Goldpreis in Deutschland am Samstag, den 17. Januar 2026: Steigt der Kurs auf neue Rekordmarken

Der deutsche Edelmetallmarkt verzeichnet am Samstag, den 17. Januar 2026, eine Stabilisierung auf historisch hohem Niveau, wobei der Goldpreis pro Gramm Feingold (999er) bei 127,41 Euro fixiert wurde. Eine Feinunze Gold wird aktuell mit 3.962,87 Euro (ca. 4.596,34 US-Dollar) bewertet, was einem Zuwachs von rund 7,3 % seit Jahresbeginn entspricht. Während die reinen Materialwerte für Schmuckgold (585er) bei etwa 74,53 Euro pro Gramm liegen, fordern Großbanken wie die Commerzbank für physische 1-Gramm-Anlagebarren inklusive Prägeaufschlägen Preise von bis zu 142,00 Euro. Analysten von Reuters und führende Institute wie die Bank of America prognostizieren aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und einer anhaltenden Diversifizierung der Zentralbankreserven einen weiteren Anstieg auf bis zu 5.000 US-Dollar pro Unze bis zum Jahresende. Darüber berichtet die Redaktion von Renewz.de.
Aktuelle Preisstruktur für Goldlegierungen und Investmentbarren
Am heutigen Stichtag orientieren sich die Endverbraucherpreise in Deutschland streng an den internationalen Spot-Kursen, wobei regionale Aufschläge für die physische Auslieferung variieren. Besonders bei kleinen Stückelungen unter 10 Gramm fallen die prozentualen Aufschläge (Agio) deutlich höher aus als bei Standardbarren oder Unzenmünzen.
In Deutschland ist Anlagegold nach § 25c UStG von der Mehrwertsteuer befreit, sofern es bestimmte Reinheitsgrade erfüllt (Barren mindestens 995/1000, Münzen mindestens 900/1000). Dies macht Gold im Vergleich zu Silber, das der Differenzbesteuerung unterliegt, zu einem bevorzugten Instrument für private Anleger in der Bundesrepublik. Die Commerzbank und spezialisierte Händler wie Degussa passen ihre Verkaufskurse für Barren mehrmals täglich an.
Strukturierter Preisvergleich: Materialwert vs. Handelskurse
Die folgende Tabelle zeigt die Differenz zwischen dem reinen Börsenwert (Spot) und den tatsächlichen Verkaufspreisen für Endkunden bei physischem Erwerb.
| Produkt / Legierung | Reinheit (Karat) | Materialwert (Spot) | Verkaufspreis (Handel) |
| Gold 999er (1g) | 24K | 127,41 € | 133,00 € – 143,00 € |
| Gold 916er (1g) | 22K | 116,71 € | Nur Ankauf / Altgold |
| Gold 750er (1g) | 18K | 95,56 € | Schmuckpreis abweichend |
| Gold 585er (1g) | 14K | 74,53 € | Schmuckpreis abweichend |
| 5 Gramm Barren | 999,9 | 637,05 € | 667,00 € |
| 10 Gramm Barren | 999,9 | 1.274,09 € | 1.309,00 € |
| 20 Gramm Barren | 999,9 | 2.548,18 € | 2.580,50 € |
| 1 Unze (31,1g) | 999,9 | 3.962,87 € | 4.057,00 € – 4.110,00 € |
Mechanismen beim Goldankauf und Altgold-Verwertung
Für Personen, die im Januar 2026 beabsichtigen, Goldschmuck oder Erbstücke in Deutschland zu veräußern, gelten spezifische Marktbedingungen. Der sogenannte "Ankaufspreis" liegt systembedingt unter dem Börsenkurs, da Schmelzkosten und Handelsmargen abgezogen werden.
Preisabschläge bei Goldankauf-Stellen
Professionelle Goldankäufer und Scheideanstalten (wie die ESG Edelmetall-Service oder Heraeus) kalkulieren in der Regel mit einem Abschlag von 15 % bis 25 % auf den reinen Börsenwert, wenn es sich um ungenormtes Altgold handelt. Bei standardisierten Anlagebarren der LBMA-zertifizierten Hersteller sind die Abschläge deutlich geringer (ca. 2–5 %). Privatpersonen wird empfohlen, Ankaufspreise vorab über Vergleichsportale wie gold oder scheideanstalt zu prüfen. Ein seriöser Händler verlangt keine Gebühren für die Wertermittlung mittels Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA).
