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Tulpensonntag 2026: Wo finden die schönsten Karnevalsumzüge in Deutschland statt

Tulpensonntag 2026: Wo finden die schönsten Karnevalsumzüge in Deutschland statt

Januar 14, 2026
James Whitmore
Erfahren Sie alles zum Tulpensonntag 2026 in Deutschland. Termine der Karnevalsumzüge, Sicherheitsregeln, Straßensperrungen und Tipps für Besucher in Köln und Düsseldorf

Am Sonntag, dem 15. Februar 2026, verwandeln sich zahlreiche Innenstädte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in bunte Festmeilen für den Tulpensonntag. Während der Rosenmontag die großen Fernsehübertragungen dominiert, gehört der Tulpensonntag traditionell den lokalen "Veedelszöch" (Stadtteilumzügen) und den Schulen. In den Hochburgen Köln und Düsseldorf werden über 1,2 Millionen Teilnehmer und Zuschauer erwartet, wobei allein in Köln rund 50 Schulen und 40 Stammtische mit zehntausenden Aktiven durch die Straßen ziehen. Die Behörden haben aufgrund der hohen Besucherzahlen umfangreiche Straßensperrungen und Sicherheitszonen ab 08:00 Uhr morgens angekündigt. Diese Veranstaltungen sind für die regionale Wirtschaft von enormer Bedeutung, mit einem geschätzten Umsatz von rund 95 Millionen Euro allein an diesem Tag. Darüber berichtet die Redaktion von Renewz.de.

Regionale Highlights: Köln, Düsseldorf und die Veedelszöch

Der Tulpensonntag in Köln steht ganz im Zeichen der "Schull- un Veedelszöch". Ab 11:11 Uhr startet der Zug am Chlodwigplatz und folgt fast dem identischen Weg des Rosenmontagszugs durch die Altstadt. Das Besondere: Hier prämieren Preisrichter die besten Kostüme der Schulen und Vereine, die dann am Montag erneut im großen Hauptzug mitlaufen dürfen.

In Düsseldorf konzentriert sich das Geschehen am 15. Februar 2026 auf die Stadtteile. Besonders beliebt ist das "Tonnenrennen" in Niederkassel oder die Umzüge in Gerresheim. Während in Köln die Innenstadt komplett gesperrt ist, ermöglichen die Düsseldorfer Vorort-Umzüge ein familiäreres Erlebnis mit weniger Gedränge. Informationen zu den genauen Zugwegen und Startzeiten finden Bürger auf den Portalen koeln.de und duesseldorf.de.

Sicherheit und Logistik: Was Besucher am 15. Februar wissen müssen

Die Sicherheit steht 2026 an oberster Stelle. Die Polizei NRW setzt in den Zentren verstärkt auf mobile Videobeobachtung und Personenkontrollen. Ein zentrales Element ist das "Glasverbot" in den Altstädten von Köln und Düsseldorf, das von 09:00 Uhr bis zum Folgetag um 08:00 Uhr gilt.

Wichtige Regeln für den Tulpensonntag:

  • Glasverbot: In den ausgewiesenen Schutzzonen dürfen keine Glasflaschen oder Gläser mitgeführt werden. Verstöße kosten bis zu 60 Euro Bußgeld.
  • Anreise: Autofahrer sollten die Innenstädte meiden. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und die Rheinbahn Düsseldorf bieten einen 5-Minuten-Takt auf den Hauptlinien an.
  • Parken: Widerrechtlich geparkte Fahrzeuge auf den Fluchtwegen werden sofort abgeschleppt. Die Kosten hierfür belaufen sich 2026 auf ca. 320 Euro inklusive Gebühren.
  • Jugendschutz: Ordnungsämter kontrollieren streng den Alkoholkonsum bei Jugendlichen unter 16 Jahren (Bier/Wein) bzw. 18 Jahren (Spirituosen).

Kosten und Tarife: Preise für Verpflegung und Unterkunft

Wer den Tulpensonntag 2026 in einer Karnevalshochburg verbringen möchte, muss mit saisonalen Preisaufschlägen rechnen. Die Hotelpreise in Bahnhofsnähe liegen am Wochenende zwischen 190 und 350 Euro pro Nacht. Auch in der Gastronomie gelten oft spezielle Karnevalstarife.

Preisübersicht Gastronomie (Durchschnittswerte 2026):

LeistungPreis (Köln/Düsseldorf)Anmerkung
Kölsch / Alt (0,2l)2,60 € - 3,10 €In den Schutzzonen nur Plastik/Pfand
Eintritt Party-Zelt15,00 € - 35,00 €Vorab-Reservierung dringend empfohlen
Berliner / Krapfen1,80 € - 2,50 €Klassisches Karnevalsgebäck
P+R Parkticket5,00 €Gültig für 24 Stunden inkl. Shuttle

Technische Abnahmen: Die Sicherheit der Karnevalswagen

Jeder Motivwagen, der am 15. Februar an einem Umzug teilnimmt, benötigt eine TÜV-Abnahme nach dem Merkblatt über die Ausrüstung und den Betrieb von Fahrzeugen bei Brauchtumsveranstaltungen. Die Prüfer kontrollieren Bremsen, Aufbauhöhe (maximal 4 Meter wegen Oberleitungen) und die Standsicherheit der Aufbauten.

Zudem müssen alle Fahrzeuge über eine spezielle Haftpflichtversicherung verfügen, die Schäden während des Umzugs abdeckt. Die Fahrer der Traktoren müssen eine Blutalkoholkonzentration von 0,0 Promille aufweisen und werden vor Beginn des Zuges stichprobenartig kontrolliert. Ohne die offizielle Wagenbegleitkarte der jeweiligen Stadtverwaltung ist eine Einfahrt in den Zugaufstellbereich untersagt.

Notfallkontakte und digitale Helfer

Für eine sichere Planung empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Bonn) die Nutzung der Warn-App NINA. Hier werden lokale Warnungen über Überfüllung von Plätzen oder Wetterereignisse (Sturm/Starkregen) in Echtzeit gesendet.

  • Polizei Notruf: 110
  • Rettungsdienst: 112
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
  • Verlorene Gegenstände: Fundbüros der Städte Köln (Ottmar-Pohl-Platz 1) oder Düsseldorf (Erkrather Str. 18).

Der Karnevalssonntag in Deutschland ist weit mehr als nur eine Party; er ist ein logistisches Großereignis, das Monate der Planung erfordert. Für Anwohner bedeutet dies erhebliche Einschränkungen im Alltag, während Besucher die einzigartige Atmosphäre lokaler Identität und Tradition erleben können. Das Verständnis der geltenden Regeln, insbesondere zum Glasverbot und zum Jugendschutz, ist entscheidend, um Bußgelder zu vermeiden und die Sicherheit aller Teilnehmer zu gewährleisten. In einer Zeit, in der Großveranstaltungen erhöhten Anforderungen unterliegen, zeigt der Tulpensonntag 2026, wie modernes Sicherheitsmanagement und jahrhundertealtes Brauchtum erfolgreich koexistieren können.

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