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Wann ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 in Berlin und Potsdam: Uhrzeit, Verlauf und Sichtbarkeit

Wann ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 in Berlin und Potsdam: Uhrzeit, Verlauf und Sichtbarkeit

August 25, 2026
Monika Schmidt
Mondfinsternis am 28. August 2026 in Berlin und Potsdam: genaue Uhrzeit, Beginn, Maximum und Monduntergang, Sichtbarkeit, beste Beobachtungsrichtung und Erklärung der tiefen partiellen Finsternis.

Die Mondfinsternis am 28. August 2026 ist in Berlin und Potsdam in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Die Halbschattenphase beginnt um 03.23 Uhr MESZ, die deutlich sichtbare partielle Phase um 04.33 Uhr. Ihr rechnerisches Maximum erreicht die Finsternis gegen 06.12 Uhr; in Berlin geht der Mond bereits gegen 06.17 Uhr, in Potsdam gegen 06.18 Uhr unter. Damit fällt gerade die tiefste Phase in ein sehr kurzes Beobachtungsfenster unmittelbar über dem westlichen Horizont, berichtet die Redaktion von Renewz.de.

Es handelt sich nicht um eine totale, sondern um eine aussergewöhnlich tiefe partielle Mondfinsternis. Weltweit werden beim Maximum rund 96 Prozent der Mondscheibe vom Kernschatten der Erde erfasst; für Berlin weist Time and Date eine Obskuration von rund 93,91 Prozent und eine Magnitude von etwa 0,930 aus. Für Beobachter in Berlin und Potsdam ist deshalb weniger die Lichtverschmutzung entscheidend als ein vollständig freier Blick nach Südwesten und später Westen: Der Mond steht während der interessantesten Phase extrem niedrig und verschwindet kurz nach dem Maximum hinter dem Horizont.

Wann beginnt die Mondfinsternis am 28. August 2026 in Berlin und Potsdam

Die Mondfinsternis beginnt in Berlin und Potsdam am Freitag, 28. August 2026, um 03.23 Uhr MESZ. Zu diesem Zeitpunkt berührt der Halbschatten der Erde erstmals die Mondscheibe. Dieser sogenannte penumbrale Abschnitt ist zunächst nur schwer zu erkennen, weil die Erde das Sonnenlicht noch nicht vollständig abschirmt und die Helligkeit des Mondes nur leicht abnimmt. Deutlich interessanter wird die Beobachtung ab 04.33 Uhr. Dann beginnt die partielle Phase: Der Mond tritt in den dunkleren Kernschatten der Erde, die Umbra, ein. Auf der Mondscheibe wird nun eine klar abgegrenzte dunkle Zone sichtbar, die im weiteren Verlauf immer grösser wird. Time and Date nennt sowohl für Berlin als auch für Potsdam 04.33 Uhr als Beginn dieses Abschnitts.

Der globale Höhepunkt der Finsternis liegt bei ungefähr 04.12 Uhr UTC, also 06.12 Uhr MESZ in Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich fast die gesamte Mondscheibe im Kernschatten der Erde. Space.com beziffert die globale Bedeckung auf rund 96 Prozent. Für Berlin und Potsdam ergibt sich allerdings eine Besonderheit: Das Maximum fällt praktisch mit dem Monduntergang zusammen. In Berlin endet die lokale Sichtbarkeit gegen 06.17 Uhr, in Potsdam gegen 06.18 Uhr. Die Mondfinsternis selbst ist zu diesem Zeitpunkt weltweit noch nicht beendet – der Mond liegt aus Sicht der beiden Städte lediglich bereits unter dem Horizont.

PhaseBerlinPotsdamWas passiert?
Beginn der Halbschattenfinsternis03.23 Uhr03.23 UhrMond tritt in den Halbschatten der Erde
Beginn der partiellen Finsternis04.33 Uhr04.33 UhrKernschatten wird auf der Mondscheibe sichtbar
Tiefe partielle Phaseab etwa 05.30 Uhrab etwa 05.30 UhrGrosser Teil des Mondes liegt im Kernschatten
Maximumca. 06.12 Uhrca. 06.12 UhrMagnitude etwa 0,930
Monduntergangca. 06.17 Uhrca. 06.18 UhrLokale Beobachtung endet

Alle Uhrzeiten beziehen sich auf die in Deutschland am 28. August geltende Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ/CEST).

