeinträchtigen.

Wer eine alte Sonnenfinsternis-Brille besitzt, sollte sie deshalb nicht automatisch wiederverwenden. Entscheidend ist ihr tatsächlicher Zustand.

Das Bundesamt warnt insbesondere vor vermeintlichen Eigenbau-Lösungen.

Nicht geeignet sind unter anderem normale Sonnenbrillen, geschwärzte Glasscheiben, CDs oder DVDs, Rettungsfolien, fotografische Filme und andere Materialien, die das Licht zwar dunkel erscheinen lassen, aber gefährliche Strahlungsanteile nicht zuverlässig herausfiltern.

Warum normale Sonnenbrillen bei einer Sonnenfinsternis nicht reichen

Normale Sonnenbrillen sind für alltägliche Lichtverhältnisse entwickelt. Sie reduzieren sichtbares Licht und schützen je nach Modell vor UV-Strahlung, sind aber nicht dafür konstruiert, minutenlang direkt in die Sonnenscheibe zu schauen. Bei einer Sonnenfinsternis entsteht häufig ein falsches Sicherheitsgefühl: Weil die Umgebung dunkler wird und der größte Teil der Sonne verschwindet, wirkt ihr verbleibender Teil weniger gefährlich.

Physikalisch bleibt dieser sichtbare Rest jedoch extrem hell. Auch eine zu dunkle Sonnenbrille kann problematisch sein, weil sie die Umgebung abdunkelt und die Pupille stärker öffnen kann, ohne die notwendige Filterwirkung für direkte Sonnenbeobachtung zu liefern.

Deshalb lautet die Grundregel einfach: Sonnenbrille ist nicht Sonnenfinsternis-Brille.

Was passiert, wenn man ohne Schutz in die Sonnenfinsternis schaut

Der gefährliche Teil ist nicht die Sonnenfinsternis selbst, sondern die starke Strahlung der Sonne. Beim direkten Blick kann intensive Strahlung die empfindlichen Strukturen der Netzhaut schädigen. Besonders problematisch ist, dass Netzhautschäden nicht unbedingt sofort durch Schmerz bemerkt werden.

Das BfS warnt deshalb ausdrücklich vor direkter Sonnenbeobachtung ohne geeignete Schutzmaßnahmen.

Mögliche Folgen können Sehstörungen, verschwommene Bereiche oder Beeinträchtigungen des zentralen Sehens sein. Bei ungewöhnlichen Sehproblemen nach direktem Sonnenblick sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Dass die Sonne am 12. August abends tief steht, macht sie nicht ungefährlich.

Auch wenige Grad über dem Horizont kann direktes Sonnenlicht das Auge schädigen.

Darf man eine Sonnenfinsternis mit Handy oder Kamera fotografieren

Beim Fotografieren einer Sonnenfinsternis gelten dieselben Sicherheitsregeln wie bei der direkten Beobachtung. Ein Smartphone-Display ersetzt keine Sonnenfinsternis-Brille: Wer während der Aufnahme neben dem Gerät direkt in die Sonne schaut, setzt die Augen weiterhin intensiver Strahlung aus. Bei Kameras mit Teleobjektiv, Ferngläsern und Teleskopen ist besondere Vorsicht nötig, weil optische Systeme das Sonnenlicht bündeln.

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt deshalb davor, die Sonne durch Kameras, Ferngläser oder Teleskope ohne geeignete Spezialfilter zu beobachten. Ein dafür vorgesehener Sonnenfilter wird am optischen System beziehungsweise vor dem Objektiv angebracht und darf nicht durch improvisierte Materialien ersetzt werden. Wer keine Erfahrung mit Sonnenfotografie hat, kann die Finsternis stattdessen indirekt aufnehmen oder eine professionell betreute Beobachtung nutzen.

Kann man eine Sonnenfinsternis-Brille selbst bauen

Eine improvisierte Sonnenfinsternis-Brille ist keine sichere Alternative zu einem geprüften Schutzprodukt. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät ausdrücklich von selbst gebauten Schutzmitteln ab. Einfach herstellen lässt sich dagegen eine Lochkamera oder ein Lochprojektor, bei dem kein direkter Blick in die Sonne notwendig ist.

