Catherine O’Hara dies aged 71: Home Alone and Schitt’s Creek star passes away after illness

Die Schauspielerin Catherine O’Hara ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das bestätigte ihr Manager am Freitag, 30. Januar 2026. O’Hara starb nach kurzer Krankheit, nähere Angaben zu den medizinischen Ursachen wurden nicht gemacht. Die aus Kanada stammende Darstellerin war über fünf Jahrzehnte hinweg in Film, Fernsehen und Synchronarbeit tätig. Sie wurde international bekannt durch ihre Rollen in Home Alone, Beetlejuice, Best in Show sowie durch die Fernsehserie Schitt’s Creek. Ihr Tod betrifft ein weltweites Publikum sowie die nordamerikanische Film- und Fernsehindustrie. Produktionsfirmen und Sender würdigten sie als eine prägende Figur der Comedy. Über Ort und genaue Umstände ihres Todes wurde nichts bekannt. berichtet die redaktion Renewz mit Verweis auf Variety.
Karrierebeginn und Durchbruch zwischen Fernsehen und Kino
Catherine Anne O’Hara wurde am 4. März 1954 in Toronto geboren. Ihre professionelle Laufbahn begann Anfang der 1970er Jahre in der kanadischen Comedy-Szene. Einen entscheidenden Karriereschritt markierte ihre Arbeit an der Sketchsendung Second City Television (SCTV), die ab 1976 ausgestrahlt wurde. O’Hara war dort nicht nur Darstellerin, sondern auch an der Entwicklung von Figuren beteiligt. Die Sendung wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt bis heute als Talentschmiede der nordamerikanischen Comedy.
Bereits in dieser frühen Phase entwickelte O’Hara einen Stil, der später zu ihrem Markenzeichen wurde: überzeichnete Figuren, die dennoch realistisch wirkten. Rückblickend sagte sie über diese Zeit:
„SCTV hat mir beigebracht, dass man einer Figur Raum geben muss, damit sie sich entfalten kann. Comedy entsteht oft aus Unsicherheit.“
Der Übergang zum Kino erfolgte Anfang der 1980er Jahre. Erste größere Aufmerksamkeit erhielt sie durch den Film Nothing Personal an der Seite von Donald Sutherland. 1985 folgte eine Rolle in Martin Scorseses After Hours, einer schwarzen Komödie, die international Beachtung fand und O’Hara erstmals einem breiteren Kinopublikum vorstellte.
Internationale Bekanntheit durch Beetlejuice und Home Alone
Einen nachhaltigen Karriereschub brachte 1988 Tim Burtons Beetlejuice. O’Hara spielte Delia Deetz, eine exzentrische Künstlerin, und wurde damit international bekannt. Der Film entwickelte sich zu einem kommerziellen Erfolg und etablierte O’Hara auch außerhalb Kanadas und der USA.
1990 folgte Home Alone. In der Rolle der Kate McCallister, Mutter der Hauptfigur, erreichte O’Hara ein weltweites Publikum. Der Film spielte weltweit mehrere hundert Millionen US-Dollar ein und wurde zu einem festen Bestandteil des internationalen Weihnachtsprogramms. Zwei Jahre später übernahm sie dieselbe Rolle in der Fortsetzung Home Alone 2: Lost in New York.
Über ihre Arbeit an dem Film sagte O’Hara 2024 in einem Interview:
„Es war eine ungewöhnlich ruhige Produktion für einen so großen Film. Die Kinder waren professionell, und das hat vieles erleichtert.“

Langjährige Zusammenarbeit mit Christopher Guest
Ab Mitte der 1990er Jahre prägte die Zusammenarbeit mit Christopher Guest einen wichtigen Abschnitt ihrer Karriere. Ab Waiting for Guffman (1996) spielte O’Hara in mehreren Mockumentaries, darunter Best in Show, A Mighty Wind und For Your Consideration. Die Filme arbeiteten weitgehend ohne festes Drehbuch und setzten auf Improvisation.
