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Konzerte in Berlin diese Woche (16.–23. Juni 2026): Doja Cat, Mac DeMarco, Destroy Boys & die besten Live-Shows der Hauptstadt

Konzerte in Berlin diese Woche (16.–23. Juni 2026): Doja Cat, Mac DeMarco, Destroy Boys & die besten Live-Shows der Hauptstadt

Juni 16, 2026
Monika Schmidt
Konzerte in Berlin vom 16.–23. Juni 2026: Doja Cat in der Uber Arena, Mac DeMarco in Spandau, Destroy Boys, Jenny Hval & Aldous Harding. Alle Termine, Ticketpreise, Anfahrt und Parken im Überblick.

Berlin, 16. Juni 2026 – Berlin steht vor einer der dichtesten Konzertwochen des Sommers: Zwischen Dienstag, dem 16. Juni, und Montag, dem 23. Juni 2026, wird die Hauptstadt zur durchgehenden Live-Bühne, auf der internationaler Arena-Pop, kanadischer Slacker-Indie, kalifornischer Garage-Punk und experimentelle Klangkunst innerhalb weniger Tage aufeinandertreffen. Der Höhepunkt fällt auf Mittwoch, den 17. Juni: Dann spielt Grammy-Gewinnerin Doja Cat mit ihrer „Ma Vie World Tour“ in der Uber Arena in Friedrichshain, während Mac DeMarco im Rahmen des Citadel Music Festivals eine große Open-Air-Show in der Zitadelle Spandau gibt. Für Musikfans bedeutet das eine Woche mit ungewöhnlich hoher Dichte, sehr unterschiedlichen Spielorten und einer Bandbreite, die vom großen Pop-Spektakel bis zum intimen Klubabend reicht. Die Redaktion hat die wichtigsten Konzerttermine, Uhrzeiten, Ticketlagen sowie Hinweise zu Anfahrt und Parken zusammengetragen – von der großen Arena bis zum kleineren Live-Club mit wenigen Hundert Plätzen, berichtet Renewz.de.

Diese Woche zeigt exemplarisch, warum Berlin im internationalen Vergleich eine besondere Konzertstadt bleibt. Kaum irgendwo liegen Hochglanz-Pop, Indie-Kultur, Garage-Punk und experimentelle Bühnenkunst so nah beieinander wie hier. Innerhalb weniger Tage kann das Publikum eine durchinszenierte Arena-Produktion mit weltweitem Tourformat erleben, am nächsten Abend zu Gitarren-Indie unter freiem Himmel wechseln und kurz darauf in einem kleineren Saal eine Künstlerin hören, die Pop, Spoken Word und elektronische Texturen zu einer eigenen Form verbindet. Genau diese Spannweite macht den Berliner Konzertkalender so attraktiv: Die Stadt funktioniert nicht nur als Station großer Welttourneen, sondern auch als Raum für Nischen, Subkultur und musikalische Entdeckungen. Wer zwischen dem 16. und 23. Juni 2026 ein Live-Erlebnis sucht, findet deshalb nicht nur bekannte Namen, sondern auch Shows, die den Charakter der Berliner Musikszene besonders gut zeigen.

Mittwoch, 17. Juni: Doja Cat in der Uber Arena – der Pop-Höhepunkt der Woche

Der wohl größte Termin der Woche steht am Mittwochabend an. Mit Doja Cat kommt einer der prägendsten Pop-Acts der Gegenwart nach Berlin. Die US-amerikanische Rapperin, Sängerin und Songwriterin – bürgerlich Amala Zandile Dlamini – spielt am 17. Juni 2026 in der Uber Arena in Friedrichshain. Es ist ihr einziger derzeit bestätigter Berlin-Termin im Rahmen der „Ma Vie World Tour", weshalb die Nachfrage entsprechend hoch ist.

Wer ist Doja Cat – und warum ist dieses Konzert so besonders?

Wenige Künstlerinnen prägen die aktuelle Pop-Kultur so maßgeblich wie Doja Cat. Geboren und aufgewachsen in Los Angeles, lud sie ihre erste Musik bereits als Teenager auf SoundCloud hoch, bevor sie 2014 bei Kemosabe/RCA unterschrieb. Den endgültigen Durchbruch brachte 2018 der virale Song „Mooo!", der ihren sarkastischen, unberechenbaren Humor offenlegte und sie über Nacht zum Internet-Phänomen machte. Was danach folgte, ist eine der konsequentesten Pop-Karrieren der vergangenen Jahre: „Say So" vom Album „Hot Pink" eroberte TikTok, „Kiss Me More" und „Woman" wurden zu globalen Dauerläufern, und mit „Paint The Town Red" stand sie 2023 drei Wochen an der Spitze der Billboard Hot 100.