Das Prinzip ist unkompliziert: Sonnenlicht fällt durch eine kleine Öffnung auf eine helle Fläche und erzeugt dort ein Abbild der Sonnenscheibe. Während der Finsternis verändert sich dieses Bild und erscheint zunehmend sichelförmig. Für eine einfache Konstruktion reichen zwei Stücke Karton. In den ersten Karton wird ein kleines Loch gestochen, anschließend hält man ihn mit dem Rücken zur Sonne so, dass das Licht durch die Öffnung auf den zweiten Karton fällt.

Entscheidend ist, ausschließlich das projizierte Bild zu betrachten. Auch ein Küchensieb kann denselben Effekt erzeugen: Die kleinen Öffnungen projizieren zahlreiche Miniaturbilder der teilweise verfinsterten Sonne auf den Boden. Für Familien und Kinder ist diese indirekte Beobachtungsmethode praktisch, weil kein direkter Blick zur Sonne erforderlich ist.

Sonnenfinsternis Berlin und Brandenburg: Welche Richtung muss man schauen?

Am 12. August 2026 steht die Sonne während der Finsternis in Berlin bereits tief im Westen. Das Maximum gegen 20:08 Uhr wird nur ungefähr eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang erreicht. Für einen geeigneten Beobachtungsplatz ist deshalb vor allem ein freier Blick zum westlichen Horizont entscheidend.

Lichtverschmutzung spielt bei einer Sonnenfinsternis kaum eine Rolle, weil die Sonne selbst sehr hell ist. Bäume, Häuser und andere Hindernisse können dagegen verhindern, dass die entscheidende Phase sichtbar bleibt. Ein bekannter Aussichtspunkt ist deshalb nicht automatisch besser als eine offene Fläche mit unverstelltem Westblick.

In Brandenburg bieten sich offene Felder, freie Wiesen und große Seenlandschaften an. Auch in Potsdam sollte der Standort so gewählt werden, dass Parkbäume, Gebäude oder Geländeerhebungen den tiefen westlichen Horizont nicht verdecken. Je näher der Sonnenuntergang rückt, desto stärker entscheidet die unmittelbare Umgebung darüber, wie lange die Finsternis tatsächlich beobachtet werden kann.

Wird das Wetter in Berlin zur Sonnenfinsternis mitspielen?

Nach der derzeitigen Prognose bestehen für Berlin am Mittwoch, 12. August 2026, grundsätzlich gute Sichtchancen. Für den frühen Abend werden überwiegend sonnige bis teilweise sonnige Bedingungen erwartet. Gegen 19 Uhr liegen die prognostizierten Temperaturen bei rund 24 Grad, gegen 20 Uhr bei etwa 22 Grad.

Für die Beobachtung reicht jedoch eine allgemein sonnige Wetterlage nicht aus. Entscheidend ist die Bewölkung direkt am westlichen Horizont, denn selbst eine schmale Wolkenschicht kann die tief stehende Sonne während der wichtigsten Minuten verdecken. Relevant ist vor allem der Zeitraum zwischen ungefähr 19:15 und 20:40 Uhr.

Die kurzfristige Wolkenentwicklung sollte deshalb am 12. August noch einmal geprüft werden. Gerade bei einem Ereignis kurz vor Sonnenuntergang können lokale Wolkenfelder wichtiger sein als die allgemeine Tagesprognose.

Sonnenfinsternis und Perseiden am selben Abend

Der 12. August 2026 verbindet zwei astronomische Ereignisse. Am frühen Abend steht die Sonnenfinsternis im Mittelpunkt, während in derselben Nacht die Perseiden ihren jährlichen Aktivitätshöhepunkt erreichen. Für Beobachter in Berlin und Brandenburg entstehen damit zwei klar getrennte Phasen.

Zwischen etwa 19:15 Uhr und Sonnenuntergang geht es zunächst um die teilweise bedeckte Sonne. Erst nach Einbruch der Dunkelheit werden die Bedingungen für Sternschnuppen interessant. Die Stiftung Planetarium Berlin verbindet beide Ereignisse mit der Langen Nacht der Astronomie und plant neben der Sonnenfinsternis Vorträge, Beobachtungen und weitere Programmpunkte bis in die Nacht.

Für die Perseiden sind Standorte außerhalb des stark beleuchteten Berliner Zentrums günstiger. Dunklere Gebiete Brandenburgs bieten nach Sonnenuntergang bessere Bedingungen für Meteore, während für die Finsternis noch ein möglichst freier Westhorizont benötigt wird. Der Neumond verbessert die Voraussetzungen zusätzlich, weil störendes Mondlicht fehlt.