Wann sollte man die Mondfinsternis in Berlin beobachten

Wer nicht nur die schwache Halbschattenphase, sondern die deutlich sichtbare partielle Mondfinsternis sehen möchte, sollte spätestens gegen 04.30 Uhr mit der Beobachtung beginnen. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond noch deutlich höher als während des späteren Maximums, und der Eintritt des Kernschattens lässt sich gut verfolgen. Für Berlin gibt Time and Date zu Beginn der Halbschattenphase eine Mondhöhe von rund 19,7 Grad und eine Richtung von etwa 217 Grad, also Südwesten, an. Danach sinkt der Mond kontinuierlich in Richtung westlicher Horizont.

Ab ungefähr 05.30 Uhr wird die Finsternis wesentlich eindrucksvoller. Gleichzeitig verschlechtern sich jedoch die geometrischen Beobachtungsbedingungen. Je näher es auf 06.12 Uhr zugeht, desto näher befindet sich der Mond an der Horizontlinie.

Das bedeutet: Ein Standort, an dem Häuser, Bäume oder andere Hindernisse den westlichen Horizont verdecken, kann trotz wolkenlosem Himmel ungeeignet sein. Für den praktischen Beobachter ist daher nicht zwingend das rechnerische Maximum der beste Moment. Zwischen etwa 05.00 und 05.45 Uhr dürfte sich die Kombination aus bereits deutlicher Verdunkelung und noch ausreichender Mondhöhe häufig günstiger darstellen.

Wann ist die Mondfinsternis in Potsdam zu sehen

In Potsdam läuft die Finsternis nahezu zeitgleich ab. Die geringe Entfernung zu Berlin führt nur zu minimalen Unterschieden beim Monduntergang. Die Halbschattenphase beginnt ebenfalls um 03.23 Uhr, die partielle Finsternis um 04.33 Uhr und das Maximum wird gegen 06.12 Uhr erreicht. Time and Date gibt für Potsdam eine lokale Beobachtungsdauer von rund zwei Stunden und 55 Minuten an; gegen 06.18 Uhr geht der Mond unter.

Zu Beginn der Finsternis befindet sich der Mond in Potsdam rund 19,9 Grad über dem Horizont und bei ungefähr 217 Grad Richtung Südwesten. Im Laufe des Morgens bewegt sich der Beobachtungspunkt zunehmend in Richtung Westen und gleichzeitig immer näher zur Horizontlinie. Für Potsdam gelten damit dieselben praktischen Anforderungen wie für Berlin: Entscheidend ist ein möglichst freier Blick über den westlichen Horizont. Offene Flächen ausserhalb dichter Bebauung können für die späte Phase vorteilhafter sein als ein Standort innerhalb geschlossener Häuserblöcke.

Wie stark wird der Mond am 28. August 2026 verfinstert

Die Finsternis vom 28. August gehört zu den tiefsten partiellen Mondfinsternissen der kommenden Jahre. Beim globalen Maximum erreicht der Kernschatten der Erde rund 96 Prozent der sichtbaren Mondscheibe. Nur ein relativ schmaler Bereich bleibt ausserhalb der Umbra.

Damit kann die Erscheinung für das blosse Auge fast wie eine totale Mondfinsternis wirken. Astronomisch bleibt die Einordnung jedoch eindeutig: Solange auch nur ein Teil der Mondscheibe nicht vollständig in den Kernschatten der Erde eintritt, handelt es sich um eine partielle Finsternis. Für Berlin nennt Time and Date eine Obskuration von 93,91 Prozent. Gleichzeitig beträgt die Magnitude beim lokalen Maximum etwa 0,930.

Diese beiden Werte beschreiben nicht exakt dasselbe. Die Magnitude gibt vereinfacht an, welcher Anteil des Monddurchmessers vom Kernschatten erfasst wird. Die Obskuration beschreibt dagegen den Anteil der Fläche der Mondscheibe, der bedeckt ist. Deshalb können in verschiedenen Quellen unterschiedliche Prozentzahlen erscheinen, ohne dass sich die astronomischen Angaben widersprechen.