Was Doja Cat von vielen Kolleginnen unterscheidet, ist die Verbindung aus Musik, Mode, Choreografie, Internetkultur und Rap-Attitüde. Ihre Auftritte sind keine reine Abfolge großer Hits, sondern durchinszenierte Gesamtkunstwerke. Wer ihre bisherigen Shows verfolgt hat, weiß: Bei ihr geht es um Look, Haltung, Energie und eine Bühnenpräsenz, die sich bewusst zwischen Hochglanz-Pop und eigenwilliger Kunstfigur bewegt. Ihr aktuelles Album „Vie" erschien im September 2025; die Single „Jealousy Type" platzierte sich auf Rang drei der Hot Dance/Pop Songs in den Billboard-Charts.

Wann beginnt das Konzert – und wer ist Support?

Die Show beginnt um 20:00 Uhr, Einlass ist ab 18:00 Uhr. Als Vorgruppe ist Naomi Sharon angekündigt, was die Wartezeit bis zum Hauptact zu einem eigenen kleinen Programmpunkt macht. Für eine Produktion dieser Größenordnung empfiehlt es sich, früh zu kommen: Bei Arena-Shows mit internationalem Headliner können sich die Schlangen an Einlass und Taschenkontrolle erheblich in die Länge ziehen. Wer 45 bis 60 Minuten vor Türöffnung vor Ort ist, spart sich Stress und sichert sich Zeit für Garderobe, Merchandise und einen entspannten Weg zum Platz.

Tickets, Anfahrt und Parken an der Uber Arena

Karten waren zum Redaktionszeitpunkt noch erhältlich, die Preise starteten je nach Anbieter und Kategorie im Bereich um die 83,50 Euro; einzelne Plattformen wiesen Einstiegspreise von rund 60 Euro auf dem Zweitmarkt aus, wobei Wiederverkaufspreise über dem Nennwert liegen können. Floor- und Lower-Bowl-Plätze sind erfahrungsgemäß zuerst vergriffen. Wer flexibel bei der Kategorie ist, hat die besten Chancen.

Die Uber Arena liegt am Uber Platz 1 in 10243 Berlin, mitten in Friedrichshain unweit des Ostbahnhofs und der East Side Gallery. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ausgezeichnet: Der Bahnhof Ostbahnhof (S-Bahn und Regionalverkehr) liegt in wenigen Gehminuten Entfernung, die U-Bahn-Station Warschauer Straße sowie zahlreiche Tram- und Buslinien sind ebenfalls schnell erreichbar. Aus der Innenstadt ist man mit der S-Bahn in kurzer Zeit dort. Wer mit dem Auto anreist, sollte einplanen, dass das Parkplatzangebot rund um die Arena bei ausverkauften Veranstaltungen schnell ausgelastet ist; es gibt ein arenaeigenes Parkhaus sowie umliegende Parkmöglichkeiten, doch gerade an einem Abend mit zwei parallelen Großkonzerten in der Stadt ist die Anreise mit Bus und Bahn klar die entspanntere Wahl. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Das Spreeufer mit seinen Bars und Restaurants lädt dazu ein, den Abend vor oder nach dem Konzert ausklingen zu lassen.

Mittwoch, 17. Juni: Mac DeMarco beim Citadel Music Festival in der Zitadelle Spandau

Zeitgleich zur großen Pop-Show in Friedrichshain spielt am anderen Ende der Stadt einer der eigenwilligsten Indie-Künstler der Gegenwart. Mac DeMarco gibt am 17. Juni 2026 im Rahmen des Citadel Music Festivals ein Konzert in der historischen Zitadelle Spandau – nach eigener Aussage seine bislang größte Show in Berlin.

Der vielleicht letzte echte Indie-Star

Mac DeMarco ist ein Phänomen für sich. Der kanadische Multi-Instrumentalist, Songwriter und Selbstproduzent, aufgewachsen in Edmonton und heute in Los Angeles lebend, hat sich eine riesige, treue Fangemeinde aufgebaut – und das weitgehend abseits der klassischen Mechanismen des Musikgeschäfts. Sein lässiger Indie-Sound, die warmen Gitarren und der lakonische Charme haben eine ganze Generation geprägt. Seine Songs verbinden entspannte Melodien mit feinsinniger Melancholie und machen ihn zu einer der eigenständigsten Figuren der modernen Indie-Musik.

