(BTC)
(ETH)
(LTC)
RENEWZ.de
Finde, was zählt. Immer informiert
AfD-Chef Chrupalla über Trump als Vorbild, Russland-Beziehungen und deutsche Wirtschaftspolitik

AfD-Chef Chrupalla über Trump als Vorbild, Russland-Beziehungen und deutsche Wirtschaftspolitik

Februar 8, 2026
James Whitmore
AfD-Chef Chrupalla über Trump als Vorbild, Russland-Beziehungen und deutsche Wirtschaft: Positionen, Folgen und praktische Hinweise für Bürger.

Die AfD liegt laut aktuellen Umfragen mit 22 Prozent gleichauf mit der Union. Am Sonntag, den 08. Februar 2026, äußerte sich Tino Chrupalla, Bundessprecher der Partei, von 21:45 bis 22:45 Uhr im ARD-Format „Caren Miosga“, zu außen- und wirtschaftspolitischen Positionen seiner Partei. Im Fokus standen die Nähe zu US-Präsident Donald Trump, die angestrebte Wiederannäherung an Russland sowie Strategien zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland angesichts steigender US-Zölle und internationaler Handelsabkommen. Chrupalla sprach sich für die Aufhebung von Sanktionen gegen Russland aus und kritisierte EU-Abkommen mit Indien und Mercosur. Parallel betonte er, dass Deutschland eigenständiger in globalen Handelsfragen agieren solle. Dies berichtet die Renewz.de unter Berufung auf NDR.

AfD und die Nähe zu Donald Trump

Tino Chrupalla sieht Parallelen zwischen AfD-Positionen und der Politik Donald Trumps, insbesondere in den Bereichen nationale Sicherheit und Wirtschaftspolitik. Die AfD strebt demnach an, außenpolitische Härte zu zeigen und nationale Interessen stärker zu priorisieren.

  • Zölle: Chrupalla unterstützt die US-Zollpolitik als Mittel, deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu schützen.
  • MAGA-Bewegung: Die AfD bezeichnet die Bewegung als Beispiel für die Mobilisierung nationaler Interessen in der Politik.
  • Politische Strategie: Laut Chrupalla soll Deutschland „eine klare Linie gegenüber globalen Akteuren“ zeigen, ohne die wirtschaftlichen Beziehungen zu destabilisieren.

Mechanismus der politischen Annäherung

  1. Dialog mit US-amerikanischen Think-Tanks und Republikanern.
  2. Öffentliche Unterstützung für wirtschafts- und sicherheitspolitische Maßnahmen der USA, die als Vorbild gelten.
  3. Nutzung von Medienplattformen für die Verbreitung von Positionen, die Trump-konform sind.

Die praktische Umsetzung bleibt bisher theoretisch; offizielle Abkommen zwischen AfD und US-Organisationen existieren nicht.

Wirtschaftsstrategien der AfD

Chrupalla kritisiert die aktuellen EU-Handelsabkommen mit Indien (unterzeichnet am 29. Januar 2026) und Mercosur (Verhandlungen seit 2019, noch nicht ratifiziert). Er sieht darin Risiken für die deutsche Industrie, insbesondere:

  • Automobilsektor: mögliche Konkurrenz durch importierte Fahrzeuge.
  • Landwirtschaft: Druck auf heimische Produzenten durch niedrigere Importpreise.
  • Technologie und Maschinenbau: Gefahr der Abhängigkeit von ausländischen Märkten.

Er schlägt stattdessen vor, bilaterale Beziehungen mit Russland zu intensivieren, Sanktionen aufzuheben und gezielt Handelsprojekte mit „verlässlichen Partnern“ zu fördern.

Praktische Auswirkungen für Unternehmen

BereichAktuellAfD-VorschlagFolgen für Unternehmen
Zölle US10–25 %BeibehaltungSchutz vor Importkonkurrenz
EU-Indien AbkommenRatifiziert 29.01.26AblehnungRisiko entgangener Märkte
MercosurIn VerhandlungAblehnungFokus auf Russland als Handelspartner
Sanktionen RusslandJaAufhebungZugang zu Rohstoffen, Energie

Internationale Handelsdynamik

Michael Bröcker, Chefredakteur von Table.Briefings, bewertet Trumps Zolldrohungen als Auslöser für eine verstärkte globale Handelsdiplomatie. Laut Bröcker:

  • Freihandelsabkommen wie EU-Indien stabilisieren deutsche Lieferketten.
  • Deutschland kann so unabhängiger von politisch instabilen Partnern wie den USA und Russland agieren.
  • Handelsabkommen stärken mittel- und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.

Vergleichliche Szenarien für Deutschland

SzenarioBeschreibungKonsequenz für Wirtschaft
Freihandel fördernEU-Indien & EU-KanadaZugang zu Märkten, Exportchancen steigen
Zölle beibehaltenUS-Maßnahmen adaptierenSchutz heimischer Firmen, aber Kosten für Verbraucher
Fokus auf RusslandSanktionen aufheben, bilaterale AbkommenRohstoffversorgung sichern, politische Spannungen erhöhen

Kritik von Ökonomen

Veronika Grimm, Ökonomin an der Universität Nürnberg, warnt vor Widersprüchen im AfD-Programm:

  • Außenhandel: Die gleichzeitige Ablehnung von EU-Abkommen und Unterstützung von US-Zöllen sei kontraproduktiv.
  • Rentenpolitik: Mangelnde Finanzierungsperspektiven für ein stabilisiertes Sozialsystem.
  • Forderungen nach Sanktionen-Aufhebung: könnten politische Risiken für deutsche Unternehmen bergen.

Grimm empfiehlt stattdessen weniger Zölle, mehr Freihandel und schmerzhafte Reformen im Sozialstaat, um Deutschland wirtschaftlich zu stärken.

Praktische Schritte für Bürger und Unternehmen

  1. Unternehmen: Überprüfung von Lieferkettenrisiken durch EU- und Nicht-EU-Handelspartner.
  2. Bürger: Information über Zolländerungen und mögliche Preisentwicklungen bei Importgütern.
  3. Behörden: Beratung über Handelsabkommen auf Bundeswirtschaftsministerium.de, Ansprechpartner: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin, Tel.: +49 30 18 615-0.

Dokumente und Nachweise

  • Handelsverträge: verfügbar auf EUR-Lex (eur-lex.europa.eu).
  • Zolltarife: deutsche Zollverwaltung
  • Sanktionen: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Auswirkungen auf die politische Landschaft

Die AfD positioniert sich klar als Oppositionspartei, die die außen- und wirtschaftspolitische Richtung Deutschlands hinterfragt. Die unmittelbare Folge für Deutschland:

  • Debatten über Außenpolitik gegenüber Russland und den USA intensivieren sich.
  • Unternehmen müssen Szenarien für mögliche Zollerhöhungen oder Handelsblockaden berücksichtigen.
  • Bürger erfahren indirekt Preisschwankungen und wirtschaftliche Unsicherheiten.

Die Aussagen von Tino Chrupalla zeigen, dass die AfD in der aktuellen Lage Deutschlands sowohl außen- als auch wirtschaftspolitische Alternativen zu bestehenden Regierungsstrategien sucht. Für Bürger und Unternehmen bedeutet dies, dass kurzfristig Anpassungen in Handelsstrategien, Investitionsentscheidungen und Verbraucherverhalten notwendig sein könnten. Langfristig bleibt abzuwarten, wie stark diese Vorschläge politisch umgesetzt werden.

Bleiben Sie informiert! Lesen Sie auch: Der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele 2026

crossmenu