Warum werden für die Mondfinsternis 93,9 und 96 Prozent genannt

Die häufig genannten 96 Prozent beziehen sich auf den globalen Höhepunkt der Finsternis und beschreiben die aussergewöhnlich tiefe Bedeckung des Mondes durch den Erdschatten. Für Berlin führt Time and Date dagegen eine lokale Obskuration von rund 93,91 Prozent auf. Für Leser ist deshalb die Unterscheidung wichtig: 96 Prozent beschreiben die maximale globale Ausprägung des Ereignisses; die Werte für einen konkreten Standort können aufgrund der dort tatsächlich sichtbaren Phase geringfügig davon abweichen.

Wo ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 am besten sichtbar

Die Mondfinsternis ist von einem grossen Teil der Nachtseite der Erde aus sichtbar. Besonders günstige Bedingungen ergeben sich in Teilen Nord- und Südamerikas, wo die tiefste Phase während der Nacht und bei einer günstigeren Höhe des Mondes stattfindet. Auch grosse Teile Europas und Afrikas können das Ereignis beobachten. In Europa liegt die Finsternis allerdings in den frühen Morgenstunden, sodass Morgendämmerung und Monduntergang die Beobachtungszeit begrenzen. Space.com geht davon aus, dass insgesamt etwa 3,3 Milliarden Menschen zumindest einen Teil der partiellen Mondfinsternis sehen können.

Deutschland liegt grundsätzlich innerhalb des Sichtbarkeitsbereichs. Für Berlin und Brandenburg ist die Ausgangslage dennoch anspruchsvoller als etwa für Beobachter weiter westlich, weil die tiefste Phase unmittelbar vor dem Monduntergang stattfindet.

Für Berlin und Potsdam ist deshalb ein Standort mit freier Sicht nach Südwesten und Westen besonders wichtig.

Wo kann man die Mondfinsternis in Berlin am besten beobachten?

Für eine Mondfinsternis ist ein vollkommen dunkler Beobachtungsort weniger wichtig als beispielsweise für Sternschnuppen oder sehr lichtschwache Deep-Sky-Objekte. Der Mond ist hell genug, um auch innerhalb einer Grossstadt gesehen zu werden.

Am 28. August entscheidet vor allem der Horizont.

Geeignet sind grundsätzlich Standorte mit:

  • freiem Blick nach Südwesten und Westen,
  • möglichst wenigen hohen Gebäuden,
  • keiner dichten Baumreihe direkt am Horizont,
  • einer offenen Fläche oder erhöhten Position,
  • möglichst wenig Dunst oder tiefer Bewölkung im Westen.

Wer die Finsternis fotografieren möchte, sollte den Standort bereits vorher überprüfen. Ein Gebäude, das bei einer Mondhöhe von zehn oder 15 Grad kein Problem darstellt, kann in den letzten Minuten vor dem Monduntergang die gesamte Sicht blockieren. Die stärkste Phase gegen 06.12 Uhr findet praktisch direkt am Horizont statt. Für die tatsächliche Beobachtung kann deshalb eine etwas frühere Uhrzeit günstiger sein.

Wo kann man die Mondfinsternis in Potsdam beobachten

Auch in Potsdam ist ein weiter Blick nach Westen entscheidend. Im Vergleich zum dicht bebauten Berliner Zentrum gibt es im Stadtgebiet und im Umland mehr offene Landschaften, Wasserflächen und weniger geschlossene Bebauung. Ein besonders dunkler Standort ist nicht zwingend notwendig. Wesentlich wichtiger ist, dass der westliche Horizont nicht durch Gebäude, Bäume oder Gelände verdeckt wird.

Niedrige Bewölkung könnte dabei zu einem entscheidenden Faktor werden. Weil der Mond während der tiefsten Phase nur knapp über dem Horizont steht, genügt bereits eine relativ schmale Wolkenschicht im Westen, um die Sicht vollständig zu verhindern. Eine belastbare Wetterprognose für die Beobachtungsbedingungen sollte deshalb erst kurzfristig vor dem 28. August herangezogen werden.

Wie lange dauert die Mondfinsternis am 28. August 2026

Global dauert das Ereignis vom Eintritt in den Halbschatten bis zum vollständigen Austritt ungefähr fünf Stunden und 38 Minuten. Der Ablauf in Weltzeit:

  • 01.23 Uhr UTC: Beginn der Halbschattenphase
  • 02.33 Uhr UTC: Beginn der partiellen Phase
  • 04.12 Uhr UTC: Maximum
  • 05.51 Uhr UTC: Ende der partiellen Phase
  • 07.01 Uhr UTC: Ende der Halbschattenphase

Damit dauert die eigentliche partielle Mondfinsternis ungefähr drei Stunden und 18 Minuten.