Steuerliche Aspekte beim Verkauf
In Deutschland ist der Gewinn aus dem Verkauf von physischem Gold nach einer Haltedauer von mindestens einem Jahr steuerfrei. Bei einem Verkauf innerhalb der Jahresfrist gilt eine Freigrenze von 600 Euro (Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften). Dokumentationen über den Erwerbszeitpunkt (Rechnungen) sollten daher zwingend aufbewahrt werden, um gegenüber dem Finanzamt die Steuerfreiheit nachweisen zu können.
Expertenprognosen und Marktreiber für das Jahr 2026
Die Goldpreisentwicklung Anfang 2026 wird maßgeblich durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve (Fed) beeinflusst. Analysten der Deutschen Bank und Goldman Sachs sehen im aktuellen Preisniveau lediglich eine Zwischenstation.
Kursziele der internationalen Großbanken
In ihren jüngsten Berichten haben mehrere Institute ihre Prognosen für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Die Deutsche Bank erwartet für 2026 einen Durchschnittspreis von ca. 4.450 US-Dollar, schließt jedoch Spitzenwerte von bis zu 4.950 US-Dollar im Falle eskalierender Handelskonflikte nicht aus. Die Bank of America (BofA) bleibt mit einem Ziel von 5.000 US-Dollar pro Unze eine der bullischsten Stimmen am Markt. Treiber dieser Entwicklung ist das Verhalten der Zentralbanken (insbesondere Chinas und Indiens), die ihre Goldreserven im Vergleich zum Vorjahrzehnt fast verdoppelt haben.
Risikofaktoren für Anleger
Trotz des optimistischen Ausblicks warnen Experten vor kurzfristigen Korrekturen. Ein Erstarken des US-Dollars oder eine überraschend robuste Konjunkturentwicklung in der Eurozone könnten Anleger dazu bewegen, Kapital kurzfristig in risikoreichere Anlagen wie Aktien umzuschichten. Die Volatilität am Edelmetallmarkt bleibt 2026 hoch, weshalb Gold primär als Instrument zur langfristigen Vermögensabsicherung und nicht zur kurzfristigen Spekulation betrachtet werden sollte.
Handlungsanweisungen für private Investoren in Deutschland
Wer im Januar 2026 physisches Gold erwerben möchte, sollte den Kaufprozess standardisiert abwickeln, um Fälschungen und überhöhte Gebühren zu vermeiden.
Checkliste für den Goldkauf:
- Händlerprüfung: Nur bei Händlern mit dem Zertifikat des Berufsverbands des Deutschen Münzenfachhandels kaufen.
- Preisvergleich: Nutzen Sie unabhängige Vergleichsseiten wie gold-preisvergleich, um das Agio (Aufschlag auf den Spot-Preis) zu minimieren.
- Stückelung: Bevorzugen Sie nach Möglichkeit Unzen (31,1g) oder 100g-Barren, da hier die Prägekosten pro Gramm am geringsten sind.
- Lagerung: Prüfen Sie bankunabhängige Schließfächer oder spezialisierte Edelrolldepots, da bankinterne Schließfächer in Krisenzeiten eingeschränkt zugänglich sein könnten.
- Anonymität: Beachten Sie die geltende Identifikationsschwelle für Tafelgeschäfte. In Deutschland liegt diese Grenze für anonyme Barkäufe bei 1.999,99 Euro. Beträge darüber erfordern eine Ausweisprüfung nach dem Geldwäschegesetz (GwG).
Die aktuelle Goldpreisentwicklung in Deutschland im Januar 2026 spiegelt ein tiefgreifendes Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit in einem instabilen makroökonomischen Umfeld wider. Für Menschen in der Ukraine oder mit Bezug zur Ukraine bedeutet die Preisentwicklung in der Eurozone eine direkte Auswirkung auf die Bewertung von Ersparnissen und Sachwerten, da der Goldpreis weltweit als Benchmark für die Kaufkraftstabilität fungiert. In Zeiten schwankender Währungen bleibt das in Deutschland gehandelte physische Gold eine der wenigen Assetklassen, die unabhängig von staatlichen Garantieversprechen einen inneren Wert behalten. Wer heute in Deutschland Gold kauft oder verkauft, agiert in einem hochregulierten, aber auch hochpreisigen Umfeld, das präzise Marktkenntnisse voraussetzt.
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