Bemerkenswert ist die Konsequenz, mit der DeMarco seinen Weg geht: milliardenfach gestreamt, ohne sich den üblichen Imagespielen zu unterwerfen, fernab von Hochglanz-Inszenierung und Major-Label-Logik. Auf der Bühne erscheint er gern in Truckerkappe, altem T-Shirt und mit ironischem Lächeln – und genau diese Unprätentiösität ist Teil seiner Anziehungskraft. Konzertbesucher beschreiben seine Auftritte oft wie einen Besuch bei einem alten Freund: zwischen den jazzig-verschlafenen Slacker-Rock-Songs plaudert er, albert herum und schafft eine Atmosphäre, die in der heutigen, durchoptimierten Live-Branche selten geworden ist.

Neues Album „Guitar" und die Rückkehr nach Berlin

Anlass der Tour ist das aktuelle Album „Guitar", dem 2025 eine ausverkaufte Tour mit Stationen in Nordamerika, Europa und Großbritannien folgte. DeMarco selbst beschrieb das Werk als eine möglichst ehrliche Momentaufnahme seines aktuellen Lebensgefühls – Musik, die atmen soll und sich echt anfühlt. Live entfalten diese Songs oft eine ganz eigene Dynamik: DeMarco interpretiert seine Stücke auf der Bühne regelmäßig anders als auf Platte, lässt sie wachsen und sich verändern. 2026 kommt er für zwei Termine nach Deutschland; neben Berlin steht noch eine Show in Offenbach auf dem Plan.

Tickets, Einlass und Anfahrt zur Zitadelle Spandau

Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr. Die Ticketpreise lagen zum Redaktionszeitpunkt im Bereich von rund 56 bis 59 Euro, je nach Anbieter und zuzüglich Gebühren. Da die Show als bislang größtes Berlin-Konzert des Künstlers angekündigt ist und die Zitadelle eine Kapazität im Bereich von rund 3.500 Plätzen bietet, ist mit hoher Nachfrage zu rechnen. Wichtig für die Planung: Bei vielen Open-Air-Shows in der Zitadelle gilt eine Taschenregelung – Behältnisse, die das Format DIN A4 überschreiten, sind aus Sicherheitsgründen häufig nicht gestattet. Es lohnt sich, das vor der Anreise zu prüfen und nur das Nötigste mitzunehmen.

Die Zitadelle Spandau liegt Am Juliusturm 64 in 13599 Berlin. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist denkbar einfach: Die U-Bahn-Station Zitadelle (Linie U7) liegt direkt am Eingang, sodass man praktisch ohne Umwege zum Veranstaltungsort gelangt. Genau diese Lage macht die öffentliche Anreise besonders attraktiv – Spandau liegt im äußersten Westen Berlins, und wer aus der Innenstadt kommt, ist mit der U7 zwar eine Weile unterwegs, dafür aber umsteigefrei und planbar. Wer mit dem Auto anreist, sollte bedenken, dass das Parkangebot rund um die historische Festungsanlage begrenzt ist und sich bei ausverkauften Festival-Abenden schnell füllt; die U-Bahn ist hier die mit Abstand stressfreieste Option. Das historische Ambiente der Festung mit dem Juliusturm verleiht dem Open-Air-Konzert zusätzlich eine besondere Kulisse, die man so in kaum einer anderen deutschen Großstadt findet.

Donnerstag, 18. Juni: Destroy Boys im Columbia Theater – Garage-Punk aus Sacramento

Am Donnerstag wird es lauter und kantiger. Die US-amerikanische Band Destroy Boys aus Sacramento spielt am 18. Juni 2026 im Columbia Theater in Berlin-Kreuzberg – ein Pflichttermin für alle, die rohen, energiegeladenen Punk- und Garage-Rock im DIY-Geist suchen.