Für Berlin und Potsdam ist diese globale Dauer jedoch nicht mit der tatsächlichen Beobachtungszeit identisch. In Berlin liegt das lokale Fenster laut Time and Date bei rund zwei Stunden und 53 Minuten, in Potsdam bei etwa zwei Stunden und 55 Minuten. Danach befindet sich der Mond unterhalb des Horizonts.

Was passiert bei einer Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu auf einer Linie stehen und die Erde zwischen Sonne und Mond liegt. Die Erde blockiert dabei einen Teil des Sonnenlichts, das den Mond normalerweise beleuchtet. Der Mond bewegt sich durch den von der Erde erzeugten Schatten. Der Erdschatten besteht aus zwei wichtigen Bereichen:

Halbschatten (Penumbra): Hier wird nur ein Teil des Sonnenlichts blockiert. Die Helligkeitsveränderung auf dem Mond bleibt entsprechend gering.

Kernschatten (Umbra): In diesem Bereich schirmt die Erde das direkte Sonnenlicht weitgehend ab. Tritt der Mond in diesen Bereich ein, entsteht die deutlich sichtbare partielle oder totale Mondfinsternis. Eine Mondfinsternis ist nur bei Vollmond möglich. Trotzdem gibt es nicht jeden Monat eine Finsternis, weil die Mondbahn gegenüber der Ebene der Erdbahn um ungefähr fünf Grad geneigt ist. In den meisten Monaten zieht der Vollmond deshalb oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Warum wird der Mond während der Finsternis rot

Dass der Mond innerhalb des Erdschattens nicht vollständig schwarz verschwindet, hängt mit der Atmosphäre der Erde zusammen. Ein Teil des Sonnenlichts durchquert die Erdatmosphäre und wird dabei gebrochen. Kurzwelliges blaues Licht wird stärker gestreut, während langwellige rote und orangefarbene Lichtanteile die Atmosphäre besser passieren. Dieses Licht gelangt anschliessend auf die eigentlich im Erdschatten liegende Mondoberfläche.

Der Effekt ähnelt dem physikalischen Prozess, der Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge auf der Erde rot oder orange erscheinen lässt. Während einer tiefen Mondfinsternis kann die verdunkelte Mondscheibe deshalb einen kupferfarbenen, dunkelroten oder orange-roten Farbton annehmen. Space.com weist darauf hin, dass bei der extrem tiefen partiellen Mondfinsternis vom 28. August eine deutliche rötliche Färbung eines grossen Teils der Mondscheibe möglich ist.

Der populäre Ausdruck „Blutmond“ beschreibt dieses Erscheinungsbild. Er bezeichnet jedoch keinen eigenständigen astronomischen Finsternistyp.

Kann man die Mondfinsternis ohne Schutzbrille beobachten

Ja. Eine Mondfinsternis kann gefahrlos mit blossem Auge beobachtet werden. Eine spezielle Finsternisbrille ist nicht notwendig. Auch ein normales Fernglas oder Teleskop kann ohne Sonnenfilter verwendet werden. Space.com bestätigt für das Ereignis am 28. August ausdrücklich, dass keine spezielle Schutzausrüstung für die Augen benötigt wird. Damit unterscheidet sich die Mondfinsternis fundamental von einer Sonnenfinsternis. Bei einer Sonnenfinsternis blickt der Beobachter direkt in Richtung Sonne. Ohne geeignete zertifizierte Sonnenfilter kann die intensive Strahlung die Netzhaut schädigen.

Bei einer Mondfinsternis wird dagegen lediglich von der Mondoberfläche reflektiertes Sonnenlicht beobachtet. Während der Finsternis wird dieses Licht sogar noch schwächer.

Was darf man während einer Mondfinsternis nicht tun

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine besonderen Verbote für den Tag oder die Nacht einer Mondfinsternis. Es bestehen keine astronomisch oder medizinisch begründeten Regeln, nach denen Menschen wegen einer Mondfinsternis nicht essen, arbeiten, Sport treiben, reisen, Verträge unterschreiben oder alltägliche Entscheidungen treffen sollten. Aussagen darüber, dass während einer Mondfinsternis beispielsweise keine Haare geschnitten, keine wichtigen Entscheidungen getroffen oder bestimmte Lebensmittel vermieden werden sollten, stammen aus religiösen, kulturellen oder astrologischen Traditionen. Sie gehören nicht zur wissenschaftlichen Erklärung des astronomischen Ereignisses.

