Windows 11 Update 2026: Muss man das .NET Framework 3.5 jetzt manuell nachinstallieren

Microsoft hat im Rahmen seiner Plattform-Strategie für das Jahr 2026 eine tiefgreifende Änderung an der Systemarchitektur von Windows 11 vorgenommen, die insbesondere Unternehmen und Nutzer älterer Software in Deutschland betrifft. Ab den kommenden Plattform-Releases, die auf die Version 25H2 folgen, wird das klassische .NET Framework 3.5 nicht mehr als optionaler, vorinstallierter Bestandteil des Betriebssystems ausgeliefert. Betroffene Anwender müssen die Komponente künftig aktiv über das Microsoft Download Center oder die Windows-Update-Funktion nachinstallieren. Während bestehende Installationen bis Version 25H2 und das Windows 10 ESU-Programm (Extended Security Updates) ausgenommen bleiben, markiert dieser Schritt die finale Phase der Abkehr von veralteten Software-Schnittstellen. Der offizielle Support für das Framework endet endgültig am 9. Januar 2029. Darüber berichtet die Redaktion von Renewz.de unter auf microsoft.
Technische Umstellung und Auswirkungen auf deutsche Unternehmen
Das .NET Framework 3.5 wird von Microsoft als „Legacy-Komponente“ eingestuft. In Deutschland, wo in vielen mittelständischen Betrieben (KMU) noch spezialisierte Branchensoftware zum Einsatz kommt, die auf dieser Architektur basiert, führt die Ausgliederung zu einem erhöhten Administrationsaufwand. Bisher konnte das Framework einfach über die Windows-Features aktiviert werden, ohne dass ein Internetzugang für den Download der Quelldateien zwingend erforderlich war (da diese im lokalen Image vorhanden waren).
Künftig müssen IT-Abteilungen die Bereitstellung proaktiv planen. Ohne die manuelle Integration des Frameworks in die Unternehmens-Images werden ältere Anwendungen beim Starten den Fehlercode 0x800F0954 oder 0x800F081F ausgeben. Dies betrifft insbesondere Programme für die Buchhaltung, ältere ERP-Systeme und Steuerungssoftware im Maschinenbau, die noch nicht auf .NET 4.8 oder .NET 6/8 migriert wurden.
Neuerungen im Windows 11 Startmenü: Fokus auf Produktivität
Zeitgleich mit der technischen Anpassung im Unterbau rollt Microsoft im Februar 2026 ein überarbeitetes Startmenü aus. Das Design wurde dahingehend optimiert, dass es nun bis zu 90 % der vertikalen Bildschirmfläche einnehmen kann. Dies soll laut Microsoft Deutschland die Effizienz steigern, da weniger Scrollvorgänge notwendig sind, um auf die vollständige App-Liste zuzugreifen.
Neu integriert wurde eine automatische Kategorisierung. Anwendungen werden nun in logische Gruppen wie „Produktivität“, „Entwicklung“ oder „Multimedia“ sortiert. Nutzer in Deutschland, die den Datenschutz priorisieren, haben zudem erweiterte Möglichkeiten, den „Empfohlen“-Bereich zu verwalten. Das Deaktivieren dieses Feeds führt jedoch dazu, dass auch die zuletzt verwendeten Dateien im Datei-Explorer nicht mehr angezeigt werden, was den Workflow unterbrechen kann.
Handlungsanweisungen für Administratoren und Nutzer
Um die Kompatibilität Ihrer Software sicherzustellen, sollten Sie prüfen, welche Versionen von Windows 11 in Ihrem Haushalt oder Betrieb im Einsatz sind.
Anleitung zur Nachinstallation von .NET 3.5
| Methode | Zielgruppe | Vorgehensweise |
| Systemsteuerung | Privatanwender | Einstellungen > Apps > Optionale Features > Mehr Windows-Features > .NET 3.5 anhaken |
| DISM-Befehl | Administratoren | dism /online /enable-feature /featurename:NetFX3 /all (Internetverbindung erforderlich) |
| Offline-Installer | Eingeschränkte Netze | Download des Pakets über Microsoft Learn und Verteilung per USB/Netzwerk |
| Gruppenrichtlinie | Firmennetzwerke | Aktivierung der Richtlinie „Einstellungen für die Installation optionaler Komponenten festlegen“ |
Für Nutzer in Deutschland ist es wichtig zu wissen, dass der Support für Windows 10 im Rahmen des kostenpflichtigen ESU-Programms weiterhin die Unterstützung für .NET 3.5 beinhaltet. Wer jedoch auf neue Hardware mit Windows 11 (Post-25H2) umsteigt, muss die oben genannten Schritte zwingend durchführen.

Datenschutz und Personalisierung im neuen Startmenü
Die neuen Personalisierungsoptionen befinden sich unter Einstellungen > Personalisierung > Start. Hier können Anwender den Schalter „Empfohlene Dateien im Startmenü anzeigen“ auf „Aus“ stellen. Microsoft reagiert damit auf Kritik von europäischen Datenschützern, die eine zu prominente Anzeige von Nutzeraktivitäten im Systemstart moniert hatten.
Besuchen Sie für offizielle Anleitungen die Seite support.microsoft.com, um Hilfe bei Installationsproblemen zu erhalten. Bei Fehlermeldungen während der .NET-Installation in Firmennetzwerken sollte zudem die Erreichbarkeit der Windows-Update-Server (WSUS) geprüft werden, da das System nun explizit versucht, die fehlenden Dateien online nachzuladen.
Die aktuelle Umstellung bedeutet für PC-Nutzer in Deutschland eine klare Zäsur: Das Betriebssystem wird schlanker, zwingt aber gleichzeitig zur Modernisierung veralteter Softwarelandschaften. Während das neue Startmenü eine verbesserte Ergonomie bietet, erfordert die technische Ausgliederung von Systemkomponenten eine aktivere Wartung des Systems durch den Endanwender oder die interne IT-Abteilung.
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