China bereitet gigantische Militärparade in Peking vor – Putin und Kim Jong Un als Gäste

Peking, 28. August 2025. Am 3. September wird China in Peking eine der größten Militärparaden seiner Geschichte abhalten. Anlass ist der 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg, der in China seit 2015 offiziell als „Tag des Sieges“ begangen wird. Über den Tian’anmen-Platz sollen mehr als 10.000 Soldaten marschieren, unterstützt von über 100 Fluggeräten und mehreren hundert Fahrzeugen. Staatschef Xi Jinping hat rund 26 Staats- und Regierungschefs eingeladen – darunter Wladimir Putin und Kim Jong Un, die beide in westlicher Isolation stehen. Damit wird die Veranstaltung zu einer Demonstration von militärischer Macht und geopolitischem Selbstbewusstsein, berichtet Renewz.de unter Berufung auf Reuters.
Militärische Dimensionen
Die Parade ist auf 70 Minuten Dauer angelegt und umfasst 45 Formationen, die exakt einstudiert wurden. Aufgeboten werden nicht nur klassische Panzer- und Infanterieeinheiten, sondern auch modernste Systeme, die China erstmals öffentlich zeigt. Dazu gehören Hyperschallraketen der Typen YJ-15, YJ-17, YJ-19 und YJ-20, die als Antwort auf amerikanische Entwicklungen gelten. Ebenso rollen autonome Kampfpanzer, Drohnenschwärme und elektronische Kriegsführungssysteme über den Platz. Ergänzt wird dies durch unbemannte Seeplattformen und neu entwickelte Unterwasser-Drohnen, die für die Abschreckung im Indopazifik entscheidend sein könnten.
Fakten zur Parade:
- Über 10.000 Soldaten in Ehrenformationen
- Rund 100 Flugzeuge und Hubschrauber im Einsatz
- Mehrere hundert Panzer und Fahrzeuge
- Hyperschallraketen YJ-15 bis YJ-20 als Premiere
- 70 Minuten Gesamtdauer, 45 Formationen
Internationale Gäste
Neben Putin und Kim reisen auch zahlreiche Staatschefs aus Asien, Afrika und Lateinamerika nach Peking. Dazu zählen die Präsidenten von Vietnam, Pakistan, Kasachstan, Simbabwe und Kuba. Auffällig ist hingegen die Abwesenheit fast aller westlichen Spitzenpolitiker, die einen stillen Boykott praktizieren. Selbst der ungarische Premier Viktor Orbán, ein sonstiger Unterstützer Pekings in der EU, verzichtet diesmal auf eine Teilnahme. Damit steht die Veranstaltung klar im Kontrast: Während China seine Achsen mit Moskau und Pjöngjang demonstriert, ziehen sich westliche Staaten demonstrativ zurück.
Teilnehmer im Überblick:
- Russland: Präsident Wladimir Putin
- Nordkorea: Machthaber Kim Jong Un
- Asien: Vietnam, Pakistan, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan
- Afrika: Simbabwe, Republik Kongo
- Lateinamerika: Kuba, Myanmar
Historischer Kontext
China begeht den 3. September als Erinnerung an die Unterzeichnung der Kapitulation Japans auf der USS Missouri im Jahr 1945. Während Japan traditionell am 15. August gedenkt, betont Peking den formellen Akt des Unterschreibens. Diese Deutung stärkt die Erzählung der Kommunistischen Partei, die ihre Rolle im Widerstand gegen Japan hervorhebt. Kritiker werfen der chinesischen Führung jedoch vor, die Beteiligung anderer Kräfte – etwa der damaligen Republik China – zu marginalisieren. Dennoch nutzt Xi Jinping die Symbolik, um sowohl nach innen wie nach außen Stärke und Geschlossenheit zu signalisieren.
Geopolitische Botschaft
Die Teilnahme von Putin und Kim ist weit mehr als ein Protokollereignis. Beide gelten im Westen als isoliert, ihre Präsenz in Peking wirkt wie ein geopolitisches Statement. Während die USA und die EU der Veranstaltung fernbleiben, präsentiert sich China als Knotenpunkt eines alternativen Netzwerks von Partnern – vom Nahen Osten über Afrika bis Lateinamerika. Die militärische Demonstration untermauert zudem Pekings Anspruch, technologisch mit Washington gleichzuziehen. Damit verbindet die Parade Erinnerungskultur, militärische Abschreckung und diplomatische Machtprojektion zu einer klaren Botschaft an die Weltgemeinschaft.
Geopolitische Signale:
- Stärkung der Achse Moskau–Pjöngjang–Peking
- Abgrenzung von USA und Europa
- Ausbau der Kontakte zu Asien, Afrika und Lateinamerika
- Demonstration militärisch-technologischer Parität
- Betonung der historischen Rolle Chinas im Zweiten Weltkrieg
Mit der Militärparade am 3. September 2025 zeigt China nicht nur Stärke, sondern beansprucht auch eine Schlüsselrolle in der künftigen globalen Ordnung.
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