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Morbus Dupuytren ohne OP? Radiale Stoßwellentherapie als schonende Alternative 

Morbus Dupuytren ohne OP? Radiale Stoßwellentherapie als schonende Alternative 

Juli 17, 2025
Monika Schmidt
Schmerzen, Knoten, Beugekontraktur: Erfahren Sie, wie radiale Stoßwellen Morbus Dupuytren in München behandeln – ohne Skalpell, mit kurzer Ausfallzeit.

Morbus Dupuytren ohne OP? Radiale Stoßwellentherapie als vielversprechende Option. Steife Finger, schmerzende Knoten und die Sorge, irgendwann gar nichts mehr greifen zu können – Morbus Dupuytren belastet Betroffene weit über die Hand hinaus. Die gute Nachricht: Eine Operation ist nicht immer nötig. Moderne, radiale Stoßwellentherapie (rESWT) kann das Fortschreiten der Beugekontraktur bremsen, Schmerzen lindern und häufig sogar die Beweglichkeit verbessern.

1. Was ist Morbus Dupuytren?

Morbus Dupuytren ist eine Bindegewebsverhärtung der Handinnenfläche. In ihrem Verlauf verdicken sich kollagene Fasern zu Strängen, die einzelne Finger – meist Ring‑ oder Kleinfinger – dauerhaft in Beugestellung ziehen. Die Erkrankung verläuft in drei Phasen:

  • Frühphase („Knotenphase“) – tastbare Knoten, noch keine Funktionseinbußen.
  • Fortschreitungsphase – Strangbildung, beginnende Beugekontruktur.
  • Spätphase – ausgeprägte Kontraktur, Alltagsaktivitäten stark eingeschränkt.
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2. Konventionelle Therapie: Vom Abwarten bis zum Skalpell

Bislang galt: Abwarten in der Frühphase, Kortison‑ oder Kollagenase‑Injektionen in der Übergangsphase, schließlich Fasziotomie oder Dermofasziektomie, wenn sich der Finger nicht mehr strecken lässt. Diese Eingriffe sind wirksam, jedoch:

  • erfordern Narkose oder Plexusanästhesie,
  • bringen Wundrisiko und längere Rehabilitationszeit,
  • haben eine nicht zu unterschätzende Rezidivquote (bis 40 %).
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3. Radiale Stoßwellentherapie: Wirkprinzip & Ablauf

Bei der rESWT erzeugt ein Handstück Druckwellen, die fächerförmig in das erkrankte Gewebe eindringen (Eindringtiefe 2–3 cm). Die mechanische Reizung führt nachweislich zu:

  • Auflockerung des verhärteten Kollagens,
  • Gefäßneubildung und verbesserter Durchblutung,
  • Regeneration der Fibroblasten‑Matrix,
  • Schmerzhemmung durch Modulation neuropeptider Signalwege.

Eine Sitzung dauert rund 10 Minuten, ist ohne Anästhesie möglich und wird in der Regel 1× wöchentlich über 4–6 Wochen durchgeführt.

4. Fallbericht 1 – Beugekontraktur Ringfinger (Stadium II)

Ein 59‑jähriger Patient konnte seinen Ringfinger nur noch bis 30 ° strecken. Nach fünf Sitzungen rESWT sank die Kontraktur auf 10 °; nach acht Wochen war der Finger praktisch streckbar, Griff­kraft +20 %.

5. Fallbericht 2 – Frühphase Morbus Dupuytren

Eine 48‑jährige Patientin bemerkte zwei Knoten an der Handfläche. Frühzeitige rESWT (vier Sitzungen) hemmte das Wachstum vollständig – nach sechs Monaten radiologischer Befund unverändert, keine Beschwerden.

6. Vorteile gegenüber Operation & Injektion

KriteriumrESWTOP
Narkose nötig?NeinJa
Arbeitsausfall1–2 Tage2–4 Wochen
NarbenrisikoKeinesJa
Rezidivquote (5 Jahre)≤ 25 %25–40 %

7. Ablauf in der Praxis

  1. Diagnose (Anamnese, Klinische Untersuchung, ggf. Sono)
  2. Aufklärung & Einverständnis
  3. Stoßwellen‑Behandlung (ca. 10 Minuten)
  4. Nachsorge: Schonung 24 h, leichte Dehnübungen
  5. Kontrolle nach 6 Wochen

8. Kosten & Erstattung

Gesetzliche Kassen übernehmen rESWT derzeit nicht. Private Kassen erstatten sie meist nach GOÄ / IGeL. Pro Sitzung fallen 80–110 € an; häufig genügt ein Paket von fünf Sitzungen.

9. Risiken & Nebenwirkungen

  • leichte Schmerzen während der Applikation (selten länger als 24 h),
  • vorübergehende Rötung oder Hämatome,
  • keine dokumentierten Langzeitkomplikationen.

10. Wann zum Hausarzt?

Sobald erste Knoten tastbar oder Fingerbewegungen eingeschränkt sind, empfiehlt sich ein frühzeitiger Check. Je früher die Stoßwellentherapie ansetzt, desto größer die Chance, das Fortschreiten zu stoppen.

11. Weiterführender Link

Ausführliche Informationen bietet die Hausarztpraxis am Romanplatz – Stoßwellentherapie in München.

12. Fazit

Radiale Stoßwellentherapie ist eine schonende, evidenzbasierte Alternative zur Operation bei Morbus Dupuytren – besonders in frühen bis mittleren Stadien. Sie lindert Schmerzen, verbessert die Beweglichkeit und verkürzt Ausfallzeiten. Damit bietet sie vielen Patientinnen und Patienten eine ernsthafte Chance, den Griff nach dem Skalpell noch lange hinauszuzögern – oder ganz zu vermeiden.

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