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Fernwärmeausfall in Rhein-Neckar-Region behoben: 40.000 Haushalte warten auf Wärme-Rückkehr

Fernwärmeausfall in Rhein-Neckar-Region behoben: 40.000 Haushalte warten auf Wärme-Rückkehr

November 20, 2025
James Whitmore
Die beschädigte Fernwärmeleitung bei Mannheim ist repariert. 40.000 Haushalte in der Rhein-Neckar-Region warten auf Warmwasser. MVV erwartet Wiederaufnahme bis Mittag.

Rund 40.000 Haushalte in der Metropolregion Rhein-Neckar waren seit Mittwochabend von einem Ausfall der Fernwärmeversorgung betroffen. Ursache war die Beschädigung einer Hauptleitung durch Baggerarbeiten bei Mannheim. Am Donnerstagvormittag gab der zuständige Energieversorger MVV bekannt, dass die Reparaturarbeiten an der beschädigten Fernwärmeleitung bei Mannheim-Rheinau abgeschlossen werden konnten. Nun laufen die umfangreichen Vorbereitungen für die schrittweise Wiederinbetriebnahme des Netzes. Die volle Funktionsfähigkeit der Heizungen und Warmwasserversorgung wird in den betroffenen Kommunen voraussichtlich am Mittag wiederhergestellt, jedoch kann es laut MVV noch mehrere Stunden dauern, bis die Wärme alle Haushalte erreicht, berichtet Renewz.de mit Verweis auf swr.

Der Ausfall in der Rhein-Neckar-Region hatte die Wärmeversorgung in Orten wie Schwetzingen, Oftersheim, Plankstadt und Eppelheim im Rhein-Neckar-Kreis sowie in bestimmten Teilen Heidelbergs seit Mittwochabend unterbrochen. Der Schaden, der durch ein externes Bauunternehmen bei Arbeiten auf einem Feld in der Nähe von Mannheim-Friedrichsfeld verursacht wurde, stellte sich als komplizierter heraus als ursprünglich angenommen. Wie die MVV am Donnerstagmorgen informierte, waren sowohl die Vor- als auch die Rücklaufleitung, die Wärme in Richtung Heidelberg und Schwetzingen transportieren, in Mitleidenschaft gezogen. Das Abstellen der beschädigten Leitung durch MVV-Mitarbeiter konnte erst um Mitternacht erfolgen, bevor die Freilegung und anschließende Instandsetzung beginnen konnte. Die Stadtwerke Heidelberg riefen die Bürger der betroffenen Gebiete dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Warmwasser sparsam zu verwenden.

Die Störung führte zu spürbaren Konsequenzen im Alltag. Das Freizeitbad Bellamar in Schwetzingen musste vorübergehend schließen, da der Temperaturabfall in den Wasserbecken und den gesamten Räumlichkeiten den Bade- und Saunabetrieb unmöglich machte. Man geht davon aus, dass der Betrieb am späten Donnerstagnachmittag wieder aufgenommen werden kann. Einige kritische Einrichtungen waren nicht betroffen: Die GRN-Klinik in Schwetzingen meldete dem SWR keine Einschränkungen, da sie kurzfristig auf Öl-Heizung umgestellt hatte. Auch das Uniklinikum Heidelberg war dank einer eigenen Energieversorgung von der Störung ausgenommen. Die Fernwärmeversorgung in Mannheim, Brühl, Ketsch und Speyer war nach Angaben der MVV zu jeder Zeit gewährleistet. Gleiches galt für die Heidelberger Stadtteile Boxberg und Emmertsgrund sowie Teile des Hasenleisers. Auch die Stadtteile Ziegelhausen und Schlierbach waren nicht betroffen, da sie nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen sind. Das Warnsystem KATWARN informierte die Bürger Heidelbergs darüber, dass Schulen und Kindertagesstätten weiterhin geöffnet seien; die Leitungen der jeweiligen Einrichtungen sollten jedoch im Laufe des Tages je nach lokalen Gegebenheiten über Schließungen oder temporäre Einschränkungen entscheiden.

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