Schnee-Comeback in Bayern: Wetterumschwung mit Schneefall laut aktueller Prognose

Am 22. Januar 2026 zeichnet sich in Bayern eine markante Wetterumstellung ab. Nach mehreren Tagen stabiler Hochdrucklage mit trockener Kälte und viel Sonnenschein kündigen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie gängiger meteorologischer Modelle einen Übergang zu einer winterlich aktiveren Witterungsphase an. Auslöser ist ein Sturmtief über dem Mittelmeerraum, das feuchtere Luftmassen nach Süddeutschland lenkt. Ab dem Wochenende und insbesondere zum Wochenwechsel vom 25. auf den 26. Januar werden in weiten Teilen des Freistaats Niederschläge erwartet, die aufgrund der Temperaturen überwiegend als Schnee fallen können. Betroffen sind unter anderem Oberbayern, Schwaben, Teile Frankens und die Oberpfalz. Erwartet werden mehrere Zentimeter Neuschnee, mit regionalen Unterschieden. Die Entwicklung hat Auswirkungen auf Verkehr, Infrastruktur, kommunale Winterdienste und den Alltag der Bevölkerung, berichtet die Redaktion Renewz mit Verweis auf die DWD.
Bayern-Wetter aktuell: Großwetterlage im Januar 2026
Seit dem 19. Januar 2026 prägt eine stabile Hochdruckkonstellation das Wettergeschehen in Bayern. Zwischen einem Tiefdrucksystem westlich der Britischen Inseln und einem ausgeprägten Hoch über Osteuropa hat sich über Süddeutschland eine Inversionslage etabliert. Diese führt zu trockener Luft in den unteren Schichten, klaren Nächten und ausgeprägten Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht.
In München wurden in den Nächten Tiefstwerte von bis zu minus sieben Grad Celsius gemessen, während die Temperaturen tagsüber in der Sonne auf Werte um vier bis fünf Grad stiegen. In schattigen Lagen und Tallagen blieb es deutlich kälter. Ähnliche Bedingungen herrschten in weiten Teilen Ober- und Niederbayerns sowie in Franken.
Nach Angaben des DWD blieb es in dieser Phase weitgehend niederschlagsfrei. Die Sonnenscheindauer lag vielerorts über dem klimatologischen Mittel für die zweite Januarhälfte. Diese Wetterlage wird bis Freitag, 23. Januar, voraussichtlich anhalten.

Ursachen der Wetteränderung: Sturmtief über dem Mittelmeer
Die absehbare Wetterumstellung geht auf die Entwicklung eines kräftigen Tiefdruckgebiets im Mittelmeerraum zurück. Dieses sogenannte Sturmtief verlagert sich nordostwärts und beeinflusst ab dem Wochenende auch den Alpenraum und Süddeutschland.
Meteorologisch relevant ist dabei die Zufuhr feuchter Luft aus südlichen und südwestlichen Richtungen. Trifft diese feuchte Luft auf die vorhandene Kaltluft in Bodennähe, steigt die Wahrscheinlichkeit für Schneefall deutlich an. Insbesondere in den Nächten sowie in den Morgenstunden bleiben die Temperaturen in vielen Regionen unter dem Gefrierpunkt.
Der DWD beschreibt die Entwicklung als Übergang von einer blockierenden Hochdrucklage zu einer zyklonal geprägten Wetterphase mit wechselnder Bewölkung und Niederschlägen.
Zeitlicher Ablauf: Wann der Schnee erwartet wird
Nach aktuellem Stand der Prognosen ist der zeitliche Ablauf wie folgt:
- Samstag, 24. Januar 2026: Zunehmende Bewölkung in weiten Teilen Bayerns. Erste schwache Niederschläge möglich, teils als Regen, teils als Schnee, abhängig von Höhenlage und Tageszeit.
- Sonntag, 25. Januar 2026: Ausbreitung eines Niederschlagsgebiets von Südwest nach Nordost. In vielen Regionen Übergang zu Schneefall, insbesondere in der Nacht.
- Montag, 26. Januar 2026: Schwerpunkt des Schneefalls in Teilen Oberbayerns, Schwabens und Frankens. Am Flughafen München rechnet der DWD mit mehreren Zentimetern Neuschnee.
Diese Angaben basieren auf Modellrechnungen und können sich mit fortschreitender Wetterentwicklung noch verändern.