Diese Arbeitsweise verlangte ein hohes Maß an Präzision und Teamarbeit. O’Hara beschrieb diesen Prozess später so:
„Improvisation funktioniert nur, wenn alle im Raum zuhören. Es ist kein Chaos, sondern eine sehr strukturierte Form des Spiels.“
Die Filme erhielten zahlreiche Auszeichnungen und festigten O’Hara als eine der führenden Comedy-Darstellerinnen ihrer Generation.
Fernsehen: Von Nebenrollen zu Schitt’s Creek
Parallel zum Kino blieb O’Hara dem Fernsehen verbunden. Sie trat unter anderem in The Larry Sanders Show, Six Feet Under, Curb Your Enthusiasm und 30 Rock auf. Diese Rollen erweiterten ihr Profil und hielten sie kontinuierlich im Fernsehgeschäft präsent.
Den größten Erfolg feierte sie ab 2015 mit Schitt’s Creek. In der Serie spielte sie Moira Rose, eine ehemalige Soap-Darstellerin, die nach dem Verlust ihres Vermögens in einer Kleinstadt lebt. Die Serie lief sechs Staffeln lang und gewann international an Popularität.
2020 erhielt O’Hara für diese Rolle einen Emmy Award. Die Serie wurde weltweit vertrieben und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten kanadischen Fernsehformate der letzten Jahre.
Späte Rollen, Auszeichnungen und Synchronarbeit
Auch nach dem Ende von Schitt’s Creek blieb O’Hara aktiv. Sie spielte in A Series of Unfortunate Events und The Last of Us, wofür sie eine Emmy-Nominierung erhielt. Zuletzt war sie in der Comedyserie The Studio mit Seth Rogen zu sehen, eine Rolle, die ihr weitere Emmy- und Golden-Globe-Nominierungen einbrachte.
Neben ihren Auftritten vor der Kamera arbeitete O’Hara regelmäßig als Synchronsprecherin. Ihre Stimme war unter anderem in folgenden Animationsfilmen zu hören:
- Chicken Little
- Over the Hedge
- Monster House
- Frankenweenie
- The Wild Robot
Diese Arbeiten erweiterten ihre Reichweite insbesondere bei jüngeren Zuschauern.
Überblick: Zentrale Stationen ihrer Laufbahn
| Zeitraum | Produktion | Medium | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 1976–1984 | SCTV | Fernsehen | Durchbruch in Kanada |
| 1988 | Beetlejuice | Kino | Internationale Bekanntheit |
| 1990–1992 | Home Alone 1 & 2 | Kino | Weltweiter Erfolg |
| 1996–2006 | Filme mit Christopher Guest | Kino | Kritische Anerkennung |
| 2015–2020 | Schitt’s Creek | Fernsehen | Emmy-Auszeichnung |
| 2023–2025 | The Last of Us, The Studio | Fernsehen | Späte Anerkennung |
Einordnung für Publikum und Branche
Catherine O’Hara gehörte zu einer Generation von Schauspielerinnen, die den Übergang vom klassischen Fernsehen über das Kino bis hin zu modernen Serienformaten erfolgreich vollzogen. Ihre Figuren waren häufig komisch angelegt, ohne rein karikaturenhaft zu wirken. Film- und Fernsehwissenschaftler ordnen sie zu den prägenden Persönlichkeiten der nordamerikanischen Comedy seit den 1970er Jahren.
Ihr Tod bedeutet für das Publikum, dass keine neuen Produktionen mit ihr entstehen werden. Gleichzeitig bleibt ihr Werk dauerhaft verfügbar, da ein Großteil ihrer Filme und Serien über Streamingdienste, Fernsehausstrahlungen und Archive zugänglich ist. In den kommenden Wochen ist mit Sonderprogrammen und Retrospektiven zu rechnen, insbesondere in den USA und Kanada.
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