Russland Flugzeug Absturz – Antonov An-24 mit 49 Menschen abgestürzt

Im Osten Russlands ist ein Passagierflugzeug vom Typ Antonow An-24 abgestürzt. Die Maschine der Regionalfluggesellschaft Angara Airlines war auf dem Weg von Blagoweschtschensk nach Tynda. An Bord befanden sich 49 Personen, darunter 43 Passagiere – unter ihnen fünf Kinder – sowie sechs Besatzungsmitglieder. Das Wrack wurde 16 Kilometer südlich von Tynda an einem Berghang entdeckt. Darüber berichtet RENEWZ.de unter Berufung auf BILD.
Ablauf des Unfalls
Nach offiziellen Angaben war das Flugzeug am frühen Morgen in Chabarowsk gestartet und hatte zunächst in Blagoweschtschensk einen Zwischenstopp eingelegt. Im zweiten Anflug auf den Flughafen von Tynda verschwand die Maschine vom Radar. Augenzeugen berichten, dass kurz zuvor ein erster Landeversuch abgebrochen wurde.
Nach dem Kontaktverlust wurde eine großangelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Die Einsatzkräfte fanden das brennende Wrack in einem schwer zugänglichen Waldgebiet. Nach ersten Informationen gibt es keine Hinweise auf Überlebende.
Technischer Zustand der Maschine
Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich um ein fast 50 Jahre altes Turboprop-Flugzeug vom Typ Antonow An-24. Der Typ stammt aus sowjetischer Produktion der 1960er Jahre und ist noch immer in einzelnen Regionen im Einsatz. Medienberichten zufolge besaß das Flugzeug eine gültige Betriebslizenz bis zum Jahr 2036.
Die An-24 gilt als technisch veraltet, wird jedoch weiterhin eingesetzt, insbesondere in abgelegenen Gebieten Russlands, in denen moderne Flugzeuge schwer verfügbar sind.
Luftfahrt im Russland der Sanktionen
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 unterliegt die russische Luftfahrt harten Sanktionen westlicher Staaten. Ersatzteile, technische Wartung und neue Flugzeuge dürfen nicht mehr geliefert werden. Viele Fluggesellschaften greifen daher auf alte Maschinen zurück und nutzen teilweise ausgemusterte Flugzeuge als Ersatzteillager.
Dies erhöht laut Experten die strukturellen Risiken im Flugbetrieb erheblich. Die Luftsicherheitsaufsicht steht international in der Kritik.
Juristische Konsequenzen
Die russische Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen die Angara Airlines eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr. Obwohl das Flugzeug laut Behörden vor dem Start technisch überprüft wurde, sind systemische Kontrollmängel in Russland weit verbreitet. Auch Korruption und oberflächliche Prüfverfahren gelten als Risikofaktoren im russischen Verkehrssystem.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich 2019, als ein anderes Flugzeug der Angara-Flotte bei der Landung in Nischneangarsk verunglückte. Damals kamen zwei Menschen ums Leben.
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