Regionale Unterschiede: Wo mit Schnee zu rechnen ist
Oberbayern und München
In Oberbayern, einschließlich der Landeshauptstadt München, sind die Schneesignale vergleichsweise deutlich. Der DWD berechnet für den Zeitraum von Sonntag auf Montag mehrere Zentimeter Neuschnee. Besonders betroffen sein könnten höhere Lagen sowie das Alpenvorland.
In München selbst hängt die Schneemenge stark von der exakten Temperaturentwicklung ab. Bei anhaltenden Minusgraden in der Nacht ist Schneefall wahrscheinlich, während tagsüber zeitweise Schneeregen nicht ausgeschlossen ist.
Schwaben und Allgäu
Im bayerischen Schwaben und im Allgäu steigt die Wahrscheinlichkeit für winterliche Verhältnisse ebenfalls deutlich an. Aufgrund der Nähe zu den Alpen und der orographischen Effekte können hier lokal höhere Neuschneemengen auftreten. In Kempten und Umgebung rechnen Prognosen mit anhaltendem Schneefall zum Wochenwechsel.
Franken und Oberpfalz
In Mittelfranken, Unterfranken und der Oberpfalz zeigen die Modelle ebenfalls Schneesignale, insbesondere für Nürnberg, Würzburg und Regensburg. Die Niederschläge könnten hier etwas schwächer ausfallen als im Süden, dennoch ist mit glatten Straßen und winterlichen Bedingungen zu rechnen.
Nordostbayern
In Teilen Nordostbayerns sind die Schneechancen nach aktuellem Stand geringer. Hier könnten die Niederschläge häufiger als Regen oder Schneeregen fallen, abhängig von der Temperaturentwicklung.
Auswirkungen auf den Verkehr in Bayern
Mit dem erwarteten Schneefall steigen die Risiken für den Straßen- und Schienenverkehr. Glätte durch Schnee und gefrierende Nässe kann insbesondere in den Morgenstunden zu gefährlichen Bedingungen führen.
Die Bayerische Polizei und die Autobahn GmbH des Bundes bereiten sich nach eigenen Angaben routinemäßig auf winterliche Wetterlagen vor. Winterdienste stehen in Bereitschaft, um Straßen zu räumen und zu streuen. Dennoch ist mit Verzögerungen und Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Auch im öffentlichen Nahverkehr kann es zu Einschränkungen kommen, insbesondere bei Busverbindungen in ländlichen Regionen und bei der S-Bahn in Ballungsräumen.

Rolle des Deutschen Wetterdienstes
Der Deutsche Wetterdienst ist die zentrale staatliche Institution für Wetterbeobachtung und -vorhersage in Deutschland. Er veröffentlicht regelmäßig Lageberichte, Warnungen und Prognosen.
Für die aktuelle Wetterlage stellt der DWD auf seiner offiziellen Internetseite detaillierte Vorhersagen für einzelne Regionen, Städte und Landkreise bereit. Dort können auch amtliche Warnungen vor Schneefall, Glätte oder Sturm abgerufen werden.
Die Daten des DWD dienen Behörden, Medien und der Bevölkerung als maßgebliche Grundlage für Entscheidungen und Vorsorgemaßnahmen.
Mechanismus der Schneebildung in dieser Wetterlage
Die erwarteten Schneefälle entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer meteorologischer Faktoren:
- Vorhandene Kaltluft in Bodennähe infolge der Hochdrucklage der vergangenen Tage.
- Zufuhr feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum durch das heranziehende Tiefdrucksystem.
- Aufgleitprozesse, bei denen die wärmere, feuchte Luft über die kältere Luft am Boden gleitet.
- Abkühlung der Luftmassen und Kondensation, was zur Bildung von Niederschlag führt.
Je nach Temperaturprofil der Atmosphäre fällt dieser Niederschlag als Schnee, Schneeregen oder Regen.
Konkrete Prognosen des DWD für ausgewählte Orte
| Ort | Zeitraum | Erwarteter Niederschlag | Form |
|---|---|---|---|
| München | 25.–26.01.2026 | 2–5 cm | Schnee |
| Kempten | 25.–26.01.2026 | 5–10 cm | Schnee |
| Nürnberg | 25.–26.01.2026 | 1–3 cm | Schnee/Schneeregen |
| Würzburg | 25.–26.01.2026 | bis 2 cm | Schnee |
| Rosenheim | 25.–26.01.2026 | 3–6 cm | Schnee |
Die Angaben beruhen auf aktuellen Modellrechnungen und können sich ändern.