Praktische Vorsicht kann lediglich bei der Wahl des Beobachtungsortes erforderlich sein. Wer nachts oder früh am Morgen an ein Gewässer, auf eine Anhöhe oder in ein abgelegenes Gelände fährt, sollte die normalen Sicherheitsbedingungen vor Ort berücksichtigen.

Wann findet eine Mondfinsternis statt

Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond entstehen. Die notwendige Reihenfolge lautet:

Sonne – Erde – Mond.

Die Erde steht zwischen Sonne und Mond und ihr Schatten fällt auf die Mondoberfläche. Damit tatsächlich eine Finsternis entsteht, muss sich der Mond gleichzeitig nahe einem der Schnittpunkte seiner Bahn mit der Ebene der Erdbahn befinden. Diese Punkte werden Mondknoten genannt.

Weil diese geometrische Konstellation nur zu bestimmten Zeiten eintritt, treten Finsternisse innerhalb sogenannter Finsternisperioden auf. Der August 2026 ist dafür ein anschauliches Beispiel. Am 12. August 2026 fand eine totale Sonnenfinsternis statt. Nur rund zwei Wochen später folgt am 28. August die tiefe partielle Mondfinsternis.

Was ist der Unterschied zwischen einer Mondfinsternis und einer Sonnenfinsternis

Bei einer Mondfinsternis befindet sich die Erde zwischen Sonne und Mond:

Sonne – Erde – Mond

Der Schatten der Erde fällt auf den Mond.

Bei einer Sonnenfinsternis befindet sich dagegen der Mond zwischen Sonne und Erde:

Sonne – Mond – Erde

Der Mond wirft seinen Schatten auf einen vergleichsweise kleinen Bereich der Erde.

Daraus ergibt sich ein wichtiger Unterschied bei der Sichtbarkeit. Eine Mondfinsternis kann gleichzeitig von einem sehr grossen Teil der Nachtseite der Erde gesehen werden.

Eine totale Sonnenfinsternis ist dagegen nur innerhalb eines relativ schmalen Streifens auf der Erdoberfläche vollständig sichtbar.

Hinzu kommt der Unterschied beim Augenschutz: Eine Mondfinsternis kann ohne Schutz betrachtet werden. Für die direkte Beobachtung einer Sonnenfinsternis ausserhalb der kurzen Totalitätsphase ist dagegen ein geeigneter Sonnenfilter notwendig.

Wann ist die nächste totale Mondfinsternis

Die Mondfinsternis am 28. August 2026 ist nicht total. Trotz der Bedeckung von rund 96 Prozent bleibt ein kleiner Teil der Mondscheibe ausserhalb des Kernschattens. Space.com nennt die tiefe partielle Finsternis als letzte derart ausgeprägte Mondfinsternis vor dem nächsten grossen Ereignis zum Jahreswechsel 2028/2029. Eine totale Mondfinsternis findet am 31. Dezember 2028 statt. Für Berlin führt Time and Date nach dem Ereignis vom 28. August 2026 zunächst weitere sichtbare Finsternisse auf:

DatumEreignis
20.–21. Februar 2027Halbschatten-Mondfinsternis
2. August 2027Partielle Sonnenfinsternis in Berlin
12. Januar 2028Partielle Mondfinsternis
6. Juli 2028Partielle Mondfinsternis
31. Dezember 2028Totale Mondfinsternis

Damit bleibt der 28. August 2026 für Berlin und Potsdam vor allem wegen der ungewöhnlichen Tiefe der partiellen Phase bemerkenswert.

Mondfinsternis am 28. August 2026: die wichtigsten Fragen für Berlin und Potsdam

Wann ist die Mondfinsternis in Berlin?

Die Finsternis beginnt am 28. August 2026 um 03.23 Uhr MESZ mit der Halbschattenphase. Die partielle Finsternis beginnt um 04.33 Uhr. Das Maximum wird ungefähr um 06.12 Uhr erreicht, bevor der Mond gegen 06.17 Uhr untergeht.

Wann ist die Mondfinsternis in Potsdam?

In Potsdam beginnt die Halbschattenphase ebenfalls um 03.23 Uhr, die partielle Phase um 04.33 Uhr. Das Maximum liegt gegen 06.12 Uhr, der Monduntergang erfolgt ungefähr um 06.18 Uhr.

