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Russlands Öl-Raffinerie in Flammen: Ukrainischer Drohnen-Angriff trifft Wirtschaftskern

Russlands Öl-Raffinerie in Flammen: Ukrainischer Drohnen-Angriff trifft Wirtschaftskern

November 28, 2025
James Whitmore
Ukrainische Drohnen trafen die Öl-Raffinerie Saratow und den Flugplatz Saky auf der Krim. Der fünfte Schlag gegen die Energieinfrastruktur soll Russlands Kriegswirtschaft schwächen.

Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihren strategischen Feldzug gegen Russlands Wirtschaft fort und konzentrieren sich dabei gezielt auf die Energieinfrastruktur. Während die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs nur schleppend vorankommen und an der Front unvermindert gekämpft wird, setzt Kiew auf präzise Angriffe, um die finanzielle und logistische Schlagkraft der russischen Einheiten zu schwächen. In der Nacht zum 28. November traf eine ukrainische Attacke erneut eine bedeutende russische Öl-Raffinerie. Ziel der Drohnenschläge war die Raffinerie in Saratow, zusätzlich wurden auch der Flugplatz Saky auf der Krim sowie weitere militärische Einrichtungen attackiert. Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte wurden auf dem Gelände der Raffinerie, die unter anderem für die Treibstoffversorgung der russischen Streitkräfte verantwortlich ist, mehrere Explosionen gemeldet. Diese gezielten Schläge gegen Russlands Energiewirtschaft sind ein integraler Bestandteil der Strategie im Ukraine-Krieg, um den Handlungsspielraum des Aggressors einzuschränken, berichtet Renewz.de mit Verweis auf msn.

Das genaue Ausmaß des jüngsten Angriffs auf die Raffinerie in Saratow, der sich in der Region Saratow der Russischen Föderation ereignete, ist laut Kyiv Independent noch nicht vollständig geklärt, jedoch berichteten Bewohner der Region von lauten Explosionen. Die ukrainischen Verteidigungskräfte teilten über Telegram mit, dass die Attacke im Rahmen ihrer Bemühungen erfolgt sei, das militärisch-wirtschaftliche Potenzial des russischen Aggressors zu verringern. Die Raffinerie in Saratow ist dabei ein wichtiger Knotenpunkt, in dem laut Unian mehr als 20 verschiedene Arten von Erdölprodukten hergestellt werden. Die systematische Drohnenkampagne der Ukraine gegen die russische Energieinfrastruktur, zu der dieser Angriff auf Saratow und den Flugplatz Saky gehört, hat sich seit dem Jahr 2024 merklich intensiviert. Das primäre Ziel dieser Attacken ist es, die Kriegsmaschinerie Russlands durch gezielte Störungen im Energiesektor zu schwächen. Die Raffinerie in Saratow war in jüngster Vergangenheit bereits mehrfach im Visier der ukrainischen Streitkräfte; der aktuelle Anschlag ist bereits der fünfte innerhalb weniger Monate, nachdem der letzte Angriff am 14. November erfolgte.

Nach Einschätzung des Think Tanks Chatham House hat die Ukraine ihre Strategie der Angriffe auf Russlands Wirtschaft in letzter Zeit technologisch perfektioniert. Die verwendeten Drohnen seien hochgerüstet, wobei die Größe der Sprengköpfe verdoppelt und die Reichweite der unbemannten Flugobjekte signifikant erhöht wurde. Parallel dazu wurde die Produktion dieser Drohnen massiv ausgeweitet. Diese Angriffe zeigen im Kontext des Ukraine-Kriegs messbare Erfolge. Der Atlantic Council berichtete, dass die ukrainische Drohnenkampagne im Jahr 2025 etwa ein Zehntel der gesamten russischen Raffinerie-Kapazität außer Gefecht setzen konnte. Obwohl kurzzeitige Treibstoffengpässe entstanden, konnten diese von Russland wenig später wieder kompensiert werden. Während Kiew weiterhin auf Schläge gegen die kritische Infrastruktur setzt, wird auf diplomatischer Ebene weiter um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs gerungen. Präsident Selenskyj, der zuletzt wegen des US-Friedensplans unter Druck geraten war, deutete in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew ein Spitzentreffen in den kommenden Tagen an. Er betonte, dass wichtige Verhandlungen für seine Delegation und ihn selbst anstünden und man einen soliden Boden dafür vorbereite.

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