Wie man Gurken im Sommer richtig gießt – Tipps für eine reiche Ernte

In Deutschland bauen Millionen Hobbygärtner jedes Jahr Gurken im Freiland an – doch viele unterschätzen die Bedeutung des richtigen Gießens. Gerade in den Sommermonaten, wenn Hitzeperioden und Gewitter wechseln, kann unsachgemäßes Wässern zu Wurzelfäule, Wachstumsstörungen oder bitteren Früchten führen. Entscheidend sind nicht nur die Wassermenge und die Häufigkeit, sondern auch die Tageszeit, die Temperatur des Wassers und die Bodenbeschaffenheit. Wer das berücksichtigt, schützt seine Pflanzen und kann sich über eine besonders aromatische, pralle Ernte freuen. Renewz.de berichtet darüber mit Verweis auf monrose.de.
Warum Gurken besondere Pflege beim Gießen brauchen
Gurken bestehen zu mehr als 90 % aus Wasser und reagieren sensibel auf Trockenheit wie auch auf Staunässe. In Mitteleuropa mit oft unregelmäßiger Witterung sind automatische Lösungen nicht immer ideal. Gurken bevorzugen konstante Feuchtigkeit im Wurzelbereich – zu viel oder zu wenig führt schnell zu Stress. Kaltes Wasser aus der Leitung, wie es in vielen deutschen Regionen üblich ist, kann die Pflanzen zusätzlich schocken. Wichtig ist auch, die Besonderheiten des Bodens zu kennen: In sandigen Böden (z. B. in Norddeutschland) versickert Wasser schnell, während Lehmböden (z. B. in Süddeutschland) zu Staunässe neigen. Wer hier gezielt arbeitet, wird mit widerstandsfähigen Pflanzen und hoher Fruchtbildung belohnt.
Wie oft und wann man Gurken richtig gießt
Das Gießverhalten sollte sich an das Wachstumsstadium der Gurke anpassen. Vor der Blüte reicht es, zwei Mal pro Woche gründlich zu gießen – in Regenphasen sogar nur einmal. Während der Fruchtbildung steigt der Wasserbedarf stark an. Jetzt brauchen die Pflanzen drei bis vier Wassergaben pro Woche mit je 8–12 Litern pro m². Gießen Sie morgens zwischen 6 und 9 Uhr oder abends nach 19 Uhr – nie in der prallen Sonne. Tropfen auf Blättern können bei Sonneneinstrahlung wie Brenngläser wirken und zu Verbrennungen führen. Vermeiden Sie auch nasse Wurzelhälse – sie sind anfällig für Pilzbefall.
Praktische Techniken, um Gurken effektiv zu bewässern
Hier finden Sie konkrete Empfehlungen, die sich leicht umsetzen lassen:
- Verwenden Sie Regenwasser oder abgestandenes Wasser aus Tonnen
- Ideale Wassertemperatur: 25–28 °C
- Gießen Sie nie auf die Blätter, nur an den Fuß der Pflanze
- Nutzen Sie eine Brausekanne oder Tropfbewässerung
- Decken Sie den Boden mit Mulch ab, um Verdunstung zu reduzieren
- Kontrollieren Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit mit dem Finger
- Reduzieren Sie das Gießen ab Mitte August deutlich
Gießphasen im Lebenszyklus der Gurke
Jede Wachstumsphase der Gurke erfordert eine angepasste Wassermenge und Gießfrequenz. Vom vorsichtigen Bewässern vor der Blüte über intensives Gießen während der Fruchtbildung bis hin zur reduzierten Wassergabe im Spätsommer – wer die Phasen kennt, sichert die Gesundheit der Pflanzen und eine reichhaltige Ernte. Entscheidend sind auch die Bodenart, die Tageszeit und die Wassertemperatur. Durch richtiges Timing lassen sich Krankheiten vermeiden und die Wurzelentwicklung fördern. In Kombination mit Mulch und sanften Methoden wie Tropfbewässerung entsteht ein ideales Mikroklima für Gurken im Freiland.
Vor der Blüte: Feucht, aber nicht zu nass
In dieser frühen Phase brauchen die Pflanzen konstante, aber moderate Feuchtigkeit. Zwei Gießgänge pro Woche reichen. Besonders in sandigen Böden empfiehlt es sich, morgens zu wässern, da das Wasser schnell verdunstet. Achten Sie darauf, den Boden nicht zu stark aufzuweichen – Wurzeln atmen auch. Einmal pro Woche etwas Kräuterjauche (z. B. Brennnessel) stärkt das Wachstum.
Blütezeit und Fruchtbildung: Viel Wasser, gleichmäßig verteilt
Jetzt ist die Wasserversorgung entscheidend. Die Früchte wachsen schnell und benötigen konstant feuchte Erde. Drei bis vier Mal pro Woche gießen, je nach Region. Besonders wichtig: kein Stress durch kaltes Wasser oder Trockenperioden. Wer Tropfbewässerung nutzt, kann täglich kleinere Mengen geben. Ergänzend kann bei großer Hitze auch mit organischem Mulch gearbeitet werden.
Ende August: Weniger Wasser – mehr Luft
Mit dem Ende des Sommers und kürzeren Tagen verringert sich der Wasserbedarf der Gurken. Reduzieren Sie das Gießen auf einmal pro Woche mit 3–4 Litern. Zu viel Wasser kann jetzt zu Schimmel führen. Entfernen Sie überschüssige Blätter zur besseren Belüftung. So verlängern Sie die Erntezeit und halten die Pflanze gesund. Jetzt sollte nur noch morgens gegossen werden, um die Nachtfeuchte zu begrenzen.
Mondkalender August 2025 – optimale Gießtage für Gurken
Der Mondkalender zeigt ideale Zeitfenster zum Gießen und Düngen im August – abgestimmt auf die Mondphasen. Zu zunehmendem Mond fördern Wassergaben das vegetative Wachstum, Vollmond unterstützt Blütenbildung und Fruchtansatz, während bei abnehmendem Mond Bewässerung reduziert wird, um Krankheiten vorzubeugen. Die gezielte Nutzung dieser Zeiten verbessert Aufnahme, stärkt Pflanzen und optimiert Ernte, insbesondere in wechselhaften Sommerwochen Deutschlands.
Datum | Mondphase | Empfehlung |
---|---|---|
2. August | Zunehmender Mond | Gießen stärkt Blattwachstum |
6. August | Halbmond | Blätter ausdünnen, nicht gießen |
10. August | Vollmond | Idealer Zeitpunkt zum Gießen |
14. August | Abnehmender Mond | Boden lockern, weniger Wasser |
20. August | Neumond | Ruhephase, kein Düngen/Gießen |
25. August | Zunehmender Mond | Morgenguss für kräftige Früchte |
30. August | Halbmond | Ernte vorbereiten, mäßig gießen |
(Hinweis: regionale Wetterlagen können Mondempfehlungen ergänzen, aber nicht ersetzen.)
Ein achtsamer Umgang mit Wasser entscheidet über Qualität und Menge der Gurkenernte. Wer die Wachstumsphasen kennt, regionales Klima beachtet und morgens oder abends gezielt wässert, kann Krankheiten vermeiden und kräftige, aromatische Früchte genießen. Gerade in Deutschlands wechselhaften Sommern ist nicht viel Aufwand nötig – nur kluge Planung und Regelmäßigkeit.
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