Eine Band, die ihren eigenen Weg geht

Gegründet 2015, haben sich Destroy Boys über die Jahre eine feste Position in der internationalen Underground-Szene erspielt. Das Trio – Alexia Roditis (Gesang, Gitarre), Violet Mayugba (Gitarre) und Narsai Malik (Schlagzeug) – steht für eine ungekünstelte, kompromisslose Haltung: Punk Rock, Garage Rock und Indie mit rauen Kanten und eingängigen Hooks. Ihre Musik lebt von der Spannung zwischen ungeschliffener Energie und Melodien, die im Ohr bleiben.

Den Grundstein für ihren Ruf legte 2016 das Album „Sorry, Mom", das die Band schnell zur Szene-Referenz machte. 2021 sorgte „Open Mouth, Open Heart" für deutlich größere Reichweite und führte sie auf Bühnen weit über die kalifornische Heimat hinaus. Die Berlin-Show ist Teil einer ausgedehnten Europatournee 2026, die die Band unter anderem über Festivalbühnen wie das Hurricane und das Southside führt – beides Stationen am Wochenende nach dem Berlin-Konzert.

Tickets und Anfahrt zum Columbia Theater

Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr. Die Ticketpreise starteten zum Redaktionszeitpunkt bei rund 32,90 Euro, womit dieser Abend zu den preislich zugänglichsten der Woche zählt. Das Columbia Theater ist ein Veranstaltungsort mit Klub-Charakter, der für seine gute Akustik und die direkte Nähe zwischen Bühne und Publikum geschätzt wird – ideal für die energiegeladene Live-Präsenz einer Band wie Destroy Boys.

Das Columbia Theater liegt im Bereich Columbiadamm/Tempelhof an der Grenze zu Kreuzberg. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelingt am besten über die U-Bahn-Stationen Gneisenaustraße und Platz der Luftbrücke (beide U6) sowie über umliegende Buslinien; von dort sind es jeweils wenige Gehminuten. Wer mit dem Auto kommt, findet im umliegenden Wohngebiet von Kreuzberg nur eingeschränkt Parkraum, der abends zudem stark nachgefragt ist – auch hier ist die öffentliche Anreise klar zu empfehlen. Das Kreuzberger Umfeld bietet vor und nach dem Konzert zahlreiche Bars und Imbisse, um den Abend abzurunden.

Freitag, 19. Juni: Jenny Hval in der Kantine am Berghain – Klangkunst zwischen Pop und Performance

Am Freitag wechselt die Konzertwoche endgültig vom Lauten ins Vielschichtige. Die norwegische Künstlerin Jenny Hval spielt am 19. Juni 2026 in der Kantine am Berghain – ein Konzert für alle, die sich auf etwas einlassen wollen, das die Grenzen des klassischen Pop-Konzerts bewusst überschreitet.

Musik als offener Raum

Jenny Hval bewegt sich seit Jahren an den Rändern von Pop, Performance und Klangkunst. Ihre Musik ist weniger ein klassisches Songformat als ein offener Raum: zwischen Spoken Word, elektronischen Texturen und subtilen Melodien, die sich langsam entfalten. Wer ihre Konzerte besucht hat, beschreibt sie oft als hypnotisch – als Erlebnis, das eher einer künstlerischen Performance als einem herkömmlichen Konzert gleicht, abwechselnd verstörend, freudvoll und absorbierend.

Die norwegische Musikerin und Autorin ist auch literarisch tätig und bringt diese konzeptuelle Tiefe in ihre Musik ein. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist häufig ein konkretes Konzept. Ihr aktuelles Album „Iris Silver Mist", erschienen beim renommierten Label 4AD, ist nach einem Parfüm von Serge Lutens benannt – und tatsächlich bewegt sich die Platte wie ein Duft: zwischen Blüte und Rauch, geisterhaft und zugleich lebendig. Inspiriert von Sinneseindrücken wie Duft und Erinnerung, übersetzt Hval diese in vielschichtige Klanglandschaften.

Tickets, Support und Anfahrt zur Kantine am Berghain

Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr. Als Support ist Natali Garner angekündigt. Die Ticketpreise lagen zum Redaktionszeitpunkt bei rund 30,30 Euro, womit dieser Abend ebenfalls zu den günstigeren der Woche gehört. Die Kantine am Berghain ist ein intimer Veranstaltungsort mit überschaubarer Kapazität – genau die richtige Größe für Hvals nuancierte, leise Momente, die in einer großen Halle verloren gingen. Für Konzerte in diesem Rahmen empfiehlt sich der frühe Ticketkauf, da intime Spielstätten schnell ausverkauft sind.