Wann war die letzte Sonnenfinsternis in Berlin?

Die vorherige in Deutschland sichtbare partielle Sonnenfinsternis fand am 29. März 2025 statt. Ihr Bedeckungsgrad fiel deutlich geringer aus als bei der Finsternis vom August 2026. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt reichte die Bedeckung 2025 innerhalb Deutschlands ungefähr von elf Prozent in München bis zu rund 25 Prozent an Teilen der Nord- und Ostseeküste.

In Berlin werden am 12. August 2026 dagegen ungefähr 85 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt. Der Unterschied ist erheblich, auch wenn die Finsternis in der Hauptstadt weiterhin partiell bleibt. Historisch besonders bekannt ist in Deutschland die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999, deren Totalitätszone durch Teile Süddeutschlands verlief.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Berlin?

Nach dem 12. August 2026 folgt in Berlin bereits am 2. August 2027 eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Zwischen einer partiellen und einer totalen Finsternis besteht allerdings ein grundlegender Unterschied: Bei einer partiellen Finsternis bleibt ein Teil der Sonnenscheibe sichtbar, während bei einer totalen Finsternis die Sonne am Beobachtungsort vollständig vom Mond bedeckt wird.

Eine totale Sonnenfinsternis über Deutschland ist wesentlich seltener. Nach Angaben des DLR wird die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland erst 2081 sichtbar sein. Wer lediglich nach der nächsten in Berlin beobachtbaren Sonnenfinsternis sucht, muss dagegen nur bis August 2027 warten.

Sonnenfinsternis 2026 in Berlin, Potsdam und Brandenburg: Fragen und Antworten

Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Berlin?

Die partielle Sonnenfinsternis findet am Mittwoch, 12. August 2026, statt. In Berlin beginnt die sichtbare partielle Phase gegen 19:15 Uhr und dauert bis zum Sonnenuntergang.

Um wie viel Uhr ist das Maximum in Berlin?

Das Maximum wird gegen 20:08 Uhr erreicht. Nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin sind zu diesem Zeitpunkt rund 85 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt.

Wann endet die Sonnenfinsternis in Berlin?

Die Sonne geht in Berlin gegen 20:37 bis 20:38 Uhr unter. Für Beobachter endet die sichtbare Finsternis deshalb praktisch mit dem Verschwinden der Sonne unter dem westlichen Horizont.

Wann beginnt die Sonnenfinsternis in Potsdam?

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam nennt 19:15 Uhr als Beginn der partiellen Phase. Das Maximum folgt auch dort gegen 20:08 Uhr, sodass die Zeiten nahezu mit Berlin übereinstimmen.

Ist die Sonnenfinsternis in Berlin total?

Nein, Berlin liegt außerhalb der Totalitätszone und erlebt eine partielle Sonnenfinsternis mit ungefähr 85 Prozent Bedeckung. Die Zone der Totalität verläuft weiter westlich unter anderem über Grönland, Island und Spanien.

Wo kann man die Sonnenfinsternis in Berlin sehen?

Geeignet ist grundsätzlich jeder Standort mit möglichst freiem Blick zum westlichen Horizont. Zusätzlich veranstaltet die Stiftung Planetarium Berlin im Zeiss-Großplanetarium die Lange Nacht der Astronomie mit Livestreams, Vorträgen und weiteren Programmpunkten; der Eintritt wurde als kostenlos angekündigt.

Gibt es eine Veranstaltung zur Sonnenfinsternis in Potsdam?

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam hat am Campus Babelsberg, An der Sternwarte 16, von 17 bis 20 Uhr ein Programm mit Vorträgen und Sonnenbeobachtung angekündigt. Eine weitere Beobachtungsveranstaltung ist für die Habichtwiese in Potsdam-Bornstedt vorgesehen und wird vom URANIA-Planetarium Potsdam organisiert.

Braucht man eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille?

Für den direkten Blick zur Sonne ist eine geeignete Sonnenfinsternis-Brille erforderlich. Normale Sonnenbrillen reduzieren sichtbares Licht, bieten aber keinen ausreichenden Schutz für eine direkte Sonnenbeobachtung.

Kann man eine Sonnenfinsternis-Brille selbst basteln?

