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Ukraine schlägt Russland Gespräche in der nächsten Woche vor – Selenskyj

Ukraine schlägt Russland Gespräche in der nächsten Woche vor – Selenskyj

Juli 19, 2025
Monika Schmidt
Selenskyj: Ukraine schlägt Russland neue Friedensgespräche für kommende Woche vor. Fokus liegt auf Waffenstillstand, Austausch und Rückführung entführter Kinder.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner abendlichen Videobotschaft vom 19. Juli erklärt, dass der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umjerow, der russischen Seite ein Treffen in der kommenden Woche (21. bis 27. Juli) vorgeschlagen habe. Das berichtet RENEWZ.de unter Berufung auf die Ansprache des Präsidenten.

Selenskyj betonte, dass „die Verhandlungsdynamik erhöht werden muss“.

„Alles muss getan werden, um ein Ende der Kampfhandlungen zu erreichen. Und die russische Seite muss aufhören, sich vor Entscheidungen zu verstecken: Gefangenenaustausch, Rückkehr entführter Kinder und Beendigung von Tötungen“, — so der Präsident.

Er erinnerte zudem daran, dass die Ukraine bereit sei für ein Treffen auf Ebene der Staatsoberhäupter, „um einen wirklich dauerhaften Frieden zu ermöglichen“.

Nach seinen Worten laufen derzeit auch Gespräche mit Russland über einen neuen Gefangenenaustausch.

Zuvor hatte der Kreml signalisiert, dass er Selenskyjs Meinung teile, wonach „mehr Dynamik im Verhandlungsprozess notwendig sei“.

Am 14. Juli drohte US-Präsident Donald Trump Russland mit „sehr strengen Zöllen“, sollte innerhalb von 50 Tagen kein Friedensabkommen zustande kommen.

Hintergrund

Die letzte Runde der russisch-ukrainischen Verhandlungen fand am 2. Juni in Istanbul statt und dauerte etwas über eine Stunde.

Dabei einigten sich beide Seiten auf den Austausch aller schwer verletzten und schwer kranken Kriegsgefangenen sowie aller Soldaten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Zudem wurde vereinbart, jeweils 6.000 gefallene Soldaten auszutauschen.

Beide Delegationen tauschten Dokumente mit ihrer jeweiligen Vision zur Beendigung des Krieges aus. Russland forderte weiterhin den Rückzug der ukrainischen Streitkräfte aus Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja, die Neutralität der Ukraine sowie einen offiziellen Status der russischen Sprache.

Am 27. Juni erklärte Wladimir Putin, dass Russland zu einer dritten Verhandlungsrunde in Istanbul bereit sei. Zugleich bezeichnete er die russischen und ukrainischen Memoranden als „völlig gegensätzlich“.

Umjerow, der die ukrainische Delegation leitet, erklärte zuvor, dass ein Dialog mit Russland nur sinnvoll sei, wenn er auf die Vorbereitung eines Treffens der Staatschefs abziele. Putin sagte, er sei zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten bereit, stellte aber erneut dessen Legitimität infrage.

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Foto von Selenskyjs Facebook-Seite

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