Die Kantine am Berghain liegt auf dem Gelände rund um den berühmten Club im Bereich Friedrichshain, unweit des Ostbahnhofs. Die Anreise erfolgt am besten über den Bahnhof Ostbahnhof (S-Bahn und Regionalverkehr) sowie über umliegende Bus- und Tramverbindungen; von dort ist es ein kurzer Fußweg. Wer mit dem Auto anreist, sollte beachten, dass das Industrie- und Bahngelände rund um den Standort nur begrenzte Parkmöglichkeiten bietet – die öffentliche Anreise ist hier die naheliegende Wahl. Bemerkenswert ist die Lage selbst: An kaum einem anderen Ort der Stadt verdichtet sich Berlins Ruf als Hauptstadt der elektronischen und experimentellen Musik so sehr wie hier.

Sonntag, 21. Juni: Aldous Harding in Huxleys Neue Welt – Gothic Folk zum Wochenausklang

Den künstlerischen Abschluss der Woche markiert am Sonntag eine der spannendsten Songwriterinnen ihrer Generation. Aldous Harding aus Neuseeland spielt am 21. Juni 2026 in Huxleys Neue Welt – ein Konzert, das als theatralische Inszenierung weit über das übliche Singer-Songwriter-Format hinausreicht.

Eine Künstlerin als Mysterium

Aldous Harding gilt als eine der eigenwilligsten und faszinierendsten Stimmen des zeitgenössischen Folk. Ihre Live-Auftritte sind legendär: Auf der Bühne schlüpft sie in verschiedene Rollen, verändert Mimik, Stimme und Ausdruck so radikal, dass man eher von einer Performance als von einem klassischen Konzert spricht. Ihre Musik – sie selbst nennt sie treffend „Gothic Folk" – wurde von der Kritik als Mischung aus Barock-Pop, Freak Folk und Psychedelic Folk beschrieben.

Ihr letztes Studioalbum „Warm Chris" erschien im Frühjahr 2022 und erreichte Platz eins der neuseeländischen Album-Charts. Produziert wurde es von John Parish, der bereits den 2019er-Vorgänger „Designer" betreut hatte; das Werk trägt Anklänge an Velvet Underground und die Klangwelt der 70er-Jahre, und Pitchfork lobte es als ihr bis dahin bestes Songwriting. Aktuell arbeitet Harding an neuer Musik, und es ist davon auszugehen, dass sie frisches Material mit auf die Tour bringt. Ihr Jahr 2026 begann prominent als Vorband von Nick Cave & The Bad Seeds in Neuseeland und Australien.

Tickets, Support und Anfahrt zu Huxleys Neue Welt

Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr. Als Support ist Vera Ellen angekündigt. Die Ticketpreise lagen zum Redaktionszeitpunkt bei rund 44 bis 44,50 Euro. Da Harding bei ihrer letzten Deutschland-Tour 2023 vor ausverkauftem Haus spielte und Termine teilweise hochverlegt werden mussten, empfiehlt sich auch hier ein frühzeitiger Kartenkauf. Huxleys Neue Welt zählt zu den traditionsreichsten mittelgroßen Konzertsälen Berlins und bietet einen Rahmen, der Hardings intensiver Bühnenpräsenz gerecht wird.

Huxleys Neue Welt liegt im Süden Berlins im Bereich Neukölln/Hermannstraße. Die Anreise gelingt am besten über die U-Bahn-Station Hermannstraße (U8) sowie über den dortigen S- und Regionalbahnhof; von dort sind es wenige Gehminuten. Wer mit dem Auto anreist, sollte einplanen, dass der Parkraum im dicht bebauten Neuköllner Umfeld knapp ist – die Anreise mit U- und S-Bahn ist klar die bequemere Variante. Als Sonntagabend-Konzert bildet dieser Termin einen stimmungsvollen, ruhigen Ausklang einer ansonsten lauten und dichten Konzertwoche.

Die Konzertwoche im Überblick

Damit die Planung leichter fällt, hier alle Termine dieser Woche kompakt zusammengefasst:

DatumKünstler:inVeranstaltungsortBeginnTickets abSupport
Mi, 17.06.Doja CatUber Arena, Friedrichshain20:00 (Einlass 18:00)ca. 83,50 €Naomi Sharon
Mi, 17.06.Mac DeMarcoZitadelle Spandau19:00ca. 56–59 €
Do, 18.06.Destroy BoysColumbia Theater, Kreuzberg20:00ca. 32,90 €
Fr, 19.06.Jenny HvalKantine am Berghain20:00ca. 30,30 €Natali Garner
So, 21.06.Aldous HardingHuxleys Neue Welt, Neukölln20:00ca. 44 €Vera Ellen

Praktische Tipps für den Konzertbesuch in Berlin

Wer in dieser Woche eines oder mehrere der Konzerte besucht, profitiert von ein paar einfachen Grundregeln, die den Abend deutlich entspannter machen.