Wie viel vom Mond wird verdeckt?

Beim globalen Maximum werden rund 96 Prozent der Mondscheibe vom Erdschatten erfasst. Für Berlin gibt Time and Date eine Obskuration von ungefähr 93,91 Prozent und eine Magnitude von etwa 0,930 an.

Wo ist die Mondfinsternis sichtbar?

Sie ist in grossen Teilen Nord- und Südamerikas sowie in Teilen Europas und Afrikas sichtbar. In Europa fällt das Ereignis in die frühen Morgenstunden. Rund 3,3 Milliarden Menschen können laut Space.com zumindest einen Teil der partiellen Finsternis sehen.

Wo sollte man in Berlin und Potsdam hinschauen?

Zu Beginn steht der Mond im Südwesten. Später sinkt er in Richtung Westen. Für die tiefe Phase ist deshalb ein möglichst freier westlicher Horizont entscheidend.

Wie lange dauert die Mondfinsternis?

Global dauert die gesamte Finsternis einschliesslich Halbschattenphase etwa fünf Stunden und 38 Minuten. Die partielle Phase dauert rund drei Stunden und 18 Minuten. In Berlin und Potsdam endet die lokale Sichtbarkeit früher durch den Monduntergang.

Kann man eine Mondfinsternis mit blossem Auge ansehen?

Ja. Eine Mondfinsternis ist für die Augen ungefährlich. Spezielle Schutzbrillen sind nicht erforderlich.

Warum erscheint der Mond rot?

Rotes und orangefarbenes Sonnenlicht wird durch die Erdatmosphäre gebrochen und erreicht auch den Mond innerhalb des Erdschattens. Dadurch kann die verdunkelte Oberfläche kupferfarben oder dunkelrot wirken.

Was darf man bei einer Mondfinsternis nicht machen?

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine besonderen Verbote. Einschränkungen, die mit Essen, Arbeit, Reisen oder persönlichen Entscheidungen verbunden werden, sind keine astronomischen Empfehlungen.

Ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 total?

Nein. Es handelt sich um eine sehr tiefe partielle Mondfinsternis. Ein kleiner Teil der Mondscheibe bleibt ausserhalb des Kernschattens.

Hintergrund: Warum die Mondfinsternis vom 28. August 2026 besonders ist

Mondfinsternis am 28. August 2026 in Berlin und Potsdam: genaue Uhrzeit, Beginn, Maximum und Monduntergang, Sichtbarkeit, beste Beobachtungsrichtung und Erklärung der tiefen partiellen Finsternis.

Das astronomisch Auffällige an diesem Ereignis ist seine Tiefe. Der Mond verfehlt eine vollständige Passage durch den Erdschatten nur knapp. Beim globalen Maximum liegen ungefähr 96 Prozent der Mondscheibe im Schatten. Dadurch kann die Finsternis optisch fast wie eine totale Mondfinsternis wirken. Ein grosser Teil der Oberfläche dürfte während der tiefsten Phase stark verdunkelt sein und möglicherweise einen roten oder kupferfarbenen Farbton zeigen.

Space.com bezeichnet sie als die tiefste partielle Mondfinsternis bis zum Jahreswechsel 2028/2029. Sie folgt zudem nur 16 Tage nach der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August und bildet damit den zweiten grossen Teil der Finsternisperiode im August 2026.

Für Berlin und Potsdam liegt die Besonderheit zusätzlich in der zeitlichen Überschneidung von Maximum und Monduntergang. Die Halbschattenphase beginnt um 03.23 Uhr, die sichtbare partielle Phase um 04.33 Uhr. Um etwa 06.12 Uhr erreicht die Finsternis ihren Höhepunkt, nur wenige Minuten bevor der Mond in Berlin gegen 06.17 Uhr und in Potsdam gegen 06.18 Uhr untergeht. Wer das Ereignis beobachten möchte, benötigt deshalb vor allem einen freien Horizont. Ein Teleskop ist nicht erforderlich, eine Schutzbrille ebenfalls nicht. Entscheidend werden neben der Wahl des Standorts die kurzfristige Bewölkung und die Sichtbedingungen direkt über dem westlichen Horizont sein.

Verwendete Materialien: Time and Date, Space.com; Primärdaten zu Berlin und Potsdam: Time and Date.

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