Selbst gebaute Schutzfilter sind nicht empfehlenswert, und das Bundesamt für Strahlenschutz rät von Schutzmitteln Marke Eigenbau ab. Eine sichere Alternative ohne direkten Sonnenblick ist ein Lochprojektor, der das Sonnenbild auf eine helle Fläche projiziert.

Darf man mit einem Fernglas in die Sonnenfinsternis schauen?

Nur mit einem speziell für das jeweilige optische Gerät vorgesehenen Solarfilter. Ferngläser und Teleskope bündeln das Sonnenlicht und können ohne geeigneten Filter schwere Schäden am Auge verursachen.

Kann man die Sonnenfinsternis mit dem Handy filmen?

Eine Aufnahme mit dem Smartphone ersetzt keinen Augenschutz. Während des Filmens sollte nicht direkt neben dem Display in die Sonne geschaut werden; für Kameras mit stärkeren optischen Systemen gelten zusätzlich Anforderungen an geeignete Solarfilter.

Was passiert beim ungeschützten Blick in die Sonne?

Intensive Sonnenstrahlung kann die Netzhaut schädigen und dauerhafte Sehprobleme verursachen. Deshalb warnt das Bundesamt für Strahlenschutz ausdrücklich vor ungeschützter direkter Sonnenbeobachtung.

Wie lässt sich die Sonnenfinsternis ohne Schutzbrille beobachten?

Eine Möglichkeit ist die indirekte Projektion mit einer Lochkamera oder einem Lochprojektor. Dabei erscheint das Sonnenbild auf Karton oder einer anderen hellen Fläche, sodass kein direkter Blick zur Sonne notwendig ist.

Welche Richtung ist in Berlin entscheidend?

Während der Finsternis steht die Sonne tief am westlichen Horizont. Ein Beobachtungsplatz sollte deshalb vor allem nach Westen möglichst frei von Häusern, Bäumen und anderen Hindernissen sein.

Wie wird das Wetter zur Sonnenfinsternis in Berlin?

Die aktuelle Prognose deutet für Mittwochabend auf überwiegend sonnige bis teilweise sonnige Bedingungen hin. Gegen 19 Uhr werden ungefähr 24 Grad, gegen 20 Uhr rund 22 Grad erwartet; entscheidend für die Sicht bleibt die lokale Bewölkung unmittelbar am Westhorizont.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Berlin?

Die nächste in Berlin sichtbare partielle Sonnenfinsternis wird für den 2. August 2027 angegeben. Eine totale Sonnenfinsternis über Deutschland folgt dagegen nach Angaben des DLR erst 2081.

Was am 12. August in Berlin und Brandenburg wichtig ist

Für die Beobachtung sollte der Standort bereits vor 19:15 Uhr erreicht werden. In Berlin kann eine einzelne Häuserzeile oder Baumgruppe darüber entscheiden, ob die Sonne bis zum Maximum sichtbar bleibt oder vorher hinter einem Hindernis verschwindet. Ein offener Westhorizont ist deshalb wichtiger als die Bekanntheit eines Aussichtspunkts.

Eine vorhandene Sonnenfinsternis-Brille sollte vor der Nutzung auf Risse und andere sichtbare Beschädigungen geprüft werden. Normale Sonnenbrillen und improvisierte Filter sind für den direkten Blick ungeeignet. Ohne sicheren Augenschutz bleiben ein Lochprojektor, ein professioneller Livestream oder eine organisierte Beobachtungsveranstaltung die geeigneten Alternativen.

Für Berlin liegt der wichtigste Zeitraum zwischen 19:15 Uhr und etwa 20:38 Uhr, das Maximum wird gegen 20:08 Uhr erreicht. In Potsdam sind die Zeiten nahezu identisch. In Cottbus liegt der Höhepunkt gegen 20:09 Uhr, während die Sonne dort etwas früher untergeht.

Die Sonnenfinsternis 2026 wird in der gesamten Hauptstadtregion damit vor allem durch ihre niedrige Position am Horizont geprägt. Während der Mond einen immer größeren Teil der Sonnenscheibe verdeckt, sinken Sonne und Mond gemeinsam Richtung Westen, sodass freie Sicht bis zum Horizont über die tatsächliche Beobachtungsdauer entscheidet.

Verwendete Materialien: Stiftung Planetarium Berlin, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bundesamt für Strahlenschutz und Timeanddate.

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