Öffentliche Verkehrsmittel schlagen das Auto – fast immer

Die wichtigste Empfehlung gilt für nahezu alle Veranstaltungsorte dieser Woche: Die Anreise mit Bus und Bahn ist der Anreise mit dem Auto klar überlegen. Sämtliche fünf Spielstätten – Uber Arena, Zitadelle Spandau, Columbia Theater, Kantine am Berghain und Huxleys Neue Welt – sind mit dem öffentlichen Nahverkehr direkt und planbar zu erreichen, während das Parkplatzangebot rund um die Veranstaltungsorte an ausverkauften Abenden regelmäßig an seine Grenzen stößt. Besonders am Mittwoch, wenn mit Doja Cat und Mac DeMarco zwei Großkonzerte parallel laufen, ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Ein gültiges Nahverkehrsticket und ein Blick in die aktuelle Fahrplanauskunft ersparen viel Zeit und Nerven.

Früh kommen lohnt sich

Gerade bei den großen Shows in der Uber Arena und der Zitadelle Spandau gilt: Wer 45 bis 60 Minuten vor Beginn vor Ort ist, umgeht lange Schlangen an Einlass und Taschenkontrolle. Bei mehreren Veranstaltungsorten gelten zudem Taschenregelungen, die größere Rucksäcke und Beutel ausschließen – am besten nur das Nötigste mitnehmen und im Vorfeld die jeweiligen Bestimmungen des Veranstaltungsorts prüfen.

Tickets rechtzeitig sichern

Mehrere Konzerte dieser Woche finden in vergleichsweise kleinen Spielstätten statt – die Kantine am Berghain und Huxleys Neue Welt etwa bieten deutlich weniger Plätze als eine Arena. Solche Shows sind erfahrungsgemäß schnell ausverkauft. Auch bei den großen Terminen bewegen sich die begehrtesten Kategorien zuerst. Wer flexibel bei der Platzkategorie bleibt, hat die besten Chancen auf ein faires Angebot. Beim Kauf über Zweitmarkt-Plattformen ist zu beachten, dass die Preise dort über dem ursprünglichen Nennwert liegen können.

Häufige Fragen zur Konzertwoche in Berlin (FAQ)

Welche großen Konzerte finden diese Woche in Berlin statt?
Zwischen dem 16. und 23. Juni 2026 spielen unter anderem Doja Cat (17.06., Uber Arena), Mac DeMarco (17.06., Zitadelle Spandau), Destroy Boys (18.06., Columbia Theater), Jenny Hval (19.06., Kantine am Berghain) und Aldous Harding (21.06., Huxleys Neue Welt).

Wann spielt Doja Cat in Berlin und gibt es noch Tickets?
Doja Cat tritt am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, um 20:00 Uhr in der Uber Arena auf, Einlass ist ab 18:00 Uhr. Karten waren zum Redaktionszeitpunkt noch erhältlich, die Preise starteten im Bereich um die 83,50 Euro. Da es ihr einziger bestätigter Berlin-Termin ist, empfiehlt sich der schnelle Kauf.

Wie komme ich am besten zur Zitadelle Spandau?
Die Zitadelle Spandau ist direkt über die U-Bahn-Station Zitadelle (Linie U7) erreichbar, die unmittelbar am Eingang liegt. Die Anreise mit der U-Bahn ist umsteigefrei aus der Innenstadt möglich und deutlich entspannter als die Anfahrt mit dem Auto, da das Parkangebot rund um die Festung begrenzt ist.

Welches Konzert ist am günstigsten?
Die preislich zugänglichsten Termine dieser Woche sind Jenny Hval in der Kantine am Berghain (ab ca. 30,30 Euro) und Destroy Boys im Columbia Theater (ab ca. 32,90 Euro).

Lohnt sich die Anreise mit dem Auto?
In den meisten Fällen nicht. Alle fünf Veranstaltungsorte sind hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden,

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