Vorbereitung der Kommunen und Winterdienste
Bayerische Kommunen sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht für geräumte und gestreute Straßen zu sorgen. Die meisten Städte und Gemeinden halten dafür detaillierte Winterdienstpläne vor.
In Ballungsräumen wie München, Nürnberg und Augsburg sind kommunale Betriebe für den Winterdienst zuständig. Sie setzen Räumfahrzeuge, Streumaschinen und Personal ein, um Hauptverkehrsstraßen, Busspuren und wichtige Knotenpunkte freizuhalten.
Private Grundstückseigentümer sind in vielen Gemeinden verpflichtet, Gehwege vor ihren Grundstücken zu räumen und zu streuen. Die genauen Regelungen sind in kommunalen Satzungen festgelegt.
Was Bürgerinnen und Bürger beachten sollten
Verhalten im Straßenverkehr
- Anpassung der Fahrweise an winterliche Bedingungen.
- Nutzung von Winterreifen gemäß der situativen Winterreifenpflicht.
- Vermeidung unnötiger Fahrten bei starkem Schneefall.
Vorbereitung im Alltag
- Kontrolle von Heizungsanlagen und Frostschutzmaßnahmen.
- Ausreichende Vorräte für den täglichen Bedarf.
- Berücksichtigung möglicher Verzögerungen im Berufs- und Schulverkehr.
Informationsquellen
- Aktuelle Wetterwarnungen des DWD.
- Verkehrsmeldungen der Polizei und Rundfunkanstalten.
- Hinweise der jeweiligen Kommunen.
Vergleich zur bisherigen Wetterlage im Januar 2026
Die bevorstehende Wetterumstellung stellt einen deutlichen Kontrast zur bisherigen Januarwetterlage dar. Während die erste Monatshälfte durch wechselhafte, aber überwiegend milde Bedingungen geprägt war, brachte die Hochdruckphase ab dem 19. Januar klare Nächte und trockene Kälte.
Der nun erwartete Schneefall markiert eine Rückkehr zu klassisch winterlichen Verhältnissen, wie sie für Bayern im Januar klimatologisch nicht ungewöhnlich sind.
Einordnung in den klimatologischen Kontext
Langjährige Klimadaten zeigen, dass Schneefälle in der zweiten Januarhälfte in Bayern häufig auftreten, insbesondere bei südlichen Strömungslagen. Die aktuelle Entwicklung liegt somit im Rahmen der saisonalen Schwankungen.
Gleichzeitig verdeutlichen Meteorologen, dass kurzfristige Wetterereignisse nicht mit langfristigen Klimatrends gleichzusetzen sind. Aussagen zum Klimawandel lassen sich aus einzelnen Schneefällen oder Kälteperioden nicht ableiten.
Bedeutung für Wirtschaft und Infrastruktur
Winterliche Wetterlagen haben unmittelbare Auswirkungen auf verschiedene Wirtschaftsbereiche. Bauarbeiten im Freien können eingeschränkt werden, Lieferketten verzögern sich und der Tourismus reagiert je nach Region unterschiedlich.
In den Alpenregionen kann Neuschnee positive Effekte für den Wintersport haben, während in urbanen Räumen vor allem die Belastungen durch Verkehrsstörungen im Vordergrund stehen.
Ausblick auf die weitere Wetterentwicklung
Nach dem Wochenwechsel bleibt die weitere Entwicklung unsicher. Einige Modelle deuten auf eine Fortsetzung wechselhafter Witterung mit weiteren Niederschlägen hin, andere auf eine erneute Stabilisierung der Wetterlage.
Der DWD empfiehlt, die täglichen Aktualisierungen der Prognosen zu verfolgen, da insbesondere die Niederschlagsart und -menge noch variieren können.
Für die Bevölkerung in Bayern bedeutet die angekündigte Wetteränderung eine Anpassung an winterliche Bedingungen nach einer Phase ruhigen Hochdruckwetters. Der erwartete Schneefall erfordert erhöhte Aufmerksamkeit im Verkehr, eine vorausschauende Planung im Alltag und die Nutzung verlässlicher Informationsquellen. Behörden und Dienste sind auf die Situation vorbereitet, dennoch bleiben kurzfristige Einschränkungen möglich.
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