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Lufthansa-Streik legt Hunderte Flüge in Deutschland lahm – Passagiere müssen Alternativen prüfen

Lufthansa-Streik legt Hunderte Flüge in Deutschland lahm – Passagiere müssen Alternativen prüfen

Februar 12, 2026
James Whitmore
Lufthansa-Streik legt Hunderte Flüge lahm. Betroffene Passagiere erhalten Ersatzflüge oder DB-Tickets. Gewerkschaften fordern höhere Rentenbeiträge.

Am Donnerstag hat ein ganztägiger Streik von Piloten und Flugbegleitern bei Lufthansa Hunderte Flüge in Deutschland lahmgelegt. Fast 800 Flüge wurden gestrichen, betroffen sind rund 100.000 Passagiere. Die Lufthansa empfiehlt Reisenden, vor der Anreise den Status ihres Fluges online zu prüfen. Gewerkschaften fordern höhere Rentenbeiträge und einen sozialen Ausgleich bei Betriebsschließungen. Lufthansa bezeichnet den Streik als „völlig unnötige Eskalation“. Passagiere können auf alternative Flüge innerhalb der Lufthansa-Gruppe oder auf Zugtickets der Deutschen Bahn ausweichen. Die Normalisierung des Flugplans wird erst am Freitag erwartet. Diese Arbeitsniederlegung stellt die größte Störung des Jahres für Deutschlands größte Fluggesellschaft dar. Dies berichtet die Renewz.de unter Berufung auf Vcockpit.

Hunderte Flüge gestrichen – Lufthansa rät zur Vorsicht

In München und Frankfurt blieben Check-in-Schalter leer, während der Streik andauerte. Lufthansa-Manager Michael Niggemann erklärte: „Die Eskalation ist völlig unnötig.“ Die Gewerkschaften VC und UFO kritisieren die mangelnde Bereitschaft der Airline, über Rentenbeiträge und Sozialpläne zu verhandeln. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro sei der Streik die Schuld des Arbeitgebers: „Wir hätten eine Eskalation sehr gerne vermieden.“ Betroffen sind 4.800 Piloten und rund 20.000 Flugbegleiter, darunter Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter CityLine.

Lufthansa hat ein umfangreiches Ersatzprogramm gestartet. Kunden können auf Flüge anderer Lufthansa-Gesellschaften wie Swiss, Austrian Airlines oder Brussels Airlines umgebucht werden. Alternativ stehen kostenlose Zugtickets über die Deutsche Bahn zur Verfügung. Passagiere werden gebeten, vorab die Fluginformationen online zu prüfen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Airline prognostiziert eine Rückkehr zum Normalbetrieb erst am Freitag, wobei weiterhin kurzfristige Änderungen möglich sind.

Hintergrund des Streiks

Die Pilotengewerkschaft VC fordert höhere Beiträge zur Altersvorsorge, während die UFO-Flugbegleiter die Schließung von CityLine kritisieren. Beide Gewerkschaften haben Verhandlungen geführt, jedoch ohne Ergebnis. Der Streik ist ein deutliches Zeichen für die angespannten Arbeitsbeziehungen bei Lufthansa. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Arbeitsniederlegungen, die den Betrieb störten, während die Airline gleichzeitig versucht, die Profitabilität durch das Turnaround-Programm zu steigern.

Lufthansa reagiert auf Kritik

Michael Niggemann betonte, dass die Lufthansa „kein finanzielles Spielraum“ habe, um zusätzliche Kosten zu decken. Die Airline war 2024 in die roten Zahlen geraten und kämpft derzeit mit Sparmaßnahmen und Effizienzprogrammen. Dennoch bleibt das Verhältnis zu den Gewerkschaften angespannt, und neue Verhandlungen sind angekündigt, um weitere Streiks zu vermeiden.

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